Archiv der Kategorie: Politik

Reden, die niemand hält: Wohin mit dem Atommüll?

Ein Beitrag aus der Serie „Reden, die niemand hält“

Sehr geehrte Damen und Herren, Herr Präsident!

In zwei Jahren wird nach 62 Jahren die Nutzung der Kernenergie in Deutschland zu Ende gehen. Den Atommüll aber werden wir noch eine Million Jahre lang endlagern müssen.

Wenn das pro Jahr nur 1 Mio. Euro kosten sollte, wird das also insgesamt eine Billion Euro kosten. Realistischer sind wahrscheinlich mehrere hundert Billionen Euro, denn wahrscheinlich wird man das Endlager alle 1000 Jahre neu bauen müssen. Tausend mal.

Meine sehr geehrten Damen und Herren — das ist vollkommen verrückt. Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geerbt, heißt es — sollen wir ihnen jetzt für 62 Jahre Kernenergie-Nutzung wirklich eine Million Jahre lang eine tickende Zeitbombe hinterlassen? Nein!

Wir müssen die Verantwortung übernehmen. Wenn wir schon zu feige sind, in Deutschland ein Kernkraftwerk der vierten Generation zu bauen, dass aus dem Atommüll noch CO²-freie Energie gewinnen und den Atommüll in weniger gefährliche Elemente verwandeln könnte, die man dann nur noch 10.000 Jahre endlagern müsse, dann sollten wir wenigstens etwas Geld in Hand nehmen und einem anderen Land den Bau so eines Kraftwerks ermöglichen. Mit kostenloser Versorgung mit unserem Atommüll als Brennstoff. Oder wir bauen es auf Helgoland oder meinetwegen auch ein schwimmendes Kernkraftwerk auf einer Insel aus Beton mitten im Atlantik. Mit der Summe von hunderten Billionen Euro für die Endlagerung für eine Million Jahre im Hinterkopf kann eigentlich kein Aufwand zu groß sein, der hilft, dieses Ei, dass unsere Vorfahren den kommenden Generationen gelegt haben, diese Zeitbombe, zu entschärfen.

Ich appeliere an ihre Vernunft und an ihr Verantwortungsgefühl. Wir haben das Kernzeitalter nicht eingeläutet, aber wir sind jetzt dafür verantwortlich, dieses ohne hunderttausende Jahre lange Nachwirkungen zu Ende zu bringen und den Müll dieser kurzen Party mit Anstand und vor allem nachhaltig und gründlich zu beseitigen. Man kann Probleme verstecken und Atommüll vergraben, aber damit löst man die Probleme nicht.
Wenn es heute ein Chance gibt, den Atommüll loszuwerden und daraus auch noch CO²-frei Energie zu gewinnen, müssen wir sie nutzen. Denn die Gefahr durch den Atommüll und den Klimawandel ist zusammen viel größer als die nur hypothetische Gefahr, dass es in einem Reaktor der vierten Generation zu einem GAU kommt.
Stimmen Sie zu, geben Sie den Weg frei, die Beseitigung des Atommülls jetzt in Angriff zu nehmen anstatt die Augen zu verschließen und sich durch Unterlassung effektiver Maßnahmen schuldig zu machen.
Stimmen Sie für den Bau von Kernreaktoren der vierten Generation zur Beseitigung des Atommülls in Deutschland oder irgendwo, wo man dazu bereit ist, an die Zukunft zu denken und dafür auch Verantwortung zu übernehmen.

Vielen Dank!

Das Paradox der Gleichstellungspolitik

Nehmen wir als Gedankenexperiment einmal an, die Menschen, Männer, Frauen, alle anderen Gruppe, seien tatsächlich gleich.
Gleich klug, gleich ehrgeizig, gleich gewissenhaft oder gewissenlos, gleich fürsorglich und gleich rücksichtslos, etc. pp..

Dann gäbe es im Prinzip keinen Grund für Gleichstellungspolitik, denn wir hätten hier ein Nullsummenspiel. Wir könnten Frauen gegen Männer austauschen oder Schwarze gegen Weiße oder Kleine gegen Große, aber im Endeffekt würde sich überhaupt nichts ändern. Gefördert würde nur die Betonung der eigentlich irrelevanten Unterschiede beim Versuch, künstlich alle Positionen irgendwie nach letzten Endes rassistischen Kriterien gleich zu verteilen. Es wäre also am sogar Ende schädlich, so zu verfahren.

Wenn es aber relevante Unterschiede gäbe… wäre Gleichstellungspolitik wahrscheinlich ebenso schädlich. Denn dann müsste man ja, um die Gleichverteilung nach äußeren Merkmalen hinzubekommen, möglicherweise höherqualifizierte Personen durch geringerqualifizierte ersetzen. Man müsste z.B. die Hälfte aller fürsorglichen Erzieherinnen durch sorglose Erzieher ersetzen, oder die Hälfte aller kampfkräftigen SEK-Beamten durch weniger durchschlagskräftige SEK-Beamtinnen, oder die Hälfte aller schwarzen Basketballspieler zu Eishockeyspielern machen und die Hälfte aller weißen Eishockeyspieler zu Basketballspielern. Und das mit dem Argument, dass die Unterschiede, aufgrund derer man diese Umgruppierungen vornimmt, eigentlich irrelevant seien.

Und jetzt frage ich mich: Ist das vielleicht völliger Unsinn? Ist der Kaiser möglicherweise nackt, und es sagt nur keiner?

Solingen, weibliche Verantwortlichkeit, Mental Load bzw. „toxische Mütterlichkeit“

Frauen erhalten für gleiche Verbrechen geringere Gefängnisstrafen, weil bei Frauen verstärkt Gründe gesucht werden, warum genau die Frau die Tat begangen haben könnte. Es wird als davon ausgegangen, dass Frauen für ihre Taten nur teilweise oder irgendwie „weniger“ verantwortlich sind. Bei Männern hingegen wird eher vorausgesetzt bzw. angenommen, dass Männer für ihre Taten selbst voll verantwortlich sind.

Feministinnen behaupten zwar, auch diese Ungleichbehandlung sei „Patriarchat“ und geben sicher auch vor, diese Ungleichbehandlung bekämpfen zu wollen, praktisch aber wird natürlich von Feministinnen überhaupt nichts getan, um hier für eine Gleichbehandlung von Frauen und Männern zu sorgen. Weder gibt es Maßnahmen, Strafmaße für Männer zu verringern, noch Bemühungen, Gerichtsverhandlungen ohne Berücksichtigung des Geschlechts der Angeklagten zu führen.

Dass Frauen als weniger verantwortlich gelten, zeigt sich wieder bei dem mehrfachen Kindermord in Solingen. Bezüglich des Motivs der Mutter heißt es: Die Ermittler vermuten, dass die alleinerziehende Mutter von sechs Kindern nach der Trennung von ihrem Mann die Tat in einem Zustand emotionaler Überforderung begangen hat.

Sprich: Die Mutter ist irgendwie nicht schuld daran, dass sie fünf Kinder auf komplizierte Weise getötet hat. Sie war ja überfordert! Ehe lief nicht so gut etc., da kann man ja schon mal auf die Idee kommen, die Kinder zu ermorden (Sarkasmus).

Tatsächlich scheint es so, als wäre die Mutter unfähig gewesen, sich Hilfe zu holen, unfähig gewesen, Verantwortung und Kontrolle abzugeben. Ich würde hier von einer Art „toxischer Mütterlichkeit“ sprechen, also der am Ende tödlichen Unfähigkeit, zu akzeptieren, dass sie ihre Rolle als Mutter nicht in der Art und Weise ausfüllen könnte, die ihren eigenen Ansprüchen gerecht geworden wäre.

Feminstinnen sprechen ja gerne von „mental load“ in Bezug auf die mentale Belastung, die es bedeutet, die häuslichen Dinge am Laufen zu halten, wenn es darum geht, Männer dafür verantwortlich zu machen, wenn Frauen sich selbst überfordern.

Aber „mental load“ stellt niemanden von der Verantwortung frei, die eigenen Grenzen zu erkennen und nötigenfalls Aufgaben, Verantwortung und Kontrolle abzugeben oder die Verteilung neu zu verhandlen — jedenfalls, bevor man anfängt, Menschen umzubringen.

Helikoptermütter sind selbst dafür verantwortlich, dass sie sich eine extreme „Mental Load“ aufbürden. Mütter, die ihre Kinder im SUV direkt vor die Schule fahren, sind selbst verantwortlich, dass sie ihren Kindern den Schulweg nicht zutrauen und gleichzeitg durch den erhöhten Verkehr die Kinder aller anderen Eltern gefährden.
Und Mütter, die sechs Kinder in die Welt setzen und dann mit der „mental load“ nicht klarkommen, sind nicht nur selbst verantwortlich dafür, sechs Kinder in die Welt gesetzt zu haben, sie sind auch für die resultierende „mental load“ verantwortlich und für die Art und Weise, wie sie damit umgegangen sind. Es gibt keine Entschuldigung dafür, ganz langsam, Kind für Kind, in die Überforderung gerutscht zu sein, seine Ehe ruiniert und dann die Kontrolle verloren zu haben.

Gleichberechtigung muss auch bedeuten, dass die gleichen Maßstäbe angelegt werden, wenn Frauen oder Männer Verbrechen begehen. Wir müssen aufhören, nach irgendwelchen Entschuldigungen oder hypothetischen besonderen Umständen und externen Ursachen zu suchen, wenn Frauen Verbrechen begehen. Frauen müssen genau wie Männer mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft werden, sonst wird es keine wirkliche Gleichberechtigung geben. Denn solange man Frauen nicht zumutet, genau so in der Verantwortung zu stehen wie Männer, wir man Ihnen auch nicht zutrauen, im gleichen Maß Verantwortung zu übernehmen wie Männer.

Warum gibt es weniger Frauen als Männer in der Politik?

Es scheint so zu sein, dass nicht nur weniger Frauen mit Politik anfangen, sondern Frauen auch eher mit der Politik wieder aufhören, während Männer — je nach Interpretation — entweder „durchziehen“ oder „an ihren Sesseln kleben“:

Kristina Schröder zieht sich aus der Bundespolitik zurück

Sahra Wagenknecht ist die Aussteigerin des Jahres

Hamburger FDP-Chefin Suding zieht sich aus der Politik zurück

Wenn dem so ist, wird es unmöglich sein, in der Politik Parität zu erreichen, auch wenn man Frauen irgendwie dazu bringen könnte, paritätisch politische Arbeit zu leisten — vielleicht mit einer Art Zwangsverpflichtung zu politischem Engagement, so wie Schöffen- oder Wehrdienst? — denn wenn Frauen sich schneller wieder aus der Politik verabschieden, auch bzw. vor allem wenn sie erfolgreich sind, dann werden Männer immer „überrepräsentiert“ sein1.

Da es so scheint, dass eine dauerhafte Teilnahme am Politikbetrieb gewisse „toxisch-männliche“ Nehmerqualitäten voraussetzt, während Frauen Politik eher als zeitlich begrenztes Projekt zu sehen scheinen, das nicht der einzige Lebensinhalt sein sollte, wird sich das auch mittel- und langfristig nicht ändern lassen, es sei denn, dem Feminismus gelingt es doch noch, die Geschlechtsunterschiede zu nivellieren, was ich aber für extrem unwahrscheinlich halte.

Entsprechend bliebe als letzte Möglichkeit eine Begrenzung der Amts- oder Wahlperioden für Männer, aber verfassungsrechtlich problematisch werden könnte.

Wie dem auch sei, die Paritäts-Forderungen radikaler Feministinnen werden uns sicher auch in Zukunft weiter gut unterhalten, wenn sie weiter — ironischerweise — an der Unwilligkeit von Frauen scheitern, sich dauerhaft in der Tretmühle Politik zu engagieren.

Da werden die Paritäts-Feministinnen vielleicht mal die Komfort-Zone ihrer öffentlich finanzierten politiknahen „NGO“s verlassen und sich selbst politisch engagieren müssen?

  1. Wobei ich mir die Idee, es müsse eine Gleichverteilung nach biologischem Geschlecht in der Politik geben, nicht zu eigen mache []

Frau Stokowski und die #Cancelculture

Wenn man das Werk eines Künstlers (oder die Aussagen eines Politikers) nicht mag und das äußert, dann ist das Kritik.
Wenn man dabei herabsetzend oder beleidigend vorgeht, nennt man das heute „Hetze“, früher Schmähkritik oder vielleicht Beleidigung.

Und wenn man behauptet oder impliziert, das Werk sei deshalb schlecht, weil der Künstler selbst schlecht sei, das schlechte oder falsche Werk sei also ein Abbild des „verdorbenen Charakters“ des Künstlers, die Kunst sei also aufgrund des „entarteten Charakters“ des Erschaffers so falsch, böse, schlecht etc. wie es eben sei, und wenn man deswegen dann versucht, den Künstler durch öffentlichen Druck, Hetze oder Gewalt an weiteren Werken zu hindern, bzw. die Grundlage seines Schaffens (Job, finanzielle Mittel, persönliches Image) zu zerstören, so dass er in Folge dessen keine weiteren „schlechten“ Werke erstellen kann oder nicht weiter wagt, dies zu tun und/oder die Werke zu veröffentlichen, dann spricht man (neuerdings) von „CancelCulture“.

Weil es nämlich dann nicht mehr um Kritik (am Werk) geht, sondern um den Aufbau von Druck im Sinne von psychischer und physischer Gewalt sowie um konkrete, schädigende Attacken im persönlichen Lebensbereich und im Beruf gegen den Künstler selbst.

Nur wenige Menschen können diesem Druck widerstehen.
Als in Deutschland vor längerer Zeit ein Kabarettist auftrat, saßen im Publikum zwei Männer und notierten alles, was er Kritisches sagte.
Der Kabarettist ging daraufhin ins Publikum und fragte die möglichen Angestellten einer staatlichen Polizeibehörde „Kommen Sie mit – oder soll ich mitkommen?“. Und kam damals damit durch. Heute würde er vielleicht von „Aktivisten“ verprügelt, so wie Werner Finck auch sehr gut hätte von der Gestapo verhaftet oder der SA gefoltert werden können.

Im Prinzip macht es keinen Unterschied, ob man Werner Finck nicht mag oder Lisa Eckhart (die noch dazu explizit eine Kunstfigur ist) oder Til Lindemann, und ob der Druck gegen einen Künstler von offiziellen Stellen oder von einem Internet-Mob ausgeht. Jeder Künstler sollte seine Kunst veröffentlichen dürfen, ohne deswegen Drohungen oder Gewalt ausgesetzt zu sein. Was nicht verboten ist, muss erlaubt sein, und (Meinungs-)“Freiheit ist das Recht zu sagen, was andere nicht hören wollen“ (Orwell). Wo sich mehrere Leute organisieren, um gemeinsam durch Vorwürfe und Drohungen einen Künstler zum Schweigen zu bringen, wo ein Boykott-Aufruf nicht nur die Forderung beihaltet, niemand solle sich das aktuelle Programm des Künstlers ansehen, bzw. niemand solle dessen Werke kaufen, sondern auch der Künstler und sogar die Veranstalter und alle Fans per „Guilt by association“ zum Ziel von Beschuldigungen und Drohungen werden, da hört Kritik auf, und dort beginnt „CancelCulture“. Denn dort wird nicht das Werk kritisiert, sondern dessen Verbreitung soll durch Druck auf den Künsterl und auch auf Veranstalter, Verlage, Fans etc. aktiv verhindert werden.

Entsprechend enttäuschend und schal ist die aktuelle Kolumne „Cancel Culture für Anfänger“ von Frau Stokowski im Spiegel, die ich aufgrund ihrer Armseligkeit hier nicht verlinken möchte, die die CancelCulture verharmlost und sogar für gar nicht existent erklärt.

Erster Absatz: CancelCulture bedeutet erstmal nur Kritik (falsch).
Zweiter Absatz: Wortspiele, langweilige Erläuterungen trivialer Fremdwörter, Verharmlosung der #CancelCulture mit schlechter Strohmannargumentation.
Dritter Absatz: Fingerübungen im freien Assoziieren unter Alkoholeinfluss (?)
Vierter Absatz: Herablassende Äußerungen über Kollegen, außerdem irgendwas mit Hitler und Lindemann und natürlich Relativierungen, dass so ein kleiner Boykott und ein wenig Ächtung ja nicht so schlimm sind.
Fünfter Absatz („‚Cancel Culture‘ heißt also, manche Leute mögen manche Leute oder deren Arbeit nicht?“): Verharmlosung von Mobbing und Doxing und Suggestion, es träfe ja doch meistens die Richtigen[tm]. Außerdem kriegen viele Leute ja wieder ein Job, wenn sie ihren durch öffentliche Ächtung und Mobbing verloren haben. Alles nicht so schlimm!
Sechster Absatz: Framing, „CancelCulture“ sei eine ‚rechte Erfindung‘.
Siebter Absatz: Drohungen durch die Antifa (Heute: Besorgte Warnungen aus der Nachbarschaft), die es ja nicht gibt, gibt es nicht, darum wurde Lisa Eckhardt vollkommen ohne Grund ausgeladen. Und eine CancelCulture gibt es natürlich nicht.

Interessanterweise ist CancelCulture (nehmen wir mal an, es gäbe sie) eine zutiefst menschliche, wenn auch schäbige Sache.

Natürlich würde auch ich gerne sehen, dass Frau Stokowski beim Spiegel gefeuert würde, damit sie die Reichweite des Spiegels nicht weiter für die Verbreitung ihrer schlechten Artikel nutzen könnte. Und sicher habe ich auch schon weniger freundliche Dinge über Frau Stokowski geschrieben.

Aber im Gegensatz zu woken Aktivisten würde ich mir keine absurden Vorwürfe ausdenken und direkt dem Spiegel schreiben, man möge Frau Stokowski doch feuern, weil sie ein schlechter Mensch sei.
Ich würde mich nicht mit einem Internet-Mob verabreden, eine Buchpräsentation von ihr zu stören oder ihr Privathaus mit Farbbeuteln zu bewerfen, ihre/n Partner/in zu bedrohen oder ihre Kinder anzuspucken, wie das so oder so ähnlich mit dem FDP-Politiker Thomas Kemmerich passiert ist.
Und das ist der Unterschied zwischen Kritik und CancelCulture: Kritik richtet sich primär gegen das Werk bzw. eine politische Position, und nur mittelbar auch gegen dessen Schöpfer (indem sie ihn als Schöpfer schlechter Werke darstellt). #CancelCulture richtet sich gegen den Menschen als solcher. Kritik ist Gegnerschaft, CancelCulture ist Feindschaft.

Hat Frau Stokowski das wirklich nicht verstanden?

Farm der Tiere und das Paritätsgesetz in Thüringen

Das Paritätsgesetz in Thüringen wurde für verfassungswidrig erklärt.

Irritierend ist, dass „zufällig“ beide weiblichen RichterInnen (Renate Licht, Elke Heßelmann) keine Verfassungswidrigkeit der sexistischen Regeln für die Listenaufstellung der Parteien erkennen konnten bzw. wohl eher wollten.
Hier entsteht der Eindruck, dass sie beide nicht in der Lage sind, objektiv und gemäß der Verfassung zu urteilen, wenn sie persönlich betroffen sind, bzw. dass die DGB-Funktionärin Licht ggf. sogar eigene politische Wünsche über verfassungsrechtliche Realitäten stellt. Es drängt sich der Eindruck auf, dass es sich hier um Quotenfrauen handeln könnte.

Aber wie dem auch sei, die „tageszeitung“ und Teile des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sind der Auffassung, dass man auch anders hätte urteilen können, hätte man die Verfassung anders „interpretiert:“

Natürlich ist es Aufgabe von Verfassungsrichtern, die Verfassung richtig auszulegen. Aber wenn dort eben steht „Frauen und Männer sind gleichberechtigt“, dann kann man daraus eben nicht ableiten, dass Frauen bei innerparteilichen Wahlen Vorrechte haben dürfen.

Man sieht hier leider, dass für ÖRR und linke Parteien der Zweck die Mittel heiligt – und wenn nötig, dann sollen eindeutige Verfassungstexte einfach „anders interpretiert“ werden. Parallelen zu Orwells „Farm der Tiere“, wo die Verfassung nachträglich von den Schweinen „anders interpretiert“ wird, sind leider nicht zufällig. Wenn es nach linken Journalisten geht, sollen Frauen einfach noch etwas gleicher als gleich sein:

Am 11. Juli ist Gender Empathy Gap Day

Wie jedes Jahr auch 2020 am 11.7. wieder der Gender Empathy Gap Day, der daran erinnen soll, dass Jungen und Männern im allgemeinen weniger Mitgefühl und Empathie entgegengebracht wird als Frauen.

Aber was bedeutet „Gender Empathy Gap“ (Geschlechter-Unterschied beim Mitgefühl) überhaupt?

Ein Beispiel:
Als 2014 die islamistische Terrorgruppe Boko Haram dutzende Jungen tötete, interessierte das niemanden. Aber als Boko Haram dann 200 Mädchen entführte, war es eine Nachricht, Michele OLbama hat sich für die Freilassung eingesetzt, und es gab sogar eine „globale Allianz“ gegen Boko Haram.

Und das Interesser der Menschen und der Öffentlichkeit war entsprechend. Entführe Mädchen sind interessant und Grund für eine globale Allianz, tote Jungen interessieren niemanden:

Wenn man erst einmal auf den Gender Empathy Gap aufmerksam geworden ist, dann kann man ihn fast überall sehen.

Wenn zum Beispiel IKEA impotente ältere Männer verspottet (womöglich ist der Verlust der Potenz nicht ganz so einfach?), kann der Werberat kein Problem erkennen:

Wenn Frauen in der Werbung geschlagen würden, dann gäbe es einen Aufschrei, aber wenn Männer geschlagen werden … ist das anscheinend gesellschaftlich akzeptiert:

Und haben Sie schon einmal von Christopher Frank gehört? Er verschwand im Alter von 2 Jahren in Leipzig. Wäre er ein blondes Mädchen gewesen und in Spanien verschwunden, hätten möglicherweise die Medien berichtet und nicht nur die Initiative „Vermisste Kinder“ hätte nach ihm gesucht. So aber haben Sie alle von Maddie gehört, aber niemand von Christopher.

Es ist tatsächlich so, dass es die Menschen, inklusive Männern, sich weniger für das Schicksal von Männern interessieren, als für das Schicksal von Frauen. Wäre es nicht allen egal, würde man hier wohl von „strukturelle Benachteiligung von Männern“ sprechen.
Und daran soll der „Gender Empathy Gap Day“ erinnern.

Warum dieser ausgerechnet am 11.7. ist, hat einen bitteren Grund:

Der 11.7. ist der Tag, an dem in Srebrenica im Balkan-Krieg tausende Jungen und Männer ermordet wurden.

Das konnte nur deswegen geschehen, weil die UN bereits zwei Jahre zuvor Frauen und Kinder aus der Stadt evakuiert hatten, den Männer und Jungen aber die Evakuierung verweigert wurde. Denn Frauen und Mädchen wurden aufgrund ihres Geschlechts als automatisch gefährdeter eingestuft, das mögliche Leiden der Jungen und Männer (und deren Gefährdung durch den vorrückenden Krieg) wurde hingegen (Gender Empathy Gap) als weniger relevant eingestuft.

Genaueres kann man auch beim https://alternativlos-aquarium.blogspot.com/ lesen.

Bundeswehr-Mindestquote für Frauen! Für weibliche Perspektive und Waffen-Parität! Frauen-Wehrpflicht jetzt!

Bei der Bundeswehr gibt es zu viele Rechte.
Das ist insofern nicht sehr verwunderlich, da heute alle Dinge, die die Bundeswehr ausmachen (Patriotismus, Waffen, die Möglichkeit, für das Vaterland zu sterben, Kampf etc.) rechts konnotiert sind. Einen linken Soldaten kann es somit gar nicht mehr geben.

Und weil Linke meist sowieso lieber darüber schreiben, wie rechts die Bundeswehr doch sei, als selbst durch persönlichen Einsatz die Bundeswehr linker zu machen, wird sich daran sicher auch nichts ändern.

Es sei denn, wir führen eine Wehrpflicht für Frauen ein!

Sollte es nicht eine Parität bei der Bewaffnung der Bevölkerung geben? Kann nicht das Patriarchat jederzeit zurückkehren, solange Männer den Großteil aller Waffen besitzen und kontrollieren? Iran 1979 kann sich jederzeit wiederholen, ohne genug Frauen in der Bundeswehr.

Un wenn, wie man so oft liest, überall immer alles besser wird mit mehr Frauen, warum sollte das dann nicht auch bei der Bundeswehr funktionieren!

Die weibliche Perspektive, die zusätzliche Diversität, die weibliche Intuition, diese vielen großartigen Dinge sollten doch auch im Kampfeinsatz eine wunderbar effizienzsteigernde Wirkung entfalten und die Bundeswehr besser machen können.
Man muss kein Mann sein, um ein Sturmgewehr zu bedienen, einen Panzer oder eine Drohne zu steuern. Im gemischten Team geht das Töten viel leichter von der Hand, und sicher werden auch viel bessere Entscheidungen getroffen, wer oder was zu vernichten ist.

Wir erinnern uns doch alle an die positiven Artikel über die kurdisch-jesidischen Kämpferinnen, oder, viel früher, die Kämpferinnen der UCK im Kosovo. Die Bewunderung unserer Journalisten für diese Patriotinnen. Eine Mindestquote von 50% Frauen in der Bundeswehr könnte also Patriotismus vielleicht wieder zu etwas Gutem machen, und die Bundeswehr wieder positiv framen. Der erste Islamist, der von einer Frau erschossen wird, die erste Sprengfalle, die eine Pionierin entschärft, der erste Bunker, den eine Kampfpilotin zerstört, ständig gäbe es positiv-feministische Nachrichten, die auch Mädchen zeigen, dass auch sie nicht von der pragmatischen-robusten Verteidigung unserer Freiheit ausgeschlossen sind.

Es ist also höchste Zeit, dass auch deutsche Feministinnen unter Waffen kommen.

Denn Frauen sind ja angeblich auch viel weniger rechts. Mit Frauen ließe sich also auch dieses Problem ratzfatz lösen.

Also — Parität bei den Waffen, weniger Rechte, mehr weibliche Perspektive beim Kämpfen — die Vorteile von mehr Frauen in der Armee liegen auf der Hand.
Darum muss die Wehrpflicht für Frauen und die Mindestquote von 50% Frauen in der Bundeswehr jetzt kommen! Da ja sogar die CDU jetzt eine Frauenquote hat, sollte dem doch nichts mehr im Weg stehen…

Wenn die Regierung Digitalisierung wollte, würde sie Kartenleser fördern

Seit fast 10 Jahren gibt es den elektronischen Personalausweis mit eID-Funktion.

Gute Kartenleser dafür mit allen sinnvollen Sicherheits-Funktionen kosten allerdings ca. 100 Euro, weswegen die Nutzung der eID sich seit Jahren nicht richtig durchsetzt.

In der Corona-Krise fällt uns das nun auf die Füße. Und trotz aller Lippenbekenntnisse tut die Politik nichts, um z.B. digitale Unterschriften, sichere EMail-Verschlüsselung etc. zu fördern.

Warum finanziert die Regierung nicht als Konjunkturmaßnahme jedem Haushalt einen vollausgestatteten Kartenleser?

Mehr Frauen in Führungspositionen! Mehr Mobbing!

Eine Gleichverteilung von Frauen und Männern in Führungspositionen ist ein Traum radikaler Feministinnen.

Leider wird das vielleicht für immer ein Traum bleiben: Denn Frauen werden am Arbeitsplatz am häufigsten von anderen Frauen gemobbt. Während Männer gleichberechtigt mobben, mobben Frauen fast immer (nur) andere Frauen. Je mehr Frauen also in einer Firma sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Frauen gegenseitig wegmobben. Auch weibliche Kunden mobben „am liebsten“ weibliche Mitarbeiter.

Quoten führen übrigens häufig dazu, dass Frauen sich in Führungspositionen unsicher fühlen, ob sie ihren Job wirklich verdient haben, was dann dazu führt, dass sie vermehrt mobben, vor allem Frauen, die sie ja ggf. von der Spitze verdrängen könnten.
Viele Frauen führen also zu einem schlechteren Arbeitsumfeld für Frauen, und zu mehr Mobbing zu Lasten von Frauen. Entsprechend sind Firmen mit mehr Männern bessere Arbeitsplätze für Frauen. Und die feministische Forderung nach einer 50:50-Verteilung von Frauen und Männern könnte vor allem zu mehr psychischen Problemen bei Frauen führen.

So gesehen ist es wahrscheinlich, dass auch Frauen früher oder später klar werden wird, dass die 50%-Forderung radikalfeministischer Dogmatismus ist, und nicht zu ihrem Wohl – es sei denn, Frauen schaffen es irgendwann, ihre Frauenfeindlichkeit und ihre toxische Weiblichkeit in den Griff zu bekommen und weniger zu mobben :-D