PoCs im Radio

Als ich kürzlich recherchierte, wer die Moderatoren bei WDR5 sind, ist mir aufgefallen, dass tatsächlich aktuell alle Moderatoren bei WDR5 weiß sind.

Zwar ist mir bisher kein Stereotyp über die Hautfarbe von Radiomoderatoren bekannt (was auch irgendwo absurd wäre bei Radio), vielleicht etabliere ich aber jetzt gerade dasjenige, dass zumindest bei WDR5 nur rein biodeutsche Kartoffel-Journalist:innen engagiert werden.

Also mal angenommen, es gäbe zu wenige PoC im Radio und das wäre irgendwie relevant, und deshalb würde WDR5 jetzt jahrelang nur noch PoC etc. einstellen, weil die angemessene Repräsentation von PoC im Radio des ÖRR sichergestellt werden müsste; wie würde man dann, wenn man die Quote „angemessen“ erhöht hätte, überhaupt kommunizieren, dass das so ist? Sollten die Moderatoren dann bei jeder Gelegenheit sagen „Ich als (queerer) Schwarzer/Asiate/Inuit (der auf dem zweiten Bildungsweg)…“? Oder vielleicht „Schauen Sie bitte auch im Internet nach wie divers wir sind.“?

3 Gedanken zu „PoCs im Radio

    1. Autor Beitragsautor

      Das selektive Gendern soll darauf hinweisen, dass ein Sender mit 100% Kaukasier-Quote (wie man in den USA sagen würde) im Hörfunk nicht durch Gendern irgendwie divers oder inklusiv wird. Es ist Sarkasmus.

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