Das Versagen der Grünen Jugend

Der „Fall“ Sarah Lee Heinrich zeigt: Für die Grüne Jugend, die sich selbst als sehr modern und digital sieht (obwohl ihre Mutter, die Grünen, das Internet nach Kräften bekämpft haben), ist das Internet immer noch #Neuland.
Sonst hätte man möglicherweise die Kandidaten für die Wahl zum Bundessprecher darauf vorbereitet, dass sie nach der Wahl in der Öffentlichkeit stehen werden, und dass dann politische Gegner in ihren „Social“-Media-Profilen nach Dingen suchen werden, die man gegen sie verwenden kann.

Sarah Lee Heinrich hat in ihrem Twitter-Feed einige Dinge geschrieben, die man ohne Zweifel sehr gut als alterstypisches Geschwätz grüner Jugendlicher abtun könnte. Aber als Sprecherin, deren politische Statements teilweise thematisch mit diesem Geschwätz in Verbindung stehen oder gebracht werden können, täte man natürlich gut daran, diese Jugendsünden vor seiner Wahl zu beseitigen oder zumindest eine Strategie zu entwickeln, wie man damit umgehen will.

Weder Frau Heinrich noch die Grüne Jugend scheinen hier vorgesorgt zu haben. Offensichtlich gibt es kein Bewusstsein dafür, wie das Internet funktioniert, wie steigende Aufmerksamkeit, und Aufmerksamkeit von außerhalb der eigenen, wohlwollenden Bubble, sich auswirken können. Man kann nur hoffen, dass die Jugendorganisationen Prozesse einführen, um ihre Spitzenleute in Zukunft besser zu schützen. Wobei natürlich der beste Schutz wäre, unter einem mit dem eigenen Namen assoziierten Account nicht allzuviel Blödsinn zu schreiben. Aber auch das hat den Leuten bei der Grünen Jugend wohl niemand beigebracht.

Die Ampelkoalition kommt.

Nach der Bundestagswahl 2021 gibt es drei mögliche Koalitionen:

  1. GroKo
  2. Schwarze Ampel / Jamaika
  3. Ampel

Die GroKo wäre potenziell tödlich für die gerade wundersamerweise wieder erstarkte SPD, also ist sie ausgeschlossen.
Jamaika können die Grünen nicht bringen, weil die SPD mehr Stimmen hat als die Union. Auf der man ja auch stärker herumgehackt hat.

Über den Spruch „Lieber nicht regieren als falsch regieren.“ von Christian Lindner hat man sich indes bei allen Parteien so lange und intensiv lustig gemacht, dass jetzt eine Verweigerung einer Regierungsbeteiligung für SPD und Grüne faktisch ebenfalls ausgeschlossen ist. Schon allein wegen des angeblichen Klimanotstands können die Grünen kaum in die Opposition gehen.
Die Grünen sind also quasi zur Ampel verurteilt, ebenso wie die SPD als größte Fraktion.

Somit hat meiner Ansicht nach die FDP alle Trümpfe in der Hand. Gegen die FDP kann es nur Koalitionen geben, die ihre Gegner zerstören würden.
Entsprechend sollte die FDP jetzt in der Lage sein, einiges rauszuverhandeln.
Vielleicht werden die Grünen länger brauchen, die Basis dazu zu bringen, der Ampel zuzustimmen; aber am Ende wird sie kommen.

Tempolimit von 130 für alle, außer mit Zusatzqualifikation?

Warum müssen wir die Diskussion um ein Tempolimit auf der Autobahn so eindimensional führen – mit Ja oder Nein zum Tempolimit für alle als einzigen Alternativen.
Wenn es um CO² geht, dann zahlt ja jeder bereits über Steuern und CO²-Bepreisung für das Schnell-Fahren.
Wenn es um Sicherheit geht, dann sollte man alle Autobahnen drei- oder noch-mehr-spurig ausbauen, und möglicherweise ein hohes Tempo nur denjenigen erlauben, die sich regelmäßig bezüglich ihrer Eignung für schnelles Fahren untersuchen lassen.
Warum nicht eine Art medizinische-psychologische Untersuchung für die Eignung für schnelles Fahren einführen, statt ein generelles Tempolimit einzuführen?

Annalena Baerbock reproduziert das N-Wort

In einem Interview soll Annalena Baerbock das N-Wort1 reproduziert haben.
In grünen Kreisen gilt sowas üblicherweise als absolutes No-Go, als das Gegenteil von Awareness, als unzerzeihliche rassistische Entgleisung.

Eigenartigerweise wurde Annalena Baerbock bisher dennoch nicht zum Rücktritt als Kanzlerkandidatin und Parteichefin gezwungen.

Da fragt man sich schon, ob für Annalena Baerbock als weiße biodeutsche Kartoffelfrau andere Regeln gelten (sollen) als für alle anderen Menschen, vielleicht weil sie Spitzenkandidatin der Grünen ist.
Zwar hat sie „sich entschuldigt“, aber dass People of Color diese Entschuldigung angenommen oder erklärt hätten, dass es ja gar nicht so schlimm sei und man natürlich gerne eine Kanzlerin hätte, der hin und wieder mal das N-Wort rausrutscht, ist nicht bekannt.

Es ist auch eher unwahrscheinlich, dass das N-Wort als weniger beleidigend und herabsetzend empfunden wird, wenn die 40-jährige weiße Frau, die es sagt, Annalena Baerbock ist, deren grüne Partei sich trotz allem Gerede bezüglich Diversität eine quasi rein-weiße Bundestagsfraktion leistet.

Aber anscheinend ist es für die meisten (weißen) Grünen vollkommen okay, wenn die (weiße) grüne Partei ihre weiße Kanzlerkandidatin von jedem Rassismus-Vorwurf freispricht, ohne vorher die Betroffenen zu fragen.

Der Zweck, eine Hochstaplerin und Schummlerin als Kanzlerin Deutschlands zu installieren heiligt anscheinend alle Mittel, da sollen sich die N-Wort mal nicht so haben! (Sarkasmus).

Es bleibt festzustellen, dass konsequenter Antirassismus den Grünen nur so lange wichtig ist, wie er den Grünen nützt. Stellt er ein Problem auf dem Weg einer weißen Frau zur Macht da, ist Konsequenz im Antirassismus gar nicht mehr so wichtig. Da sind dann Dinge, die sonst ausreichen würden, um den Stab über jemandem zu brechen, plötzlich Lappalien. N-Wort sagen, passiert schon mal, was soll’s…

Alle PoC in Deutschland sollten sich deshalb fragen, ob die Grünen wirklich gute Allies sind. Oder ob PoC für die Grünen nicht doch eher nur nutzliche Idioten sind, die gerne helfen können, noch mehr weiße Frauen in den Bundestag zu bringen, aber gute Miene zum bösen Spiel zu machen haben, wenn sich die grüne Kandidatin sich wieder einmal um Kopf und Kragen plappert.

  1. 5 Buchstaben, mit -er []

CO²-Abgabe für Überweisungen – Energie-ineffiziente Krypto-Währungen besteuern

Reguläre Überweisungen werden über Zentralbanken abgewickelt und verbrauchen nicht sehr viel CO².
Aber manche Kryptowährungen brauchen Signaturen von mindestens 2/3 aller am dezentralen Netzwerkbeteiligten Rechner für jede Überweisung.
Erfinden wir doch einfach eine CO²-Abgabe für Überweisungen. Wer dann Bitcoins überweist, egal wie wenige, müsste darauf CO²-Abgabe zahlen. Vielleicht mit einem Aufschlag für die CO²-Kosten des Minings. Natürlich fair für alle Währungen gleichermaßen, nur könnte man die Mining-Kosten beim Zentralbankgeld mit 0 ansetzen, und bei Krypto-Währungen mit „Proof of Stake“ sehr gering.

Auf diese Weise könnte man die irre und umweltschädliche Cryptowährungs-Blase der Energieverschwender-Währungen hoffentlich endlich zum Platzen bringen und verhindern, dass skrupellose Spekulanten weiter 110 Terrawattstunden im Jahr (ca. der Energieverbrauch von Schweden) für eigentlich sinnlose Berechnungen aufwenden, um letztendlich andere abzuzocken, die echtes Geld in Träume eines ewigen Krypto-Bullenmarktes investieren.

Wie wäre es mit Flutwarnungen und Gegenmaßnahmen Jahre bevor etwas passiert?

Offensichtlich sind in NRW und BW Häuser an Stellen gebaut worden, wo Überflutungsgefahr bestand und keine geeigneten Maßnamen getroffen wurden, um eine mögliche Flut abzuwenden.
Entsprechend sollte es einfach möglich sein, eine Karte zu erstellen mit Wahrscheinlichkeiten, wie häufig welche Höhe von Überflutung zu erwarten ist.

Zumindest der Versicherungswirtschaft scheint dies möglich zu sein, entsprechend sollten auch offizielle Stellen dazu in der Lage sein.

Dann könnte jeder auf einem OSM-Overlay sehen, ob sein Haus auf sicherem Gebiet steht, oder ob er in 5, 10 oder 30 Jahren mit einem vollen Keller, einem überfluteten Erdgeschoss, oder einem überschwemmten Dachboden (bzw. Totalschaden) rechnen muss.

Dass jetzt diskutiert wird, ob Warnsysteme richtig funktioniert haben, ist verständlich, aber auch einigermaßen kurzsichtig und hilflos.
Darauf, dass Bauplätze in Flussauen und auf dem Gebiet von Altwassern auszuweisen eine extrem dumme Idee war, sollte man sich einigen können. Entsprechend sollte man jetzt damit beginnen, solche Gebiete entweder zu sichern, oder die Betroffenen umzusiedeln.

Das wird natürlich teuer, aber Fehler kosten eben, und da wir in einer Welt leben, in der Schulden nichts kosten, und wo wir Milliarden für alles mögliche haben, sollte es möglich sein, auch das zu bezahlen.

Baerbocks graue Haare

Man könnte annehmen, dass Annalena Baerbock ob ihrer Probleme im Wahlkampf graue Haare wachsen könnten. Interessanterweise zeigen alte Bilder sie jedoch bereits 2012 mit grauen Haaren.

Bild von Annalena Baerbock mit grauen und rötlichen Haaren

Heinrich-Böll-Stiftung / Lizenz: CC-by-SA 2.0

Seitdem scheint sich Frau Baerbock optisch mit neuer Frisur, Kontaktlinsen und dunkler Haarfarbe etwas aufgemöbelt zu haben, und bei aller Ablehnung von Frau Baerbock als Kandidatin für das Amt des Kanzlers der Bundesrepublik Deutschland ist das natürlich vollkommen legitim.

Allerdings lässt es doch etwas an der Partei „Die Grünen“ zweifeln, dass Frau Baerbock die Notwendigkeit empfindet, sich als „junge, frische, moderne Frau“ zu inszenieren. Hat es nicht Angela Merkel bei der vermeintlich rückständigeren und frauenfeindlichen Union ganz ohne Styling ins Kabinett und dann auch mit eher wenig Styling-Aufwand zur Kanzlerin gebracht?

Darum wundere ich mich, dass bei den Grünen bisher niemand Baerbock des „Grey-Hair-Shaming“s bezichtigt hat. Haarfarbe, das weiß man spätestens seit Birgit Schrowange ihr „Coming out“ als Grauhaarige hatte, ist politisch. Wie kann gerade die Frontfrau der Grünen Kundin des kosmetisch-industriellen Komplexes sein, der Millionen Frauen in Deutschland durch Schönheits- und Jugendideale zur Anwendung umweltschädlicher, in Tierversuchen erprobter, gefährlicher chemischer Mittel zwingt?

Die Frage lautet also: Sollte eine glaubwürdige grüne Kandidatin nicht zu ihren grauen Haaren stehen? Sollte eine grüne Kanzlerin nicht ein Vorbild sein für alle Frauen, statt hinter das Beispiel der CDU-Kanzlerin zurückzufallen?

Natürlich darf Frau Baerbock ihre Haare färben wie sie will und meinetwegen auch versuchen, wie 20 auszusehen, und natürlich ist es auch unfair, dass man auch über Frau Baerbocks graue Haare redet, und nicht nur über die angeblichen von Herrn Schröder, aber egal wie oft man das Narrativ wiederholt, dass Frau Baerbock nur abgelehnt werde, weil sie eine Frau sei: Bei Baerbock reiht sich die Typänderung nach 2012 mit Haarefärben in die lange Reihe von Baerbocks kleinen und großen Schummeleien ein, klüger, gebildeter, erfahrener und jetzt eben auch noch jünger zu wirken, als sie in Wirklichkeit ist.

ACAB vs. Babyhitler oder: Warum traut niemand Baerbock zu, was Kurz macht?

Mich wundert, das bisher in der Debatte um die Kanzlerkandidatur von Annalena Charlotte Alma Baerbock, aka. ACAB, niemand auf die idee gekommen ist, einen Vergleich zum Kanzler von Österreich, Sebastian Kurz (kürzlich vom Satiriker Sonneborn als Baby-Hitler verunglimpft), anzustellen.

Baerbock ist 1980 geboren, Kurz 1986. Warum also sollte Baerbock „zu jung“ sein? Müsste dieser Altersunterschied nicht Aufhänger für alle Feministinnen sein, wieder das Patriarchat am Werke zu sehen bei der „Kampagne“ gegen Baerbock? Weil ja junge weiße Männer ganz ähnliche Posten bekommen, die man Baerbock nicht zutraut?
Nun, wenn man die Lebensläufe der beiden ansieht, dann sieht man, dass Sebastian Kurz vor seiner Karriere in verschiedenen Ämtern bereits Bundesvorsitzender der „Jungen Volkspartei“ war. Er hat sich also in der Partei bereits in sehr jungen Jahren hochgekämpft. Was Annalena Baerbock als Frau bei den Grünen nie musste.
Sebastian Kurz war anschließend im Rahmen einer Blitzkarriere Mitglied des Wiener Gemeinde- und Landrats, dann Staatssekretär und schließlich Bundesminister, bevor er Bundeskanzler von Österreich werden konnte.

Und das ist wahrscheinlich der Grund, warum niemand Baerbock mit Kurz vergleicht – weil Baerbock schlecht aussehen würde. Kurz ist offensichtlich ein „political animal“, ein guter Redner, charismatisch, durchsetzungsfähig, der sich in den Funktionen, die er innehatte, jeweils schnell für höheres empfohlen hat.
Baerbock hingegen hat eine schlechte rednerische Begabung und keine Erfahrung in öffentlichen Ämtern. Alle ihre Karriereschritte scheinen auf Frauenförderung und Vitamin B zu basieren. Zudem hat sie sich als Abschreiberin unmöglich gemacht, und ist jetzt mit dem Verdacht konfrontiert, ihr Promotions-Stipendium zu Unrecht bekommen zu haben. Warum sollte irgendwer dieser Frau zutrauen, Deutschland zu führen?

Ist Annalena Baerbock Opfer ihres Umfelds? Wurde sie gut beraten?

Man kann die Baerbock-Geschichte auch anders sehen als als Geschichte einer Karrieristin, deren Lügengebäude unter dem Blick der kritischen Öffentlichkeit zusammenbricht: Was, wenn Annalena Baerbock tatsächlich ein Opfer ihres Umfeld ist, dass ihr seit 2004 erzählt, sie sei hochqualifiziert und auserwählt, es in höchste Kreise und Ämter zu schaffen? Lebt sie möglicherweise in ihrer eigenen Echokammer, und es hat ihr niemand gesagt, dass Politik außerhalb des grünen Safe-Space ein Hauen und Stechen ist? Dass die Union die Kanzlerschaft mit wirklich allen Mitteln verteidigen wird? Dass ihr Lebenslauf Schwächen hat, und dass das Ausrufen der Kanzlerkandidatur (was ja, wenn man ehrlich ist, vollkommen unnötig war; zum Kanzler gewählt wird üblicherweise der Spitzenkandidat der stärksten Bundestagsfraktion, egal, ob er sich vorher Kanzlerkandidat genannt hat, oder nicht) den Fokus auf sie lenken würde, und auf ihre möglicherweise doch etwas dünne Qualifikation?

Jeder Kandidat schon für einen Stadtratsposten muss sich vor der Kandidatur gut überlegen, was ggf. auf ihn zukommen könnte. Üblicherweise wird er von Parteifreunden auch auf die möglichen negativen Folgen einer Kandiatur hingewiesen.

Und wer Kanzler von Deutschland werden will, sollte sich entsprechend ganz genau überlegen, was für oder gegen ihn spricht, welche Leichen er ggf. im Keller hat, und sich gut beraten lassen, von Menschen, die ganz offen all die Dinge ansprechen, die passieren könnten, die der politische Gegner nutzen könnte, um ihn zu diskreditieren.

Hat Baerbock wirklich geglaubt, dass sie über den Dingen steht und dass sie ohne extrem kritische Durchleuchtung ihrer Person ins Kanzleramt kommt? Natürlich, die Doktorarbeit von Helmut Kohl soll auch eher bescheiden gewesen sein, und Joschka Fischer hatte auch kaum formale Bildung; aber immerhin hat er anscheinend tatsächlich versucht, die Arbeiter der Opel AG zur Revolution anzustacheln, und sich auch sonst engagiert, charismatisch und durchaus kenntnisreich gezeigt; leider Dinge, die Baerbock aktuell eher abgehen.

Gibt es vielleicht, wie der Blogger Hadmut Danisch spekuliert, grüne Seilschaften, die mit Hilfe der Böll-Stiftung grünen Nachwuchsparteikadern Geldmittel und wichtige Titel verschaffen und diese in höchste Ämter zu bringen versuchen? Dann wäre es möglich, dass Annalena Baerbock ein Produkt dieser grünen Parteikaderschmiede ist, und von dieser Förderorganisation zur Kandidatur getrieben worden ist, bevor sie tatsächlich dafür bereit war.
Oder aber, Baerbock war so erfolgsverwöhnt und überzeugt davon, dass sie mit ihrer üblichen Art schon irgendwie durchkommen werde, dass sie selbst ihren Hut in den Ring geworfen hat. Dann wäre eine spannende Frage, ob ihr Umfeld sie richtig beraten hat, oder ob es sie vielleicht gar nicht mehr richtig erreicht hat, kurz, woran es liegt, dass sie ohne großartige Qualifikation, aber mit einem zusammenkopierten Buch in den Wahlkampf gegangen ist.
Angeblich soll es ja einen Machtkampf gegeben haben zwischen Baerbock und Habeck. Falls das der Fall gewesen sein sollte, fragt man sich, was in aller Welt bei den Grünen intern falsch gelaufen ist, dass eine rhetorisch mäßige Blenderin fast ohne wirklich relevante Erfahrung gegen jemanden wie Robert Habeck gewinnen konnte. Lag es wirklich vor allem daran, dass man für den „politischen Neuanfang“ mit einer „jungen Frau“ ins Rennen gehen wollte? Wenn dem so gewesen sein sollte, dürfte damit wohl bewiesen sein, dass Ageismus und Sexismus auch den Bestmeinendsten früher oder später auf die Füße fallen.

Wahrscheinlich werden wir das in ein paar Jahren wissen, wenn Baerbock oder jemand aus ihrem Umfeld auspacken wird, wie sich die Kanzlerkandiatur der Annalena Baerbock tatsächlich ergeben hat.

Die Kaiserin Baerbock hat zwar Kleider. Aber weder politisches Gespür noch Qualifikation.

Die Grünen können einem fast leid tun. Sie haben das Mega-Thema Klimawandel, — auch wenn es ein wenig widersprüchlich ist, dass man angesichts der Weltuntergangsgefahr durch den Klimawandel weiterhin die vergleichsweise nur lokal begrenzt gefährliche Kernkraft abschaffen will — aber können es im Bundestagswahlkampf 2021 nicht richtig nutzen, weil sie sich die Kandidation Baerbock aufgehalst haben.

Diese hat zwar schöne Kleider und Veggie-Lederjacken, aber leider keinen richtigen Hochschulabschluss. Sie hat einen englischen (Angeber-?)Master-Titel, bei dem aktuell nur gerade in Frage steht, ob sie diesen nur mit Vordiplom überhaupt hätte machen dürfen. Und die Arbeit, mit der sie den Titel erarbeitet haben will, will sie nicht herausgeben.
Da aktuell ihr Buch von einem Plagiats-Jäger zerlegt wird, besteht nun der Verdacht, dass auch ihre Masterarbeit zusammenkopiert sein könnte.

Dann hätte sie lediglich ein Vordiplom im Politiker-Mode-Studienfach Politikwissenschaften vorzuweisen, und natürlich ihre „Parteikarriere“ bei den Grünen. Dort konnte sie nach nur vier Jahren Parteizugehörigkeit bereits 2009 Landesvorsitzende von Brandenburg und Mitglied im Vorstand der europäischen Grünen werden. Wer jemals Mitglied in einer Partei war weiß, dass so eine Blitzkarriere mit Überspringen von Kreis-, Bezirks- und Landes-Ebene eigentlich vollkommen unmöglich ist.

Die Idee, dass vielleicht ihr Mann, den sie 2007 geheiratet hat, ein wenig nachgeholfen haben könnte, dass vielleicht die Frauenquote eine Rolle gespielt haben könnte, dass vielleicht grüne feministische Seilschaften ihre Finger im Spiel gehabt haben könnten, liegt daher nahe.

Nun ist Baerbock Kanzlerkandidatin, aber sie hat leider bei den Grünen keine Fähigkeiten erworben, die sie in irgendeiner Weise für das Amt qualifizieren würden. Sie kann nicht reden. Sie kann nicht mit Geld umgehen. Sie hat keine Ahnung von den Themen, über die sie spricht. Und anscheinend kann sie auch keine originären politischen Ideen formulieren, jedenfalls scheint das Buch mit „ihren“ Ideen in weiten Teilen aus zusammenkopierten Textschnipseln von tatsächlich intellektuell begabten Menschen zu bestehen.

Sie ist, so macht es aktuell den Eindruck, der Prototyp der Niete in Nadelstreifen bzw. Kleid und Lederjacke, eine Person, die sich von ihren Privilegien als Bildungsbürgertochter und Frau hat ganz nach oben spülen lassen. Die jetzt erstaunt feststellen muss, dass die Mehrzahl der Menschen doch eher an das Prinzip der Meritokratie glaubt, als daran, dass Frauen auch ohne Qualifikation ein Land steuern dürfen sollten.

Die Grünen sollten die Reißleine ziehen. Es ist vorbei. Hätte Baerbock ein Minimum an politischem Verstand, würde es ihr tatsächlich um die Sache und nicht nur um sich selbst gehen, würde sie als Kandidatin zurücktreten und jemand anderem die Kandidatur überlassen.