Die Allmacht des Patriarchats als Zirkelschluss

Die #Metoo-Debatte und die Artikel von Jessen und anderen haben wieder einmal gezeigt, dass der institutionalisierte Feminismus, wie ich den Komplex aus feministischen Journalistinnen, Funktionärinnen mehr oder weniger unabhängiger NGOs und Politikerinnen gerne nennen würde, eine in sich geschlossene Weltsicht hat, die es unmöglich macht, dass eine darin verfangene Feministin sieht, dass auch Männer sich sexistisch angegangen fühlen können.

Im Prinzip ist es ganz einfach:

1. Weil weiße Männer privilegiert und mächtig sind, ist es unmöglich, dass sie von Sexismus oder Rassismus (wirklich) be- oder getroffen sind.

Und:

2. Weiße Männer sind privilegiert und mächtig, weil sie von Sexismus und Rassismus nicht betroffen sind.

Das ist ein Zirkelschluss. Es ist nach dieser (defekten) Logik nicht möglich, sich Männer als nicht-privilegierte Menschen vorzustellen, die sich tatsächlich emotional beeinträchtig fühlen, „nur“ weil radikale Feministinnen sie mit Hass vollkübeln, also (ironisch!) fabulieren, sie abzuschaffen, zu verdrängen, oder auch alle zu töten, weil sie Männer und weiß sind.

Abgesehen davon, dass ein Zirkelschluss immer ein logischer Fehler ist, hängen beide Aussagen für sich ebenfalls von Annahmen ab, die meiner Meinung nach nicht zutreffen, so dass man den Zirkelschluss gar nicht erst „starten“ kann.

Erstens sind weiße Männer Opfer von Sexismus und Rassismus, denn sie werden von radikalen Feministinnen ständig für alles Übel auf der Welt verantwortlich gemacht und Ihnen wird individuell das Recht abgesprochen, ihre Sichtweise argumentativ zu vertreten, weil Männer seit tausenden von Jahren zuviel redeten und endlich die Klappe halten sollten.
Zweitens sind nicht alle weißen Männer privilegiert und mächtig. Viele sind auch alt, krank, arm, weniger intelligent, schlecht gebildet, prekär beschäftigt, Opfer von Gewalt; von anderen Männern, aber auch von Frauen, wie sogar Studien des BMFSFJ1 bestätigen.
Die angebliche Über- bzw. All-macht der Männer als Gruppe ist daher nicht real. „Das Patriarchat“ ist eine Konstruktion des Feminismus, um Männer in einer anonymen Gruppe zusammenzufassen zu können, mit dem (natürlich nie ausgesprochenen!) Ziel der Entmenschlichung.
Bei „Männern“ soll die gute Feministin[tm] nicht an den abgehetzten Paketboten oder den freundlichen Mann mit dem Laubbläser denken, sondern an irgendeine anonyme Masse, die typischerweise von alten, hässlichen Männern in schlecht sitzenden Anzügen vertreten wird, die den Tag damit verbringen, die Welt ins Unglück zu stürzen und hilflose junge Frauen mit unsäglichen Schickanen zu tyrannisieren und die Nacht damit, zu vergewaltigen.

Es gibt aber keinen geheimen Club der Männer, keine weltweite Verschwörung gegen die Frauen. Jeder Mann ist ein Individuum. Aber jeder Mann fühlt sich als Mann auch der Gruppe der Männer zugehörig und darf sich bei Angriffen auf diese Gruppe beleidigt fühlen, so wie es Frauen angeblich auch negativ beeindruckt und sogar deren Leistung schmälert, wenn man behauptet, Frauen könnten nicht einparken oder seien schlecht in Mathematik.
Das „Patriachat“ ist nichts anderes als eine Variante des Trugschluss der Komposition bzw. des „Gipfelirrtums“, also des Fehlschlusses der entsteht, wenn man nur die Spitze einer Gruppe betrachtet. Der radikale Feminismus z.B. betrachtet immer nur die erfolgreichsten Männer, Wirtschaftsbosse und Wissenschaftler, und folgert aus dem großen Männeranteil in Management und Top-Forschung auf eine Benachteiligung von Frauen. Dass aber Männer auch die große Masse der Obdachlosen und Strafgefangenen stellen, während Frauen insgesamt eher in der Mitte der „Erfolgsverteilung“ rangieren, dass also im Mittel Frauen doch genau so erfolgreich sind wie Männer, ignoriert der Feminismus beharrlich.

Weil Männer nicht wirklich als Gruppe privilegiert sind und es kein Patriarchat gibt, ist nicht jede Unverschämtheit und Gemeinheit des kontemporären Feminismus gegenüber Männern nur „Selbstverteidigung“, denn es tropft nicht alles von jedem Mann wirkungslos ab, weil nicht jeder Mann tatsächlich privilegiert ist.

Und schließlich und endlich hat auch der privilegierteste Mann ebenso ein Recht auf eine respektvolle Behandlung und darauf, dass man ihn anhört, wie die unterprivilegierteste Frau.

Männer sollten daher aktiv(er) gegen den Feminismus vorgehen, der männerfeindlich agitiert.
Jeder Mann ist (mittelbar) betroffen, wenn Feministinnen gegen alte weiße Männer hetzen. Denn wer nicht alt ist, der wird es sicher. Wer nicht weiß ist, der hat vielleicht weiße Freunde. Oder weiß, dass der Feminismus irgendwann die Kampfzone auf alle Männer ausweiten wird.
Es ist zudem nicht notwendig, zu einer angegriffenen Gruppe zu gehören, um diese zu verteidigen, auch wenn das Moderatoren von Radio Eins anscheinend glauben. Nein, es ist moralisch geboten, jede angegriffene Gruppe erstmal in Schutz zu nehmen, wenn der Angeriff ungerechtfertigt erscheint, sogar, wenn man diese Gruppe nicht mag. Das gilt auch für mögliche Feindbilder wie Russland, Syrien, die USA, Israel, die Türkei, Nazis, die Antifa und Feministinnen.

Der radikale Feminismus ist nur deshalb so erfolgreich, weil dieser kleinen und lauten radikalen Gruppe nicht genug Menschen entgegentreten. Das gilt es zu ändern.

  1. Für die es seit 13 Jahren keine Nachfolgestudien gegeben hat – weil „das falsche“ rausgekommen ist? []

Der „Alte Weiße Mann“ (AWM) als Marke™

Dank Jens Jessens Artikel „Der bedrohte Mann“ hat die Geschlechter-Debatte mal wieder etwas Fahrt aufgenommen.

Alter weißer Mann
(Alter weißer Mann)


Da der organisierte deutsche Neoliberale Genderfeminismus gar nicht glauben kann, dass ein Mann es mittlerweile für nötig hält, den ständigen Anfeindungen von sogenannten Feministinnen entgegenzutreten, hat man in diesem Lager jetzt sogar Angst, dass das ja als übermächtig imaginierte Patriachat hier jetzt doch bald zurückschlagen könne.

Das finde ich einigermaßen amüsant, denn es zeigt, dass weite Teile der (Netz-)(Gender-)Feministinnen in Deutschland tatsächlich der Verschwörungsideologie anhängen, es gebe ein phantomhaftes Gebilde namens „Patriarchat“, mittels dessen „die Männer“ sich irgendwie an der Macht hielten.

Das ist aber alles Blödsinn. Ich habe gestern mal versucht, meine „Privilegien zu reflektieren“, und bin zum Schluss gekommen, dass ich persönlich gar nichts gegen den Vorteil machen kann, den ich genieße, nämlich ein alter, weißer Mann zu sein.

Ich profitiere einfach davon, dass „alter weißer Mann“ eine großartige, etablierte Marke ist.
Denn gängige Vorurteile (im Zeitalter von Big-Data auch gerne: statistisch relevante empirische Erkenntnisse) besagen, dass alte weiße Männer zahlreiche positive Eigenschaften haben. Sie sind meist zuverlässig, ehrlich, leistungsbereit, friedlich, einfallsreich, solvent, riskio-avers und besitzen diese Eigenschaften im Vergleich mit anderen Gruppen in besonderem Maße. Junge Männer sind z.B. allgemein weniger friedlich, solvent, zuverlässig, und eher risiko-affin. Frauen sind im allgemeinen etwas weniger leistungsbereit, siehe z.B. die vielen in Teilzeit arbeitenden Frauen.

Das klingt vielleicht blöd, ist aber so. Und weil das so ist, profitiert meine AWM-Gruppe, natürlich inklusive leistungsbereiten und immer hervorragend gekleideten homosexuellen Angehörigen, von diesem Image. Wir, die AWM, sind ein Markenprodukt.
„Noone ever was fired for hiring an old white man“, könnte man sagen.

Und solange nicht alte weiße Männer anfangen so viel Mist zu bauen wie junge Männer, so gewalttätig zu sein wie Menschen mit anderer Sozialisation, Häuser zu verwohnen wie unterdrückte südosteuropäische Minderheiten mit Expertise im Hartz-IV-Betrug1, oder erstaunlich dumme und naive Dinge von uns zu geben wie prekär beschäftigte feministische Kolumnistinnen, solange wird man uns AWM lieber als Mieter, Nachbarn, Kollegen und Berater haben als andere Gruppen. Weil es mit uns einfach meistens doch ganz gut läuft. Weil wir auch im Ramadan mit voller Leistung arbeiten. Statistisch wahrscheinlich jedenfalls.

Ich kann als einzelner diesen guten Ruf bzw. diese positiven Vorurteile bzw. die „Marke Alter Weißer Mann“ gar nicht beschädigen.
Ich könnte vielleicht bei einer Bewerbung für eine Wohnung dazuschreiben „Bitte bevorzugen Sie mich nicht wegen meines biodeutschen Kartoffel-Namens und weil ich ein alter, weißer Mann bin, bei der Vergabe der Wohnung. Geben Sie bitte auch Flüchtlingen mit zig Kindern und Migranten mit interessantem Faible für extrem fett-reiches Kochen in ihrer kleinen Einbauküche eine Chance.“
Aber was würde das nützen? Im Zweifel oute ich mich damit nur als linksprogressive Weichei-Kartoffel, die sicher immer den Müll richtig trennen und die Miete pünktlich von ihrem Konto bei der GLS-Bank überweisen wird, und erhöhe damit meine Chancen auf die Wohnung. Oder ich versaue es mir damit, und bekomme dann von meiner anspruchsvollen Veganer-Freundin Ärger, weil ich doch bitte mal meine blöde Weicheier-Gutmenschen-Masche sein lassen soll, wenn es darum geht, dass sie die Instagramm-geeignete Loft-Wohnung mit begehbarem Kleiderschrank bekommt!

Nochmal: Nichts, was ich als Einzelner tun würde, könnte verhindern, dass ich weiter vom guten Image der Marke „AWM“ profitiere.
Alle schlimmen Dinge, die „AWM“ in der Geschichte getan haben, werden im Denken der meisten Menschen auf der Welt kompensiert durch die anderen positiven Dinge, die die AWM auch gebracht haben.2

Die einzige Möglichkeit, den überlegen positiven Ruf der Marke AWM zu erschüttern ist, dass andere Gruppen einfach noch besser sind.
Alte asiatische Männer zum Beispiel sind möglicherweise noch leistungsbereiter, fleißiger, intelligenter, und zuverlässiger als AWM. Und alle anderen Gruppen haben auch jederzeit die Chance, uns AWM im Ruf zu übertreffen. Sie müssen nur dauerhaft besser sein als „wir“.

Solange aber (queere/lesbische/feministische/schwarze/dicke) Feministinnen nur mit Leistung im „heiße Luft produzieren“ auffallen, wird Ihnen das nicht gelingen. Wir AWM werden dann weiter ihren digitalen Neid und Hass vor die digitale Haustür gekübelt bekommen, vorausgesetzt, ihre Medien haben in Zukunft noch die notwendige Reichweite, wenn wir vielleicht Medien mit AWM-feindlicher Ausrichtung nicht mehr kaufen oder subventionieren.
Aber das ist uns dann auch egal. Wir machen unser Ding, arbeiten, pflegen unsere Marke und profitieren davon.

  1. Tut mir ja auch leid, dass das bei AWM weniger häufig vorkommt… []
  2. Vielleicht ist es auch so, dass außer möglicherweise Feministinnen niemand glaubt, dass Nicht-AWM in den gleichen historischen Situationen irgendwie anders oder nobler gehandelt hätten als AWM. []

Der Siegeszug des neoliberalen Feminismus‘

Ist der heutige Feminismus eigentlich noch links? Ist er ein Feminismus, der wirklich Freiheit für Frauen will?

Ich lese eigentlich nur von so Sachen wie geplanten Gesetzen, dass 30% der Frauen in Aufsichtsräten Frauen sein sollen; also von einem Elitenprojekt für die oberen 10.000 der Gesellschaft, da solche Posten für die meisten Frauen unerreichbar sind.
Und ich lese vom angeblichen „Gender Pay Gap“, der endlich auf 0 zusammenschrumpfen soll1. Und zwar, indem mehr Frauen abhängige Erwerbsarbeit leisten und dabei mehr verdienen sollen.

Der intersektionale Feminismus in den USA beschäftigt sich intensiv mit allen möglichen Ungerechtigkeiten, die z.B. durch Migrationshintergrund oder Bildung verursacht werden.

Der deutsche Genderfeminismus hingegen kämpft gar nicht mehr für „die Frauen“, sondern, das ist meine These, nur noch für sich selbst.

Das Dogma des Gender-Feminismus ist ja — auch wenn das längst widerlegt ist — dass alle Unterschiede zwischen den Geschlechtern anerzogen seien und Frauen nur deshalb nicht ebenso häufig Konzernchefs oder Abteilungsleiter seien, weil dies durch eine „patriachale“ Erziehung verhindert werde.2
Aus diesem Dogma folgt, dass Frauen und Männer (eigentlich) gleiche Interessen und Wünsche haben müss(t)en, und darum Frauen und Männer auch in allen gesellschaftlichen Positionen gleich häufig vertreten sein müss(t)en.
Und darum geht es dem aktuellen deutschen Gender-Feminismus nur noch darum, Frauen für seine eigene Mission einzuspannen die „Gleichheit von Männern und Frauen“ zu beweisen, indem man Frauen dazu bringt, 50% der Erwerbsarbeit zu leisten und 50% der Gehälter zu verdienen. Obwohl alles darauf hindeutet, dass wirkliche Wahlfreiheit und Chancengleichtheit von Frauen nicht dazu führt, dass diese die gleichen Jobs wie Männer ergreifen (wollen), sondern eher zum Gegenteil.

Aber Überlegungen, ob nicht andere Dinge im Leben (nicht nur von Frauen!) wichtiger sein könnten als abhängige Erwerbsarbeit, wie Zufriedenheit, soziale Kontakte, eine gesellschaftlich relevante Tätigkeit — solche Überlegungen stellt der deutsche Genderfeminismus gar nicht mehr an.

Statt dessen geht es ihm nur noch um die Beseitigung des Gender-Pay-Gaps, was dazu führt, dass der Genderfeminismus das Gehalt als einzig relevante Maßzahl für Leistungsfähigkeit von Individuen innerhalb des kapitalistisch organisierten Wirtschaftssystems akzeptiert. Er will tatsächlich anhand des einzigen Kriteriums „Gehalt“ messen, ob Frauen jetzt wirklich „gleichberechtigt“ seien. Wenn Frauen nur genug verdienen, so ist anscheinend die Vorstellung, sei die Gleichberechtigung da.

Ist es wirklich Feminismus, Frauen dazu zu drängen, sich noch besser als Männer dem kapitalistischen System anzupassen, noch effizientere Arbeitsdrohnen zu werden als Männer, um irgendwann genau so viel wie oder mehr Lohn zu kassieren als die Männer?
Ist das wirklich im Interesse der einzelnen Frau, oder sollen „die Frauen“ hier doch eher nur als Verfügungsmasse die Vorstellungen feministischer Aktivistinnen, Journalistinnen und Politikerinnen umsetzen, wie „gleichberechtigte Frauen“ idealerweise zu performen hätten?

Ich denke, was wir in Deutschland beobachten können ist kein wirklicher Feminismus mehr3 sondern eine von hauptberuflichen „Feministinnen“ in Parteien, Gewerkschaften und Medien getragene Ideologie, die durch ihre Fixierung auf die Maximierung des in Geld gemessenen Erfolges von Frauen im kapitalistischen Wirtschaftssystem von einer alternativen linken Bewegung zu einer Stütze der neoliberalen Leistungsgesellschaft geworden ist. Eine Stütze, die sogar hilft, diesem System weiteres Menschenmaterial zuzuführen, das mit der feministischen Suggestion von einem Frauen-unterdrückenden Patriarchat, gegen das es sozusagen „anzuarbeiten“ gelte, zu Höchstleistungen motiviert wird oder zumindest werden soll.

Es geht nicht mehr um Chancengleichheit für Frauen, es geht darum, (andere) Frauen dazu zu drängen, „männliche“ Jobs auszuüben und Männer in der freien Wirtschaft zu überflügeln, damit die Thesen der organisierten Berufsfeministinnen — die selbst zumeist von öffentlich finanzierten Einrichtungen bezahlt werden und irgendwas mit Medien oder Gender studiert haben — von ihren Hilfstruppen bewiesen werden mögen.

Sicher, angeblich geht es bei den Bemühungen, mehr Frauen in „Männer-Jobs“ zu drängen, um „wirtschaftliche Unabhängigkeit“, und zwar durch ein eigenes Gehalt. Denn wer das nicht hat, der ist abhängig von anderen (am Ende gar Männern!) oder von Hartz IV und wird irgendwann in Altersarmut elendiglich in einem Pflegeheim mit zu wenig Personal verrecken…

Aber das sind alles neoliberale Argumente: Jeder muss für sich selbst sorgen, wer nicht genug leistet, bleibt auf der Strecke, Würde und Unabhängigkeit hängen von der individuellen Performance im kapitalistischen System ab.

Das ist sicher nicht mehr links. Hier geht es sicher nicht mehr um wirkliche Freiheit und Selbstverwirklichung für irgendwen, weder Frauen noch Männer.
Der neoliberale Gender-Feminismus ist eine Sackgasse. Er hat keine linke Vision mehr für eine bessere Welt, keine Motivation mehr alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist. (Karl Marx).
Statt dessen hat er sich mit dem neoliberalen Wirtschaftssystem arrangiert und verfolgt jetzt nur noch das Ziel, dass Frauen innerhalb dieses Systems ebenso erfolgreich agieren mögen wie Männer, wobei „Erfolg“ allein am Gehalt gemessen werden soll.

Entsprechend sollten sich Frauen vom Genderfeminismus nicht instrumentalisieren lassen, in dessen Namen einen Marsch durch die neoliberalen Tretmühlen der kapitalistischen Wirtschaft anzutreten. Sie sollten (weiterhin) selbst entscheiden, was sie tun wollen, und ob sie nicht möglicherweise unter einem erfolgreichen Leben etwas anderes verstehen als eine Karriere als gut bezahltes Arbeitsbienchen in einem Konzern, gekrönt durch einen Aufsichtsratposten.

Vor allem aber sollten sie auch um Parteien und deren KandidatInnen einen weiten Bogen machen, die sich die genderfeministishe Quoten-Agenda auf die Fahnen geschrieben haben. Denn dieser Feminismus klingt nur noch vordergründig nach „Frauenrechten“ oder „Gleichberechtigung“. In Wirklichkeit aber geht es nicht um Rechte oder Chancen oder ein besseres Leben für Frauen, sondern darum, dass Frauen im neoliberalen Wirtschaftssystem wie Männer funktionieren sollen.

  1. obwohl man bei den 6% bereinigtem Gender Pay Gap gar nicht weiß, ob diese 6% nicht doch erklärbar sind, und somit die „Gerechtigkeitslücke“ zwischen Männer- und Frauengehältern bereits 0% beträgt []
  2. Der tatsächliche Grund, dass nämlich für mehr Frauen als Männer so eine Karriere gar nicht erstrebenswert ist, wird kategorisch abgelehnt []
  3. bei dem jede einzelne Frau mit ihren Interessen und ihrem Recht zu individueller Selbstverwirklichung im Mittelpunkt stehen sollte []

Diverse Teams sind besser! – Oder doch nicht? #Frauentag

Ich möchte gerne einen Beitrag zum internationalen Frauentag 2018 leisten.

Und zwar möchte ich mich damit beschäftigen, dass — laut zahlreicher Studien — „diverse“ Teams bessere Leistungen zeigen sollen als homogene Teams von, zum Beispiel, „weißen Männern“.

Feministische und „progressive“ Kreise haben diese Ergebnisse begeistert aufgenommen, liefern sie doch dem Anschein nach eine wissenschaftliche und ökonomische Rechtfertigung, warum man „Diversität“ notfalls mit der Brechstagen durchsetzen sollte.

Allerdings sollte man gerade bei den Geschichten, die man am liebsten glauben würde, am kritischsten sein:

„One must be most critical, in the best sense of that word, about what one is already inclined to believe.“ – Richard Bradley

Und ich glaube, hier haben feministische und progressive Kreise ein Defizit.

Denn was würde es bedeuten, wenn Teams tatsächlich leistungsfähiger wären, wenn sie divers sind, und wenn diese „Diversität“ tatsächlich eine Diversität von Geschlechtern und ggf. Ethnien sein müsste.

Da gibt es ja nur zwei Möglichkeiten:

Entweder, die Unterschiede wären doch nur kulturell bedingt, und man könnte also möglicherweise doch auch weiße Männer vom Denken her genau so divers machen wie alle anderen Menschen auch, was dann aber bedeuten würde, dass die Leistungsfähigkeit von Teams eigentlich doch nichts damit zu tun hätte, ob die Mitglieder alle weiße Männer sind, oder nicht.
Oder aber, die Unterschiede wären biologisch, was dann heißen würde, dass man mit den Studien die Existenz von unveränderbaren Unterschieden zwischen Frauen und Männern bzw. Weißen und Nicht-Weißen bewiesen hätte. Was im Endeffekt nicht besonders progressiv wäre, sondern eher Wasser auf die Mühlen von Rassisten, Sexisten und Maskulinisten.

Das heißt: Auch als progressiver, feministischer Mensch sollte man sich eher wünschen, dass diese Studien nicht korrekt sind.

Auch die Empirie, wenn man auf die Geschichte zurückblickt, spricht nicht unbedingt für eine mangelnde „geistige Diversität“ von weißen Männern, die doch allerhand völlig gegensätzliche Dinge erfunden haben.

Wie also kann es sein, dass soviele Studien „diverse Teams“ als überlegen sehen?

Nun, eine neue Theorie besagt, dass das daran liegen könnte, wie solche Studien aufgebaut und durchgeführt werden, unabhängig davon, ob es sich um Laborexperimente handelt oder Vergleichsstudien in echten Firmen, die es auch gegeben hat.

Was braucht man für so eine Studie? Zuerst natürlich das auch kulturell homogene, weiße, männliche Vergleichsteam. Dies wird üblicherweise durch eine Gruppe von schon vorher bekannten Leuten repräsentiert.
Und dann das „diverse“ Vergleichsteam, das eher zusammengewürfelt wird, aus Leuten, die sich aus verschiedenen Gründen weniger nahe sind.

Und nun ist die Theorie, dass hier lediglich der sogenannte Groupthink-Effekt gemessen wird, der dazu führt, dass Teams, wo sich die Leute weniger nahe sind, in der Sache härter streiten und darum bessere Ergebnisse erzielen, während Teams, die sozusagen ganz dicke miteinander sind, abstumpfen und manche Dinge gar nicht mehr wirklich ergebnisoffen angehen.

Es könnte also sein, dass Teams aus verschieden alten weißen Männern, die an verschiedenen Standorten arbeiten, oder aus anderen Gründen weniger zur Fraternisierung mit ihren Kollegen neigen, genau so gut performen würden wie „diverse“ Teams. Oder dass „diverse Teams“ nach einiger Zeit der Zusammenarbeit langsam zu einem homogen denkenden Team zusammenwachsen würden, dass entsprechend auch nicht mehr besser performt als ein homogen weiß-männliches Team.

Eigentlich kann es gar nicht anders sein, es sei denn, wie oben ausgeführt, man glaubt doch an unveränderbare, und durch das Geschlecht, die Kultur oder die Ethnie einer Person verbundene Eigenschaften, die diese Person irgendwie einem weißen Mann bezüglich geistiger Leistungsfähigkeit oder -beweglichkeit überlegen machen. Was nicht besonders progressiv wäre.

Statt eine äußere Team-Diversität zu fördern, sollten also Firmen meiner Meinung nach besser ihre Mitarbeiter in ihren Projekten rotieren lassen und ähnliche Maßnahmen zur „geistigen Diversifizierung“ ergreifen, anstatt im guten Glauben daran, äußerlich diverse Mitarbeiter müssten *irgendwie* auch geistig divers-bunt sein und vor allem auch bleiben, wie Claudia Nemat in dümmliches weiße-Männer-Bashing zu verfallen.

Denn ich bin sicher, es wird sich früher oder später herausstellen, dass der Diversität-steigert-die-Produktivität-Glaube ein Hype ist, der nur deswegen so erfolgreich sein kann, weil erstens viele Menschen daran glauben wollen und zweitens bisher niemand überprüft hat, ob nicht doch nur der Groupthink-Effekt als Erklärung für den wundersamen Erfolg diverser Teams verantwortlich zeichnet.

Der Multikulturalismus geht unter. Wir müssen die Lücke füllen, bevor es die Rechten tun

Der Multikulturalismus beruht, laut Wikipedia, auf dem Postulat, dass die (Angehörigen der) jeweiligen Ethnien sich gegenseitig Verständnis, Respekt, Toleranz entgegenbringen und einander als gleichberechtigt ansehen können.

Das Problem hier: Ganz offensichtlich mangelt es an Verständnis, Respekt und Toleranz zwischen zahlreichen Ethnien, die sich in Deutschland in nicht geringer Zahl angesiedelt haben und — Multikulturalismus sei dank — sich nicht assimiliert und teilweise auch nur schlecht integriert haben.
Kurden und Türken und Armenier, Serben, Bosnier und Albaner, Sunniten, Schiiten, Wahhabiten, Aleviten, Jesiden und Juden, die Zahl der gesellschaftlichen, religiösen und kulturellen Konfliktlinien, die sich durch die Gesellschaft ziehen, ist fast schon Legion. Respekt und Toleranz hingegen sind eher Mangelware.

Das Postulat des Multikulturalismus hat sich also nicht erfüllt; die Idee der multikulturellen Gesellschaft muss als gescheitert angesehen werden.

Es müsste nun schnellstens ein realistischer Ansatz für die weitere gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland und Europa her, mit einem neuen, griffigen Namen.

Denn der von rechtsextremen propagierte „Ethnopluralismus“ stößt in die Leere vor, die die multikulturelle Gesellschaft als gescheiterte Leitideologie hinterlässt, und kann sich dort — mangels einer glaubhaften Alternative — langsam ausbreiten.

Wo Deutschlands einzige liberale Moschee unter Polizeischutz gestellt werden muss, weil orthodoxe Muslime die Toleranz nicht aufbringen können einen Islam zu ertragen, der mit europäischen Werten kompatibel wäre, da muss Schluss sein mit der Toleranz und Akzeptanz für die Intoleranz und den Dominanz-Anspruch fremder Kulturen.

Überall, wo zum Beispiel in Schwimmbädern ein Damenbadetag für muslimische Frauen eingeführt wird, ist die Toleranz für die andere kulturelle Vorstellungen in Akzeptanz und Übernahme umgeschlagen. Schrittweise wird die in den 70ern entstandene liberale Kultur Europas zurückgedrängt von Gruppen, die kein Verständnis und keinen Respekt für die europäische Art des Badens haben. Hier siegt die Kultur der Geschlechtersegregation über den europäischen Multikulturalismus, indem es eben keine parallele Multi-Badekultur mehr gibt, sondern eine räumliche und zeitliche Exklusivität verschiedener Badekulturen etabliert wird, weil die geschlecher-segregierte z.B. muslimische Badekultur eben nicht mit einer gemischtgeschlechtlichen Badekultur parallel existieren, diese respektieren oder tolerieren kann oder will.

Und eben dies scheint der sogenannte Ethnopluralismus, der von einer Konkurrenz und einem Gegeneinander von Kulturen ausgeht, zutreffend zu beschreiben, egal wie falsch, rechts und böse man das auch finden mag.

Darum brauchen wir dringend ein neues positives Modell, wie Zusammenleben organisiert werden soll, möglicherweise durchaus mal mit einem selbstbewussten Anspruch, dass die Mehrheitskultur und die kulturellen Errungenschaften der deutschen und europäischen Kultur Vorrang haben müssen vor den vielen anderen Kulturen, denen Menschen, die in Deutschland leben, mittlerweile auch anhängen oder entstammen.
Denn wo anderen kulturellen Normen Gleichwertigkeit zugestanden wird und deren Normen räumlich und zeitlich alleinige Gültigkeit eingeräumt wird, ist die liberale Kultur auf dem Rückzug und sind andere Kulturen dabei, die Werte des Liberalismus und der Aufklärung schrittweise zurückzudrängen. Das darf nicht sein. Bekennen wir uns endlich zu den europäischen und deutschen Werten der Aufklärung als den Leitwerten unserer Kultur, und begraben wir den gescheiterten Multikulturalismus, bevor die Rechten mit ihrem Ethnopluralimus die Auseinandersetzung für sich entscheiden können!

Wenn das Patriarchat so mächtig ist, warum zertritt es nicht hin und wieder eine Feministin?

Wenn Du wissen willst, wer dich beherrscht, musst Du nur herausfinden, wen Du nicht kritisieren darfst. (Voltaire)

Diesen Spruch von Voltaire finde ich recht zutreffend. Denn wenn man die Aussage mit der Realität abgleicht ist es tatsächlich so, dass Kritik an autoritären Herrschern wie zum Beispiel Erdogan, Putin, Kim Yong Un weniger gesund ist, und generell Institutionen mit Macht- oder zumindest Meinungsführerschafts-Anspruch wie z.B. auch manche Medien, generell auf Kritik eher biestig reagieren.

So gesehen ist es geradezu absurd, dass radikale Feministinnen immer noch der Verschwörungsideologie von der Existenz einer „Patriarchats“ anhängen und behaupten, die Welt werde von alten, weißen Männern beherrscht. Denn gerade auf diesen darf man ganz offensichtlich herumhacken, ohne irgendwelche Konsequenzen befürchten zu müssen. Es ist also nach Voltaire eher unwahrscheinlich, dass diese Gruppe tatsächlich herrscht, denn sonst würde sie sicher hin und wieder, um ihren Machtanspruch zu untermauern, die eine oder andere Feministin ausschalten, wie das in autoritären Regimen so zu passieren pflegt. Ab und an würde die eine oder andere in der Psychiatrie landen oder im Gefängnis, oder einen Unfall haben.
Dass das alles nicht passiert müsste man eigentlich als klares Indiz dafür sehen, dass „das Patriarchat“ anscheinend nicht (mehr) existiert.

Dass der Feminismus noch nicht darauf gekommen ist kann meiner Meinung nur daran liegen, dass das feministische Lager den Strohmann „Patriarchat“ so lieb gewonnen hat und nicht mehr auf ihn verzichten kann. Wie sollte man weitere Begünstigungen, Stellen und andere Pfründe für verdiente Feministinnen fordern, wenn es nicht angeblich ein Patriarchat gäbe, dass es zu bekämpfen gilt?
Alle Statistiken, wissenschaftliche Erkenntnisse und Fakten sprechen mittlerweile klar dagegen, dass Frauen weniger Rechte hätten oder benachteiligt würden. Doch hunderte Jobs als feministische Kolumnistin, Gleichstellungsbeauftragte, Gender-Wissenschaftlerin etc. hängen davon ab, dass der Behauptung weiter Glauben geschenkt wird, Frauen würden benachteiligt und darum müsse eine Feminismus-Industrie finanziert werden, die dagegen ankämpft. Und darum wird auch die Existenz des Patriarchats weiterhin behauptet. Darum schreiben dutzende Feministinnen wöchentlich die gleiche blödsinnige Gender-Pay-Gap-Kolumne, darum beschimpfen dutzende Feministinnen im Internet jeden, der an der Existenz des Patriarchats zweifelt oder sich gar für Männerrechte einsetzt, als Nazi oder AfD-Anhänger, Frauenfeind und Antifeministen. Ja, während man „das Patriarchat“ beschimpfen und alte, weiße Männer als Deppen und Geschäftsrisiko verunglimpfen kann, muss man mit einem Shitstorm rechnen, wenn man Feministinnen kritisiert, die Männer sexistisch bzw. rassistisch diskriminieren, und das als feministisch verkaufen.
Wenn man dann nochmal auf Voltaire sieht muss man sich fragen, ob das Patriarchat nicht längst durch ein „Feministat“ ersetzt wurde, dass tatsächlich versucht seine Macht einzusetzen, um alle Kritiker zu vernichten.

Die taz, die Linksextremen, die rechten Trolle, das #NetzDG oder: „Ahnden statt zensieren“

Denis Yücel wurde von der Türkei nach einem Jahr Haft ohne Anklage freigelassen.1
Und während sich Yücel nun irgendwo im Ausland erholt, weil „dank“ der super gelungenen Integration in unsere „wehrhafte Demokratie“ in Deutschland einfach zu viele türkisch-nationale Deutsche herumlaufen (Sarkasmus!), als dass Yücel in Deutschland sicher sein könnte2, hat sich die taz mit Hengameh Yaghoobifarah schon eine neue linksradikale Provokateurin ins Haus geholt, die Deutschland und die Deutschen nach Kräften provoziert und wahrscheinlich Johnny Eisenberg beschäftigt hält.

Nun finde ich es im Prinzip nicht schlecht, wenn Linksradikale eine Bühne bekommen, weil so die Grenzen des politischen Spektrums für alle sichtbar abgesteckt werden. Ganz links in der taz irre radikale Antideutsche, ganz rechts bei der compact der nationalistisch-völkische Höcke-Flügel. Beide von Satire für den Normalmenschen teilweise kaum unterscheidbar.

Und auch darum finde ich es schlecht, wenn durch das #NetzDG im Netz linke oder rechte Spinner unsichtbar gemacht werden, denn das nützt meiner Meinung nach niemandem wirklich.
Wenn Rechte wirklich gut gefiltert werden, wird niemand mehr wirklich an die „Gefahr von rechts“ glauben; „Seeing is believing!“.
Das gleiche gilt natürlich auch für die Linksextremen3, deren Aufrufe zur Zerstörung Deutschlands und zu Gewalt gegen Dinge und Menschen aus nichtigen Gründen meiner Meinung nach bei breiterer Veröffentlichung sehr hilfreich dabei wären nicht zu vergessen, dass in Politik umgesetzte linksextreme Utopien erfahrungsgemäß ebenso in Machtmissbrauch, Diktatur, Terror und Gewalt enden wie rechtsextreme, religiöse, oder auf anderen Ideologien basierende.

Ein besseres Mittel als das #NetzDG wäre meiner Meinung nach das Gegenteil, also eine Art Extremismus-Portal, wo die Bundeszentrale für politische Bildung monatlich die jeweils extremsten Äußerungen populärer Rechtsextremisten, Linksextremisten, Islamisten, Rassisten, Maskulinisten, Radikalfeministen, evangelikaler Christen etc. veröffentlichen würde – natürlich immer schön anonymisiert.
Da könnte sich der Normalbürger dann den exotischen Zoo des politischen Extremismus ansehen und sich freuen, dass in der Mitte vergleichsweise vernünftige Menschen unterwegs sind.

Ich denke, das würde die gesellschaftliche Diskussion eher weiterbringen als der Versuch, im Netz eine heile Welt vorzuspiegeln, mittels einer ins Privatrecht verlagerten Zwangs-Nachzensur per Netzwerkdurchsetzungsgesetz.

Es kann meiner Meinung nach generell nicht Aufgabe des Staates sein, eine angeblich „verrohte öffentliche Debatte“ mit fragwürdigen Mitteln zu verhindern. Denn eine „verrohte Debatte“ im Internet ist trotz der Schärfe, mit der sie eventuell geführt wird, rein virtuell und nicht unmittelbar gefährlich. Zudem kann man sich ihr meist recht einfach entziehen.

Letzten Endes brauchen wir keinen Nanny-Staat, der über Regelungen zum präventiven Eingreifen in Kommunikation der Bürger durch Privatunternehmen „Anstand und Moral“ verteidigen lässt. Besser wäre es, wenn der Staat dann, wenn Bürger selbst wegen einer Straftat (z.B. Beleidigung) Anzeige erstatten, tatsächlich handlungsfähig, also in der Lage wäre, diese Straftat auch zu verfolgen und zu ahnden. Also „Ahnden statt zensieren“, analog zu „Löschen statt Sperren“. Dazu bedürfte es nur dem notwendigen politischen Willen, den die Bundesregierung aber nicht hat. Lieber unterdrückt und übertüncht sie unliebsame Effekte ihrer eigenen Politik; fast so, als hätte sich Merkel hier bei der DDR-Führung ein Beispiel genommen.

  1. Damit ist die Türkei im Menschenrechtsranking natürlich noch weit vor den USA zu sehen, die in Guantanamo mittlerweile manche Leute bis zu 17 Jahre lang ohne Anklage festhalten, oder vor China, Rekordhalter beim Vollstrecken von Todesurteilen… []
  2. Wo übrigens auch MdB wie Cem Özdemir Polizeischutz brauchen, wenn sie in München auftreten, weil Erdogans Schlägertrupps dort ebenfalls unterwegs sind []
  3. Durch verharmlosende Bezeichnungen der gewaltbereiten linken Schlägertrupps als „Aktivisten“ oder ggf. „Gegendemonstranten“ wird ja oft genug der Eindruck erweckt, der Linksextremismus in Deutschland wäre eigentlich kein Problem. []

Senioren sollen große Wohnungen gegen kleinere tauschen oder: Die Mietpreisbremse fällt der Politik auf die Füße

Wie z.B. der Stern berichtet, gibt es ein Problem mit Senioren, die in „zu großen“ Wohnungen wohnen. Diese sollen nun zum Tausch dieser Wohnungen gegen kleinere motiviert werden.

„Rechte Trolle[tm]“ behaupten übrigens einen Zusammenhang zwischen dem Familiennachzug und dem plötzlich auffallenden Mangel an größeren Wohnungen. Aber mir geht es hier gar nicht darum, ob die Problematik von „große Wohnungen blockierenden Senioren“ einen Zusammenhang mit der laissez-faire-Migrations-Politik von Kanzlerin Merkel zu tun hat.

Interessant finde ich eher, dass die älteren Menschen anscheinend schon aus ökonomischen Gründen die Wohnungen gar nicht tauschen *können*.

Denn: Ihre riesigen Wohnungen kosten warm weniger Miete als kleinere kalt!

Das, mit Verlaub, kann nur durch eine Mietpreispolitik passiert sein, die die Miete vom realen Ertragspotenzial der Wohnung am Markt völlig abgekoppelt hat. Also irgendwelche „sozialen“ Überlegungen, die Mieten nicht zu erhöhten, möglicherweise eine „Mietpreisbremse“.
Jetzt fällt diese Politik der Abkopplung von Mietpreisen von Marktpreisen den Politikern „vollkommen unerwartet“ auf die Füße, und das Geschrei ist groß.

Hätte man nicht gut gemeinte, aber im Endeffekt sozialistische Mietpreisregulierungen eingeführt, dann hätten wir heute auch kein Problem mit großen Wohnungen, die von Senioren „besetzt gehalten“ werden.

Dann hätten Marktmechanismen dafür gesorgt, dass Senioren nicht in riesigen Wohnungen billiger leben als in kleinen Wohnungen. Dann hätten die Senioren ihre zu großen Wohnungen aus ökonomischen Erwägungen längst geräumt. Dann hätten wir jetzt nicht plötzlich einen riesigen Bedarf an großen Wohnungen, die aber „von Senioren blockiert“ werden.
Das zeigt: Die gut gemeinte linke Wohnungs- und Mietpreispolitik löst keine Probleme, sondern schafft neue. Man merkt es nur immer erst dann, wenn es schon wieder zu spät ist.

Fahrverbote ermöglichen, Hersteller zur Hardware-Nachrüstung zwingen!

Man kann den USA vorwerfen was man will — in Sachen Produkthaftung und Verbraucherschutz haben sie uns immer noch einiges voraus.

In den USA sind VW-Besitzer längst großzügig entschädigt und Diesel, die im Realbetrieb mehr Schadstoff ausstießen als gemäß Zulassung erlaubt war, wurden mit Soft- UND Hardware-Fixes umgerüstet.

Es ist absurd, dass die deutsche Politik die Automobilkonzerne in Europa jetzt ungeschoren davonkommen lassen will. In Zeiten von Rekordgewinnen und Höchstkursen bei den Auto-Aktien gibt es kein Argument dafür, warum man Betrüger aus der Verantwortung für ihre mit Vorsatz und größter Raffinesse geplanten Taten entlassen sollte.

Die Auto-Industrie sollte ein deutliches Signal erhalten, dass Betrug, Täuschung von Verbrauchern und die Gefährdung der Gesundheit der Bevölkerung kein Kavaliersdelikt ist. Es ist lächerlich und mit dem Rechtsverständnis der meisten Menschen nicht zu vereinbaren, dass die Autohersteller durch die anscheinend schlechte Formulierung der Zulassungsvorschriften, die anscheinend tatsächlich nur für den Prüfstand die Einhaltung der Abgas-Grenzwerte verlangen und sonst „Ausnahmen“ zulassen, zumindest in Europa eine Hintertür haben, um sich aus der Verantwortung zu ziehen.

Wenn das Bundesverwaltungsgericht Fahrverbote erlauben und die Politik entsprechende Regeln einführen sollte, dann gäbe es möglicherweise doch noch ausreichend hohen Druck auf die Hersteller, aus (reichlich erzwungener) „Kulanz“ ihre Schummel-Produkte doch noch nachzubessern.

Ich hoffe, das wird passieren, damit ein Zeichen gesetzt wird, dass sich Hersteller auch in Europa nicht dauerhaft ihrer Verantwortung für ihre Produkte entziehen können.

Rapsölverschwörung!!!1!

Angeregt durch irgendwelche (AFAIK bisher nicht reproduzierten) Studien, nach denen Rapsöl bei Mäusen negative Auswirkungen auf die kognitiven Leistungen haben soll, habe ich mir mal angesehen, in welchen Lebensmitteln Rapsöl drin ist, und die Antwort ist: Quasi überall.

Ich finde, das sollte Anlass genug sein, eine „Rapsölverschwörung“ zu erfinden, nach der z.B. die Industrie abgesprochen oder die EU verfügt habe, dass in allen Lebensmitteln Rapsöl zu sein habe.
Weil, mal so als Anregung, die Gedankenkontrollstrahler sonst nicht so gut funktionieren. Oder die Chemtrails. Oder Irgendwas. Und dann SIE / Trump / die Russen / Merkel / die Außerirdischen vielleicht die Kontrolle verlieren.

Ich finde, das ist absolut ausbaufähig…