Flippen die Herren der Schöpfung aus?

Auf „Esmeralda kennt Wayne“1 schreibt, ehm, Esmeralda, am Equal Pay Day flippten die Herren der Schöpfung aus.

Tatsächlich kann man diesen Eindruck haben. Denn es ist wahr!

Wir2 können es einfach nicht mehr ertragen, dass Manuela Schwesig und „feministische“ Journalisten jedes Jahr wieder diesen angeblichen 21%-Gender-Pay-Gap bringen, Krokodilstränen vergießen und dabei suggerieren, diese Lohnlücke sei tatsächlich irgendwie ursächlich durch das Geschlecht bedingt und das böse Patriarchat hätte es tatsächlich vermocht, dass Frauen 21% weniger Gehalt bekommen.
Was natürlich völliger Bullshit ist, denn erstens liegt der um die bekannten Einflussfaktoren bereinigte „Pay Gap“ irgendwo zwischen 2% und 6%, und zweitens ist der Grund für diesen Lohnunterschied eben nicht Diskriminierung von Frauen, sondern man weiß einfach die Ursachen dafür bisher nicht und es kommen darum alle möglichen Ursache als Grund dafür in Frage. Drittens und letztens würde der Markt dafür sorgen, dass die Gehälter sich schnell anglichen, gäbe es tatsächlich 21% Lohnunterschied zwischen gleichqualifizierten Frauen und Männern.

Die ständige Wiederholung dieser dummen 21%-Pay-Gap-Propaganda-Lüge ist tatsächlich schwer zu ertragen. Und da wird Mann natürlich irgendwann auch mal biestig.

  1. Wayne interessiert’s? []
  2. Die Herren der Schöpfung! []

Offener Brief an Giovanni Di Lorenzo

Sehr geehrter Herr Di Lorenzo,

ich habe Ihre Dresdener Rede nachgelesen, und kann Ihnen in vielen Punkten zustimmen.

Aber nicht in einem. Es stimmt nicht, dass in Deutschland jeder so ohne weiteres als Journalist aktiv sein kann. Sie haben recht, die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt und rein rechtlich kann jeder behaupten, Journalist zu sein.

Dennoch versuchen Behörden und Branchenverbände, Bürger und Hobby-Journalisten draußen zu halten, in dem (dem Anschein nach ohne rechtliche Grundlage) Presseausweise verlangt bzw. nur hauptberuflichen Journalisten ausgestellt werden. Sie können das beim Blogger Hadmut Danisch (in einem etwas verbittert klingenden Artikel) nachlesen, für den Fall, dass Sie das tatsächlich nicht gewusst haben sollten.

Wenn es Ihnen ernst ist mit der Wahrhaftigkeit der Berichterstattung in den Medien, dann würde es viele Menschen in diesem Land sicher freuen, wenn Sie richtigstellen könnten, dass in Deutschland zwar jeder journalistisch tätig werden kann, aber an vielen Stellen nur den Angehörigen von ausgesuchten Branchenverbänden und Berufsvereinigungen Zutritt gewährt wird (Siehe z.B. die Akkreditierungsbedingungen des Deutschen Bundestages.
) – was möglicherweise verfassungswidrig ist, weswegen der Presseausweis auch vorübergehend abgeschafft, aber dann doch wieder eingeführt wurde.

Wie der linke Feminismus das „Postfaktische Zeitalter“ mitverursacht hat

Wir leben, so heißt es, in einem postfaktischen Zeitalter.

„Die Rechten“, so heißt es, würden mit Lügen bzw. ausgedachten falschen „Tatsachen“ die Debatte vergiften und fehlleiten.

Ich glaube, dass ist nicht die ganze Wahrheit.

Es war doch der radikale Konstruktivismus linker Philosophen, der die Idee, nichts sei wirklich objektiv wahr, und alles sei Sache der Interpretation, groß gemacht hat.

Der Gender-Feminismus als aus dieser Denkschule hervorgegangene Bewegung hat mit der Idee, man könne sogar die biologischen Geschlechter durch eine Überlagerung mit im Prinzip wahlfrei definierbaren „sozialen Geschlechtern“ irrelevant machen, die Aushöhlung von Tatsachen durch ständig wiederholte „Gegen-Theorien“ examplarisch vorgeführt.

Heute muss man tatsächlich mit intelligenten Menschen sogar darüber diskutieren, ob es zwei biologische Geschlechter gibt, obwohl das biologisch-medizinisch völlig außer Zweifel steht.
Pathologische Fälle von Menschen mit fehlerhaftem Chromosomensatz oder anderen Entwicklungsstörungen werden dabei instrumentalisiert um zu „beweisen“, dass es auch biologisch mehr als nur zwei Geschlechter gäbe.

Geschlechter im biologischen Sinne sind aber darüber definiert, dass diese zusammen Nachwuchs zeugen können. Wer ein Kind gebären kann ist eine Frau, wer Eizellen befruchten kann ist ein Mann im biologischen Sinne. Und bei pathologischen Störungen der Entwicklung in irgendeinem Stadium ist man entweder fruchtbar (wie bei Trisomie 21) und damit einem Geschlecht eindeutig zuzuordnen, oder unfruchtbar, aber dann bedeutet das im biologischen Sinne nicht die Existenz eines zusätzlichen Geschlechts (denn das ergibt nur im Kontext sexuelle Vermehrung Sinn), sondern der betreffende Mensch ist aus der sexuelle-Vermehrung-Nummer komplett raus und allerhöchstens geschlechts-los.

Insgesamt hat der Feminismus mit seinen Versuchen, soziales und biologisches Geschlecht nicht nur in der akademischen Debatte zum Zwecke der Analyse zu unterscheiden, sondern das biologische Geschlecht quasi aufzulösen, einen Präzedenzfall geschaffen, dass Fakten durch genug Propaganda so „ins Wanken gebracht“ werden können, dass Menschen tatsächlich den Eindruck bekommen, die Fakten wären keine Fakten, sondern eher subjektive Empfindungen und Konstrukte.

Der Feminismus hat aber noch mindestens einen weiteren Schaden verursacht.
Nehmen wir den Gender-Pay-Gap, wo aktuell ca. 6% des durchschnittlichen Gehaltsunterschieds zwischen Männern und Frauen nicht erklärbar sind. Hier behauptet der Feminismus, diese 6% doch erklären zu können, und zwar durch Diskriminierung der Frauen, durch die Unterdrückung durch ein sogenanntes Patriarchat.
Das ist unseriös, denn der Unterschied ist eben wissenschaftlich nicht erklärbar, was auch einschließt, dass nicht belegt ist, dass dieser Effekt durch Diskriminierung verursacht wird.
Der Feminismus jedoch behauptet hier einfach, es könne gar keine andere Erklärung geben, und verstärkt damit das Problem, dass viele Menschen Kausalität und Korrelation nicht (gut) unterscheiden können.

Der Feminismus bekämpft durch den Vorwurfe des „Victim Blaming“ vernünftige Überlegungen zu einem sinnvollen Risikomanagement für Frauen gegen Übergriffe. Denn natürlich ist als Frau stärker durch Übergriffe gefährdet, wer allein und betrunken und freizügig bekleidet in eine Gruppe von jungen, wenig zurückhaltend sozialisierten und ebenfalls betrunkenen Männern läuft.
Radikale Feministinnen jedoch würden hier behaupten, diese Überlegung stelle bereits Victim-Blaming und möglicherweise Rassismus dar. Natürlich ist im Falle eines Übergriffs immer der Täter schuld daran, aber das bedeutet nicht, dass nicht im Vorfeld die Wahrscheinlichkeit eines Übergriffsdurch die potenziell betroffene Person abgeschätzt und durch kluges Risikomanagement minimiert werden könnte.
Wenn man Frauen als ebenso selbstbestimmt und eigenverantwortlich wie Männer sehen möchte, dann muss man ihnen allerdings auch die Eigenverantwortung auferlegen, Lebensrisiken selbst einzuschätzen und entsprechend zu handeln. Mit dem Betriff des „Victim Blamings“ versucht der Feminismus, Frauen generell von jeglicher Pflicht zur Einschätzung persönlich eingegangener Risiken zu befreien, und fördert damit die sogenannte „female hypoagency“ und ein unrealistisches Anspruchsdenken, das Leben müsse frei von jeglichen Risiken sein und weil es Kriminelle nicht geben sollte, sei es auch keiner Frau zuzumuten mit deren Auftreten dennoch zu rechnen.

Der radikale Feminismus und Intersektionalismus haben auch durch die Aufrechnung verschiedenster Unterdrückungs-Kategorien (Sind schwule People-of-Color unterdrückter als transsexuelle behinderte Weiße?) ein monströses System geschaffen, dessen Ziel eine Art Rangfolge aller unterdrückten Personengruppen ist, damit man irgendwann feststellen könnte, wer am meisten unterdrückt ist und wessen Forderungen nach Besserstellung man zuerst nachkommen müsse.
Aus dieser emanzipatorischen Idee, auf der auch die Frauenförderung basiert, ist aber bisher wenig herausgekommen außer ein immer groteskeres Kastensystem von Gruppen und Grüppchen, die sich gegenseitig mangelnder Sensibilität beschuldigen und im Endeffekt nichts mehr auf die Reihe kriegen.
Auch die Frauenförderung als erste Stufe dieser wohlmeinenden Einteilung der Gesellschaft in Unterdrückte und Unterdrücker hat ja bereits weitgehend versagt und scheitert wieder und wieder daran, dass die politischen Umerziehungsbemühungen der Frauenförderer die natürlichen Neigungen der biologischen Geschlechter zu unterschiedlichen Berufen weder ausschalten noch dauerhaft überlagern können.

An mehrere Stellen haben linke philosophische Ideen und Konzepte also unrealistische Erwartungen geweckt und logisches Denken sowie Vernunft aus politischen Gründen auszuschalten versucht. Offensichtlich bis zu dem Punkt, wo jetzt tatsächlich Menschen mit der Fähigkeit zu logischem Denken, mit Respekt für die Errungenschaften der Aufklärung und mit Verständnis für die Unbestechlichkeit wissenschaftlichen Forschens rar geworden sind, weil heute die Zahl der tendenziösen „Studien“, nicht zuletzt aus Kreisen in Zirkelschlüssen Dogmen wiederholender „Genderforscher“ so überhand genommen hat, dass manche Menschen Wissenschaft und Blödsinn nicht mehr unterschieden können.

Nicht zuletzt deshalb leben wir jetzt in einem „postfaktischen Zeitalter“.

Und das können wir nicht in erster Linie „den Rechten“ anlasten, die vor dem Aufstieg der AfD in der politischen Debatte jahrzehntelang nicht wirklich maßgeblich vorgekommen sind.

Statt dessen haben linke Eliten mit dem Versuch, durch sophistische Sprach-Tricks und Umdeutungen die absolute Deutungshoheit über alle Dinge zu erreichen. Das hat vorrübergehend funktioniert, aber nun zerbröselt diese vorrübergehende Deutungshoheit in dem Maße, in dem das Vertrauen in die Wahrhaftigkeit dieser Darstellungen der Realität durch diese Art von Sprache schwindet.

Und deshalb haben wir jetzt (scheinbar) ein postfaktisches Zeitalter.

Scheinbar deshalb, weil es ein „faktisches Zeitalter“, in dem logische Überlegungen das Bauchgefühl der Massen tatsächlich überwogen hätten, nie gegeben hat, und eine „evidenzbasierte Politik“ eine auf Appellen an Emotionen basierende Politik nie wird schlagen können.

Die „Gemischte-Teams-sind-besser“-Lüge

Der Spiegel hat wieder eine Studie ausgegraben, nach der gemischte Teams „bessere“ Entscheidungen treffen sollen.

Grundsätzlich ist nicht gesagt, dass Entscheidungen mit mittlerer Risikobereitschaft wirklich immer besser sind als solche mit geringem oder hohen Riskiko. Je nach Situation könnten auch hochriskante oder extrem defensive Entscheidungen zum besten Resultat führen.

Aber man angenommen, gemischte Teams träfen tatsächlich „bessere“ Entscheidungen; dann wäre das dennoch nur betriebswirtschaftlich relevant.
Im größeren Maßstab, volkswirtschaftlich, ist es besser, wenn nicht alle Firmen mit mittlerem Risiko vorgehen, sondern wenn die Firmen mit verschiedener Risikobereitschaft miteinander konkurrieren. Manchmal würden dann die Firmen mit hochriskanter Strategie gewinnen, manchmal die mit extrem defensiver Strategie. Hin und wieder würde auch eine Firma wegen zu großem Risiko oder zu großer Trägheit scheitern, aber das ist volkswirtschaftlich nicht relevant.

Volkswirtschaftlich ist wichtig, dass hin und wieder Firmen hohe Risiken eingehen und damit die wirtschaftliche und technische Entwicklung schneller vorantreiben als das der Fall wäre, wenn alle immer nur mittleres Risiko eingehen. Denn die Volkswirtschaft konkurriert mit anderen Volkswirtschaften und kann es sich nicht leisten, die ganze Zeit nur Mittelmaß zu produzieren.

So gesehen ist es also NICHT besser, gemischte Teams zu haben. Das ist — wenn überhaupt — nur dann „besser“, wenn man ein einzelnes Unternehmen betrachtet und dabei eine mittelmäßige, stabile Entwicklung als Ziel definiert. Volkswirtschaftlich erscheint es eher sinnvoll, eine Mischung von gemischten und weniger gemischten Teams zu haben, damit die Wirtschaft robust und gleichzeitig fortschrittlich sein kann. Ergo sollte man die Firmen einfach in Ruhe lassen und die Zusammensetzung der Teams nicht mit dämlichen Quoten vereinheitlichen. Denn das schadet auf Dauer der Volkswirtschaft und damit uns allen, Männern und Frauen.

Kampfaufruf zum Weltfrauentag!

Am heutigen Weltfrauentag wünsche ich allen Frauen auf der Welt alles denkbare Gute.

Vor allem aber auch die Kraft und Durchsicht zu erkennen, dass die Idee der Existenz eines Patriarchats eine Verschwörungsideologie ist. Es sind nicht alle Männer auf der Welt auf eine geisterhafte, nicht-greifbare Weise miteinander vernetzt und verbündet, es gibt keine koordinierten Bemühungen, alle Frauen zu unterdrücken.1

Vielmehr gibt es in den säkularen westlichen Demokratien koordinierte Bemühungen, Gleichberechtigung durchzusetzen, die auch von den allermeisten Männern unterstützt werden.

Gerade der Feminismus beginnt heute leider zu wanken. Falsche Toleranz für intolerante und diskriminierende Bräuche und Kulturen scheint in Kreisen von „intersektionalen“ FeministInnen weit verbreitet. „Critical whiteness“ und andere Formen selbstzerfleischenden Wahnsinns untergraben dabei den Glauben an alle Errungenschaften der westlichen Zivilisation und schwächen damit die Fähigkeit und den Willen von Frauen, weiter für diese Errungenschaften, die auch die Frauenrechte umfasst, zu kämpfen.

Doch damit der Feminismus irgendwann allen Menschen auf der Welt zugute kommt, muss der Feminismus weiterkämpfen und darf sich nicht in Selbstzweifeln und internen Streitigkeiten aufreiben.
Wir brauchen heute mehr denn je einen festen Glauben an die Richtigkeit unserer Grundwerte, so dass Vorwürfe von Überheblichkeit, mangelndem Respekt für andere Kulturen und Rassismus an denjenigen abprallen, die Mängel und Fehler, Diskriminierung und Frauenfeindlichkeit in anderen Kulturen benennen und bekämpfen und dabei mit Nazi-Vorwürfen und anderen Invektiven bedacht werden. Wir brauchen keine Kopftuchfeministinnen mit Stockholm-Syndrom, die behaupten, ihr Kopftuch und weitere Formen islamistischer Uniformierung seien Ausdruck der freien Entfaltung ihrer Persönlichkeit, und keine unsicheren links-progressiv-verwirrten AktivistInnen, die sich nicht trauen Frauenfeindlichkeit zu konfrontieren, wenn der Übeltäter zufällig in der unübersichtlichen Privilegien-Rangordnung unter ihnen steht.

Ich wünsche dem Feminismus, dass er sich neu sortiert, Irrwege wie den des radikalen Konstruktivsmus verlässt, widersprüchliche Konzepte2 über Bord wirft, Verschwörungsideologien abschwört, (neuro-)biologische Fakten akzeptiert und somit zu neuer Kraft gelangt, die im 21ten Jahrhundert für einen weiteren Siegeszug des Feminismus unerlässlich wäre.

  1. Und wenn es so wäre, dann müssten alle Frauen mit den Männern unter einer Decke stecken, die im Bereich von Kindererziehung und schulischer Bildung die große Mehrheit stellen. []
  2. z.B. dass niemand Frauen wegen ihrer Kleidung herabwürdigen oder als leicht zu haben sehen darf – außer Feministinnen []

Die doppelte Staatsbürgerschaft war ein Fehler (und unser Geschichts-Unterricht funktioniert nicht)

Die Entwicklung in der Türkei zeigt, dass die Demokratie dort immer noch nicht stabil ist.

Und das Verhalten vieler Deutsch-Türken in Deutschland zeigt, dass der Geschichtsunterricht in Deutschland anscheinend vollkommen versagt hat bei der Bekämpfung neuen Faschismus‘ und beim Vermitteln demokratischer Werte.
Vielleicht hat man sich auch zu stark auf den Holocaust1 konzentriert und dabei vergessen zu vermitteln, dass alle Genozide und Diktaturen und dazugehörige Ideologien ebenso entschieden abzulehnen sind wie die Nazi-Diktatur. Möglicherweise haben sich auch Klassen mit 50-90% Kindern mit Migrationshintergrund einfach nicht so richtig angesprochen gefühlt von der schulischen Bewältigung einer Schuld, die als „Einen-Selbst-Nicht-betreffend“ einzuschätzen wahrscheinlich Menschen mit Migrationshintergrund noch einfacher fällt als Urenkeln längst toter Menschen, die auch nicht ausnahmslos alle Nazis gewesen sind.

Wie sonst konnte es passieren, dass jetzt zigtausende Doppelpass-Deutsche mit Migrationshintergrund einem Rattenfänger hinterherlaufen, der die Demokratie aushöhlt und eine Art Diktatur etablieren will?

Diese türkischen Fanboys und -girls der Diktatur und des Unrechtsstaates brauchen wir in Deutschland nicht, denn mit Ihnen ist kein Staat zu machen. Sie sind nicht integriert und auch nicht integrierbar. Wir haben selbst genug Nazis, da brauchen wir nicht auch noch türkische.
Darum möchte ich, dass die doppelte Staatsbürgerschaft abgeschafft wird. Dann können sich alle für die deutsche Demokratie entscheiden, die wollen, und das sind hoffentlich die Demokraten und alle, die sich an den Werten der Aufklärung orientieren.
Und alle anderen können sich für ihren starken Führer entscheiden, und wenn sie dann ihren Zweit-Pass abgegeben haben, können wir diese Antidemokraten in die Türkei abschieben und damit eine weitere Spaltung der türkischen Gemeinde in Deutschland verhindern.

Die doppelte Staatsbürgerschaft war deshalb ein historischer Fehler. Sie sollte den Menschen erleichtern, mit ihrer „alten Heimat“ verbunden zu bleiben und dennoch „deutsch zu werden“.
Aber wie sich jetzt gezeigt hat, funktioniert diese gut gemeinte sozialdemokratische Idee nicht. Die „Verwurzelung“ mit der Türkei wurde durch diese Maßnahmen und durch die Zulassung der religiösen Propaganda-Behörde DITIB in Deutschland ohne Zweifel gestärkt, aber durch diese Wurzeln haben zuviele Menschen das Gift einer islamistisch-regressiven Orientierung aufgesogen und sind deshalb nun für Rechtsstaat und Demokratie im westlichen Sinne verloren.

Statt dessen haben wir nun Agenten eines Führerkultes im Land, die nicht verstehen (wollen), dass eine Justiz mit von der Politik ausgesuchten Richtern und eine Legislative mit von den herrschenden dezimierten Parlamentariern nichts mehr mit Säulen eines demokratischen Rechtsstaates mit Gewaltenteilung zu tun haben, weil es diese Gewaltenteilung nicht mehr gibt.

Ich möchte daher, dass die doppelte Staatsbürgerschaft abgeschafft und jegliche Kooperation mit DITIB und anderen türkischen Regierungs- und Vorfeldorganisationen eingestellt wird. Die Menschen sollen sich entscheiden. Für Deutschland und die Demokratie, oder dagegen. Und die, die sich dagegen entscheiden, sollen bitte aus Deutschland verschwinden.

  1. als vermeintlich allergrößtes Verbrechen der Menschheitsgeschichte und für deutsche Schulkinder einzig relevantem Massenmord überhaupt []

Wenn Bernd das Brot eine Frau wäre

Was wäre eigentlich, wenn Bernd das Brot eine Frau wäre. Eine Frau, die in einem weißen Raum, nicht zuletzt auch aufgrund rudimentärer oberer Extremitäten, also aufgrund einer Art von Körperbehinderung, der Willkür einer „Stimme aus dem Off“ und Übergriffen durch einen allmächtigen Greifarm ausgesetzt ist, die in absurde Situationen geworfen wird und am Ende immer verbittert zurückbleibt?
Wäre diese Rolle mit einem „weiblich gelesenen“ Brot vereinbar, und wenn Nein, warum nicht?

Zeigt sich hier der von Männerrechtlern oft beklagte Effekt des „Gender Empathy Gap“ bzw. ist Bernd das Brot eine Variante des „disposable male“?

Lehren wir doch einfach mal Medienkompetenz!

Medienkompetenz ist in aller Munde. Alle Nase lang fühlt sich irgendein Politiker bemüßigt, das Lehren von Medienkompetenz zu fordern.

Das ist schön und gut, aber „One does not simply teach Medienkompetenz in school“:

One does not simply teach "Medienkompetenz" in school

Denn „Medienkompetenz“ ist eine Fähigkeit, die viele andere Fähigkeiten voraussetzt, die auf vielen anderen, grundlegenden Fähigkeiten aufbaut.
Medienkompetenz setzt erst einmal voraus, dass man Texte erfassen kann. Schon an dieser Fähigkeit hapert es anscheinend bei vielen Schulabgängern. Manche können nicht einmal lesen.

Dann setzt Medienkompetenz voraus, den Subtext, die Intention, die Motive hinter einem Medium zu erfassen.
Das setzt grundlegende psychologische Fähigkeiten oder zumindest Sozialkompetenz voraus, was Empathie voraussetzt.
Es braucht weiterhin ein Grundverständnis wirtschaftlicher, politischer und geschichtlicher Zusammenhänge, um tatsächliche Medienkompetenz zu entwickeln. Und um nicht durch rhetorische Tricks, Sophismen, NLP, Werbe- und Verkaufspsychologie ausgetrickst zu werden wären auch Kenntnisse dieser Techniken notwendig.

Das heißt: Die Schule kann nur Grundlagen von Medienkompetenz vermitteln. Kritisches Hinterfragen, mehrere Blickwinkel einzunehmen. Und das wurde auch vor 25 Jahren in der Schule schon gemacht.

Das ständige Gerede von „Medienkompetenz“-Unterricht soll meiner Meinung nach nur davon ablenken, dass die Bildung immer schlechter wird – oder zumindest nicht wirklich besser.
Wir sollen vergessen, dass die Schulzeit mit dem G8 und die Studienzeit mit dem Bachelor gekürzt wurden, um die Lebensarbeitszeit zu verlängern und der Wirtschaft schneller mehr Menschenmaterial zuzuführen, obwohl das Wissen sich (angeblich) alle paar Jahre verdoppelt und darum die Aneignung von Wissen eher mehr Zeit im Leben einnehmen müsste als weniger.

Möglicherweise glauben die Bildungspolitiker, die von Medienkompetenz reden, auch wirklich, dass dies eine Fähigkeit sei, die man in der Schule mal eben lehren könne. Tatsächlich ist es meiner Meinung nach aber so, dass Medienkompetenz eine Fähigkeit ist, die sich langsam entwickelt, die hohe Ansprüche an die intellektuellen Fähigkeiten hat, und für die man in der Schule nur die Grundvoraussetzungen schaffen kann.

Frauen und Kleidungs-Privilegien

Feministische Frauen beschweren sich oft, sie würden aufgrund „weiblicher“ Kleidung nicht ernst genommen oder seien sexuellen Avancen ausgesetzt. Das mag sein und ist sicher auch unangenehm.

Allerdings muss man hier berücksichtigen dass feministische Frauen sich schon durch Gesten wie „Tür Aufhalten“ eher negativ beeinträchtigt als „positiv als Frau wahrgenommen“ fühlen. Wenn wir uns „ehrlich machen“ muss die Wahl der Kleidung auf jeden Fall irgendeinen Effekt haben, die Frage ist aber natürlich, ob weibliche Kleidung unerwünschte Handlungen der Umwelt auslösen sollte.

Der Effekt, dass „Kleider Leute machen“ ist geschlechterübergreifend. Ingenieure tragen Hemden, Manager tragen Anzug und Krawatte. Ärzte tragen weiße Kittel, Polizisten Uniform. Dominas tragen hohe Stiefel, und Prostituierte kurze Röcke. Das sind eben die gängigen Stereotypen die üblicherweise auch einen wahren Kern haben.

Durch den Feminismus hat sich die Art und Weise, wie Frauen sich kleiden, geändert. Heute tragen die meisten Frauen Hosen, während das in den 1950ern noch undenkbar war. Entsprechend ist es paradoxerweise heute so, dass typisch weibliche Kleidungsstücke keine typische Frauenkleidung mehr sind, weil Frauen heute typischerweise ehemals typisch männliche Kleidung tragen.

Darum ist es heute — möglicherweise, das ist meine Theorie — auch so, dass man einer Frau, die weibliche Kleidung trägt, heute eher unterstellt, dass sie dadurch den Aspekt ihrer Weiblichkeit betonen will. Das ist jedenfalls naheliegend.
Und aus dieser Erwartungshaltung heraus ergibt sich dann, warum Frauen, die Röcke etc. tragen, dann eher in der Rolle Frau und mögliche Partnerin gesehen werden als z.B. in ihrer beruflichen Rolle, die heute eher mit anderer, üblicher, geschlechtsneutraler(-er) Kleidung assoziiert ist.
Das könnte bedeuten, dass die Eroberung des „männlichen Mode-Raums“ dazu geführt hat, dass Frauen, die sich traditionell weiblich kleiden, heute verstärkt explizit „als Frau“ gesehen werden1 als das früher der Fall gewesen wäre. Man sollte dazu eine Studie machen…

Jedenfalls würde ich behaupten, dass Frauen, die wegen ihrer weiblichen Kleidung ungewollten Avancen ausgesetzt sind deshalb nicht wirklich benachteiligt werden, sondern wie alle anderen Menschen auch behandelt werden. Sie werden entsprechend dem äußeren Eindruck, den sie, freiwillig oder unfreiwillig, erwecken, behandelt. Das ist dann im Falle heutzutage ungewöhnlicher weiblicher Kleidung der Eindruck, explizit in der Rolle als Frau wahrgenommen werden zu wollen und entsprechend behandelt werden zu wollen.
Bei Männern ist es genau so. Mit formaler Kleidung wird man anders wahrgenommen und behandelt als mit Sofa-Jogginghosen oder Casual-Wear.

Was der Feminismus mit seinen Beschwerden über „falsche“ Behandlung von Frauen abhängig von der Kleidung fordert ist also ein Privileg für Frauen, unabhängig vom äußeren Erscheinungsbild beurteilt zu werden. Dieses Privileg ist aber realistisch nicht erreichbar, weil die Mechanismen zur Erst-Beurteilung von Menschen aufgrund von pauschalisierten Erfahrungswerten tief in der menschlichen Psyche verankert sind.

  1. d.h. stärker auf die Rolle als Frau „reduziert“ werden, um den feministischen Slang zu verwenden []

Der MDR gegen Hadmut Danisch

Hadmut Danisch ist ein Blogger, der auf Danisch.de ein Blog betreibt.
Man kann dieses Blog merkwürdig finden, oder den Aufwand, den Herr Danisch betreibt, um sein Blog zu füllen, oder die Themenwahl.

Ich stelle mir Hadmut Danisch als einen Menschen mit ausgeprägtem Gefühl für wissenschaftlich exaktes Arbeiten und Gerechtigkeit vor, der die Halbwahrheiten, die politischen Behauptungen, also teilweise einfach auch den an den Haaren herbeigezogenen Unsinn, der aus Politik und Medien über die Menschen in Deutschland teilweise ausgekübelt wird, einfach nicht ertragen kann, und der sich nicht zu schade ist, den Kampf dagegen ohne Rücksicht auf die eigene Komfortzone zu führen.

Es ist ja sicher jedem schon so gegangen, dass er in einem Artikel oder Bericht über sein Fachgebiet Halb- und Unwahrheiten entdeckt hat. Dementsprechend ist davon auszugehen, dass journalistische Informationen auch über andere Themengebiete oft nicht oder nicht ganz korrekt sind.1

In einem Beitrag im Januar hat Hadmut Danisch darüber geschrieben, dass seiner Meinung nach der MDR politisch Partei nimmt und deutlich nicht politisch neutral agiert.
Und zwar ging es um eine AfD-Veranstaltung an der Uni Magdeburg, die von Linken gestört wurde, und über die der MDR berichtet hat.

Tatsächlich fällt, wenn man Originalmaterial und den Bericht des MDR vergleicht, auf, dass der MDR die AfD-Gegner möglicherweise harmloser darstellt, als das vielleicht angemessen gewesen wäre, wenn man weitere verfügbare Video-Quellen betrachtet, die das gleiche Ereignis zeigen.

Und Hadmut Danisch fragt sich auch, warum bei einer Uni-Veranstaltung überhaupt — zufällig — ein Kamera-Team des MDR zugegen ist. Er folgert, dass das MDR-Team von den linken AfD-Gegnern bestellt worden ist, um die AfD schlecht aussehen zu lassen. Dass also der öffentlich-rechtliche Rundfunk sich instrumentalisieren lässt, um bestimmte gesellschaftliche Gruppen und Parteien zu benachteiligen.

Nun gibt es natürlich schlimmere Dinge als einen Beitrag im Fernsehen, in dem über einen Protest gegen die AfD so berichtet wird, dass die Gegner etwas friedlicher aussehen, als sie es waren, und in dem nicht kritisch angemerkt wird, dass hier eine legale und angemeldete Veranstaltung einer nicht verbotenen Partei so gewaltsam verhindert worden ist, dass die Polizei kommen und die AfD schützen musste.

Der Punkt, den Hadmut Danisch hier machen will und auch macht ist aber: Zumindest der gebührenfinanzierte öffentlich-rechtliche Rundfunk sollte sich mit keiner Sache, auch keiner noch so guten, gemein machen, und strikt objektiv zu berichten versuchen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunkt sollte seinen Redakteuren und Reportern nicht erlauben, auf Kosten der Gebührenzahler Beiträge zu produzieren, die Ereignisse im Sinne der politischen Ansichten dieser Redakteure und Reporter interpretieren, bzw. die die politische „Erzählung“ dieser Redakteure und Reporter verbreiten und stützen, und zwar unabhängig davon, für wen und gegen wen es geht.

Denn wer kann ausschließen, dass gefärbte Berichterstattung nur gegen die AfD erfolgt? Was, wenn der MDR demnächst eine Kampagne gegen die CDU fährt, oder gegen die SPD, oder sonst wen? Und hat das nicht in der Vergangenheit schon oft genug stattgefunden? Würden wir alle unsere Hand ins Feuer legen dafür, dass über die Politik von Kanzlerin Merkel, über die FDP oder über die Außenpolitik der USA in unseren öffentlich-rechtlichen Medien immer fair und ausgewogen berichtet worden ist?

Hadmut Danisch legt darum mit seinem Beitrag einen Finger in eine Wunde des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (ÖR), nämlich die Tatsache, dass es mit der Objektivität des von der Politik bzw. von der Politik eingesetzten Rundfunkräten kontrollierten ÖR nicht unbedingt weit her ist. Und das ist schlecht, denn auch wenn es heute gegen die AfD geht – wer sagt, dass das Manipulationspotenzial des Rundfunks auch in Zukunft immer zum „Wohle aller“ eingesetzt werden wird?

Und wer entscheidet überhaupt, was das „Wohl aller“ ist? Das sollten in einer Demokratie die Wähler tun.

Wenn diese aber von den Medien falsche oder gefärbte Informationen präsentiert bekommen, können sie das nicht mehr. Ganz besonders die öffentlich-rechtlichen Medien müss(t)en darum strikter Neutralität verpflichtet sein, weil sonst die Grundlage der Demokratie gefährdet ist. Dann wird diese zu einer „gelenkten Demokratie“, und darum ist es richtig und wichtig, gegen manipulierende Medien zu kämpfen und darüber zu berichten, aus Prinzip, sogar dann, wenn die Benachteiligten in diesem Fall die wenig sympathischen Gestalten der AfD sind, und auch wenn die Benachteiligung im Rahmen dessen liegt, an das man sich längst gewöhnt hat; denn parteipolitisch wenig neutrale Beiträge gibt es im öffentlich-rechtlichen Rundfunk jeden Tag am laufenden Band, und zwar ohne dass sich das „irgendwo wieder ausgleicht“, weil die Zahl der Grünen-kritischen Beiträge genau so hoch wäre wie die der CSU-kritischen.2

Weil die Vermutungen bzw. Folgerungen von Herrn Danisch anscheinend unbequem sind, hat der MDR Hadmut Danisch nun abmahnen lassen und sogar versucht eine einstweilige Verfügung gegen ihn zu erreichen, auf anscheinend eher rechtsmissbräuchliche Art und Weise, mit zu kurzer Frist et cetera. Es scheint also, als hätte Hadmut Danisch einen wunden Punkt getroffen und der mitteldeutsche Medienapparat versuche nun, ihn unangespitzt in den Boden zu rammen.

Aber Hadmut Danisch weiß sich zu wehren, und beim MDR kennt man anscheinend den Streisand-Effekt nicht. An dem ich mich hier beteiligen will.
Lesen Sie Hadmut Danischs Blog und verlinken Sie seine Beiträge zu den Winkelzügen und Aktionen des MDR!

  1. Eines meiner Lieblingsbeispiele für permanentes journalistisches Versagen sind die „Polizisten mit Maschinengewehren“, die regelmäßig nach Terrorwarnungen überall auftauchen. Aber woher soll ein Journalist auch den Unterschied zwischen Maschinenpistolen, Sturmgewehren und Maschinengewehren kennen. Da müsste er am Ende noch recherchieren! []
  2. Haben Sie zum Beispiel jemals einen Beitrag gehört, dass die KFZ-Maut der CSU möglicherweise doch eine gute Idee sein könnte? Außer vielleicht im bayerischen Rundfunk? []