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Congstar hört mir nicht zu und produziert Elektronikschrott

Kürzlich wollte ich bei Congstar eine Rufnummernmitnahme beauftragen. Ich wollte gerne die Rufnummer einer SIM ohne Internet Zugang zu einem anderen Anbieter übertragen lassen, aber die SIM dann mit einer neuen Nummer weiterbenutzen, und Congstar-Kunde bleiben. Wegen der Nachhaltigkeit, und weil ich eine SIM ohne Internet brauche. Einfach weil das Gerät mit der SIM gar nicht ins Internet gehen können soll. Aus Gründen.

Aber leider geht das bei Congstar nicht. Man MUSS den Vertrag kündigen, die SIM wegwerfen, eine neue bestellen, und dafür natürlich 9,99€ zahlen, um eine Rufnummer zu übertragen.
Ich hab‘ Congstar geschrieben, aber Congstar hört mir nicht zu. Sie schreiben mir, sie fänden es sehr schade, mich als Kunden zu verlieren. Aber nicht ich habe gekündigt, sie terminieren meinen Vertrag, weil sie sonst keine Rufnummermitnahme erlauben.

Was soll das? Immer dieses Gerede von Nachhaltigkeit, und dann verlangen die Prozesse, dass man SIM-Karten wegwirft und neue bekommt.

Die „Aiwanger-Flugblatt-Affäre“

Es ist bemerkenswert, dass vor allem linke Politiker, die doch historisch immer für Resozialisierung und neue Chancen für jeden eingetreten sind, dem bayrischen Freie-Wähler-Vorsitzenden Hubert Aiwanger vorwerfen, was er als 17-jähriger, vor 35 Jahren, getan haben soll.

Ist das nicht irgendwie inkonsequent? Müsste man nicht generell über alles, was 10 oder 20 Jahre her ist, den Mantel des Schweigens legen, auch und gerade in unserer Gesellschaft, in der immer mehr digitale Aufzeichnungen über jeden existieren, so dass die Wahrscheinlichkeit, dass es von jedem irgendeine kompromittierende Aufnahme gibt, sehr hoch ist?

Oder sollten bestimmte Ausnahmen gelten, für besonders verwerfliche und unverzeihliche Taten, die vermeintlich oder tatsächlich Rückschlüsse auf irreparable Charakterschwächen einer Person erlauben?

Verfassungsblog, „Schmerzgriffe als Technik in der polizeilichen Praxis“

Der Beitrag „Schmerzgriffe als Technik in der polizeilichen Praxis“ im Verfassungsblog hat eine Schwäche: Die Autoren haben sich offensichtlich nie mit irgendeinem Ju-Jutsu-Lehrer unterhalten.

Hätten Sie das getan, hätten Sie gewusst — und nicht nur in einem Nebensatz gemutmaßt — dass Nerverdrucktechniken und Hebel üblicherweise zusammen verwendet werden, um die Hebeltechnik wirkungsvoller zu machen. Die Nervendrucktechnik verstärkt den Schmerz, so dass die betroffene Person dem Hebel eher nachgibt, was im Endeffekt die Wahrscheinlichkeit einer durchaus möglichen Verletzung durch den Hebel verringert. Denn ein Hebel bedeutet immer eine Überstreckung irgendwelcher Muskeln und Sehnen, und diese können verletzt werden.

Das heißt, es geht beim Einsatz von Nervendrucktechniken nicht um Folter, es geht darum, einen langfristigen Schaden zu verhindern, indem ein kurzer Schmerzreiz gesetzt wird.

Dass man Nervendrucktechniken auch missbräuchlich verwenden kann braucht man nicht zu diskutieren.

Doch Nervendrucktechniken zu verbieten wäre wahrscheinlich eher kontraproduktiv, wenn in Folge dessen unmittelbarer Zwang mit mehr Krafteinsatz und damit höherem Verletzungsrisiko angewandt werden müsste.
Dadurch würden nicht zuletzt auch weibliche Beamte benachteiligt, die einfach nicht das gleiche Level an Kraft aufbringen können wie ihre männlichen Kollegen, und ohne Nervendrucktechniken geringere Chancen hätten, körperliche Auseinandersetzungen für sich zu entscheiden.

Natürlich wären zur Entfernung von gewaltfreien Sitzblockaden auch andere Mittel denkbar als Abführen unter Verwendung von Hebeltechniken, um die zu Entfernenden dazu zu zwingen, ihr Gewicht selbst zu tragen. Dies ist wahrscheinlich eine bevorzugte und ggf. auch notwendige Vorgehensweise, weil das Wegtragen schwerer Protestierer zu Rückenverletzungen bei Beamten führen könnte.
Die Ausstattung von Beamten mit Exoskeletten, damit sie Protestierer leicht und ohne Verletzungsrisiko beiseite tragen können, könnte eine Lösung sein, oder die Verwendung von Gabelstapler-ähnlichen Greifern oder Netzen, um Protestierer anheben und entfernen zu können.

Alten Drucker / Scanner unter Windows 10 installieren

Alle reden von Nachhaltigkeit, aber Druckerhersteller machen es einem nicht leicht, ihre Geräte unter neuen Betriebssystemversionen weiterzuverwenden.
Mein alter Brother MFC z.B. ließ sich unter Windows 10 nicht mehr installieren; allerdings wusste ich von Bekannten, die von Windows 7 auf 8 auf 10 „upgegraded“ hatten, dass es prinzipiell funktioniert.

Die größe Hürde ist dabei, dass das Installationsprogramm sich unter Windows 10 nicht mehr ausführen lässt.
Dies lässt sich aber einfach umgehen: Einfach alle Programme (Installer, Updates, etc.) vor dem Ausführen mit der „Problembehandlung“ (Troubleshooter) so konfigurieren, dass sie mit Kompatibilitätseinstellungen für Windows 7 ausgeführt werden. Dann muss man ggf. noch kurz mit dem Scanner-Interface kämpfen (wie ich das genau geschafft habe, habe ich nicht verstanden), und – es läuft! Man braucht keinen neuen Drucker und auch keine Lizenz für „VueScan“, den universellen Treiber. Der aber als Fallback sicher eine gute Idee ist.

Was tun bei der nächsten Pandemie?

Die Corona-Pandemie, so scheint nach deren Quasi-Ende festzustehen, wurde nicht optimal gemanaged. Die Impfung hat die Sterblichkeit wahrscheinlich gesenkt, aber ebenso wahrscheinlich hat der teilweise Zusammenbruch des öffentlichen Lebens zu Entwicklungsproblemen bei Kindern geführt.

Nun ist die Frage, was wir aus der jüngsten Geschichte für die nächste Pandemie lernen können. Und die Antwort ist: Wahrscheinlich gar nicht mal viel. Die nächste Pandemie oder Epidemie wird kommen, aber was für ein Erreger kommen wird, wissen wir nicht. Ob er gefährlich sein wird, kurz-, mittel- oder langfristig, ob er tödlich sein wird, ob er leicht übertragbar sein wird, alles unbekannt.

Und ob es dann eine Impfung geben wird, ob diese zu einer sterilen Immunität führen kann, ob es eine Prophylaxe geben wird und ob ggf. Masken oder Desinfektionsmittel helfen können, die Infektionswahrscheinlichkeit zu verringern, weiß man auch nicht.

Doch abghängig davon werden die Menschen entweder mehr Angst vor dem Erreger habe, oder vor der Impfung, und werden einfach weitermachen wollen wie bisher, oder sich zuhause verstecken wollen.

Entsprechend kann man heute nur abstrakte Vorkehrungen für die Zukunft treffen.

Ich würde vorschlagen, dass bei einer weiteren Epidemie oder Pandemie keine „Lockdowns“ verhängt werden, sondern vielmehr nur die Anwesenheitspflicht am Arbeitsplatz oder in der Schule aufgehoben wird. Dann kann jeder selbst entscheiden, ob er die Krankheit für wenig gefährlich hält und eine Infektion hinnimmt, oder ob er sich zuhause verstecken und auf eine Impfung oder Therapiemöglichkeit warten will. Bei Corona hatte sich relativ schnell herausgestellt, dass Kinder eigentlich kaum gefährdet waren, entsprechend waren die Schulschließungen wahrscheinlich eher unnötig. Besser hätte man bei einer Infektion von Kindern die Großeltern isoliert, bis die Kinder wieder negativ waren. Schwieriger ist es natürlich mit den Pflegekräften, und dafür fällt mir auch für die Zukunft keine Lösung ein, es sei denn, wir ersetzen Pflegekräfte durch Roboter, oder Pflegekräfte bekommen ABC-Schutzanzüge.

Trans-Frauen und Mis-Gendering: Rechtsanspruch auf Mitspielen der Masse?

Es wird aktuell diskutiert, ob das Transsexuellengesetz in einer Weise geändert werden soll, dass es unter Strafe gestellt würde, das biologische Geschlecht einer Transperson bei Geburt zu nennen oder die auf das Geburtsgeschlecht bezogenen Pronomina für diese zu verwenden.

Ich sehe hier folgendes Problem: Menschen erkennen das biologische Geschlecht anderer Menschen unterbewusst und sehr zuverlässig. So sehr ich den Wunsch der wenigen Transpersonen in unserer Gesellschaft verstehen kann, ihre Wahrnehmung ihres Geschlechts durch die Gesellschaft bestätigt zu sehen, so wenig bin ich der Meinung, dass man diesen Wunsch durch einen Rechtsanspruch erfüllen sollte, der alle Menschen unter Strafandrohung zwingt, ihre zutreffende unterbewusste Wahrnehmung des biologischen Geschlechts der Transperson zu verleugnen und bei deren — meiner Meinung nach — Selbsttäuschung mitzuspielen.

Es wäre psychologisch ungesund, Menschen dazu zu zwingen, zu schauspielern und ihrer eigenen Wahrnehmung zuwider zu handeln, es würde mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht funktionieren (weil man unterbewusste Prozesse nicht einfach bewusst aufhalten kann), und es wäre kafkaesk.

 

Parroting ideological nonsense or: The crypto world needs more women

On the website of the — maybe in the 80ies? — renowned company Forbes, there’s an interesting article:

The crypto wolrd needs more women

The article contains the usual „woke“ claims: More women will increase diversity, make the products better, the company and the industry more successful, and so on.

But this time, I think, it’s quite obvious that the author is just parroting ideological nonsense, because:

In my opinion, crypto currencies are a fraud. Crypto may be a playing field for adventurers, and people may have put lots of money into „crypto coins“, but it’s very possible that this is just the tulip mania of our time and the market will ultimately collapse completely.
Either because people will finally stop believing that digital tokens are worth money, or because of shortcomings of the „currencies“ (like, high effort for confirming a transaction, slow processing times, high energy costs), because of hacks undermining the trust into the fungibility of the tokens, or maybe because of deflation (people losing keys for coins).

So in my honest opionion, crypto currencies are NOT an „industry“ with great chances. It’s not unfair that fewer women have invested in crypto coins than men, I’d rather assume that it shows that women are less easy to dazzle with nonsensical techno-babble than men. With less women as CEOs of crypto enterprises, we’ll probably later see less women in jail. Less women will become super rich because idiots gave them money, but also, less women will lose all their money and commit suicide. That’s also not unfair.

Also, crypto currencies are no products you can change permanently. There is no way how gender specific experiences could be applied to the algorithms, the math, or the trading of a crypto currency. You cannot give crypto coins gender-specific packaging or something, you could just adapt the strategy of your crypto fraud in a way that you can better con also women.
So all the talk about „we need more women in the crypto world“, in my opinion, exposes itself as pure parroting of ideological woke feminist talking points, which the author does unaware of the utter absurdity of her presentation.

Leopard 2 Panzer bzw. mehr Waffen für die Ukraine, oder eine russische Grenze zu Polen

Es gibt im Ukraine Krieg viele mögliche Ausgänge. Die zwei Extremfälle wären:

  1. Russland wird auf sein Territorium zurückgedrängt, die Krim wird befreit
  2. Russland überrennt die Ukraine, und bekommt eine Grenze zu Polen

Da die zweite Option in Polen weniger gut ankommen würde — dort hat man schlechte Erfahrungen damit, zwischen Deutschland und Russland eingeklemmt zu sein — muss es das Ziel deutscher Außenpolitik sein, diese zu verhindern.
Und wenn der Krieg schnell enden soll, ohne hunderttausende weitere Tote, Opfer von russischer Armee, Wagner-Soldateska und als Kanonenfutter rekrutierten drogensüchtigen Gewaltverbrechern, dann muss die Ukraine den Krieg so schnell wie möglich für sich entscheiden, so dass auch Putin die Niederlage nicht weiter leugnen kann.

Entsprechend ist es meiner Meinung nach das Gebot der Stunde, jetzt sofort alle denkbaren Waffen in die Ukraine hineinzupumpen, um eine Entscheidung im Sinne eines Sieges der Ukraine herbeizuführen, weil sonst ein jahrelanger Krieg droht, der dann ein vielfaches an Todesopfern und natürlich auch Geld kosten wird; mit einer Ukraine, die dauerhaft auf Unterstützung angewiesen ist, auch weil sie ihre Industriegebiete im Osten nicht nutzen und ihr Getreide nicht exportieren kann, und einem Russland, dass als Handelspartner nicht zur Verfügung steht.

Nur eine Niederlage Russlands auf breiter Front kann die Ära Putin vorzeitig beenden, und bevor die Ära Putin endet, wird der Krieg nicht vorbei sein.

Was ist das für eine Zivilgesellschaft, die herbeigefördert werden muss?

Gerade hörte ich einen Beitrag im Deutschlandfunk, dann in Chemnitz vom Ministerium für alle außer Männer geförderte Initiativen versuchen, den dortigen rechten Demonstrationen (gegen „Coronadiktatur“, für Weltfrieden und Putin…) etwas entgegenzusetzen.

Das ist natürlich ein ehrenwertes Unterfangen, führt aber zu der Frage: Gibt es soetwas wie eine „Zivilgesellschaft“ überhaupt (noch), wenn es anscheinend hohe Euro-Beträge braucht, um Einrichtungen und Personal zu bezahlen, die dann eine Art Fake-Graswurzel-Bewegung anschieben sollen, um die Wahnwichtel und Rechtsextremisten PR-technisch zu bekämpfen? Hat es die Zivilgesellschaft je gegeben, und falls ja, woran liegt es, dass sie sich dem Anschein nach soweit aufgelöst hat, dass man sie jetzt öffentlich gefördert hochpäppeln muss? Wie könnte man die Bindungen zwischen den Menschen vielleicht noch fördern, ohne Methoden anzuwenden, die an Astroturfing grenzen?

Wenn Du den Frieden willst, rüste für den Krieg

Medien berichten, im Krieg Russlands gegen die Ukraine gehe der Ukraine langsam die Artillerie-Munition aus.
Und europäische Fabriken könnten in Wochen nicht soviel Munition produzieren, wie die Ukraine pro Tag verschieße.

Teilweise liegt das wohl daran, dass außerhalb Russlands kaum eine Fabrik die Sowjet-Kaliber-Munition produziert.
Aber auch bei westlicher Artillerie sieht es anscheinend kaum besser aus.

Dass die Bundeswehr in den letzten Jahren keine oder kaum Munition gekauft hat, ist bekannt. Und dass die Grünen gerne Rüstungsexporte verbieten, auch.

In der Marktwirtschaft ist das problematisch: Wo es keine Nachfrage gibt, bricht auch das Angebot weg. Fabriken sind nicht mehr profitabel und werden geschlossen und abgebaut.

Ich hoffe, die Bundesregierung, vor allem auch die Grünen und die SPD, verstehen wenigstens jetzt, dass eine funktionierende Rüstungsindustrie im Zweifel eine wichtige strategische Ressource ist, und dass es ein schwerer Fehler war, diese Industrie aus gutgläubigem Pazifismus heraus immer weiter zu schrumpfen. Das Konzept, die Welt friedlicher zu machen, indem Deutschland weniger Waffen exportiert, ist erkennbar gescheitert.

Der Ukraine-Krieg zeigt vielmehr, dass im Zweifel nur Waffen verhindern können, dass aggressive und menschenfeindliche Regime sich die Welt unter den Nagel reißen. Hätte man früher mehr Waffen exportiert, wäre es vielleicht gar nicht so weit gekommen, Russland hätte sich nicht so sicher gefühlt, gewinnen zu können.

Kein Land wird weniger aufrüsten, nur weil es Waffen statt in Deutschland in China kaufen muss; und eine Welt, in der nachher nur noch China Waffen hat, und Europa nicht einmal mehr Munition für eine halbe Woche, wäre nicht mehr lange eine demokratische und freiheitliche Welt.