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Die Schlafwagen-Kanzlerin ist angezählt

Nach 13 Jahren Regierung Merkel sind etliche Probleme Deutschlands und Europas trotz der laut veröffentlichten Meinung so klugen Politik der Kanzlerin nicht gelöst:

  1. Die Finanzierung der Renten
  2. Der Ausbau von Breitband-Internet
  3. Die Aufrechterhaltung der Gesundheitsversorgung im ganzen Land
  4. Der Fachkräftemangel in Handwerk und Ingenieurberufen
  5. Die Organisation einer sozialverträglichen Immigration und Verhinderung schädlicher Migration
  6. Die Organisation einer nachhaltigen, bezahlbaren und ökologisch sowie wirtschaftlich sinnvollen Energieversorgung
  7. Die Aufrechterhaltung des Rechtsstaats gegen Herausforderungen von Rechts, Links und organisierter Kriminalität
  8. Die Verhinderung einer weiteren Landflucht (ggf. durch aktive Förderung des ländlichen Raums, z.B. durch Gründung neuer Städte oder Universitäten?)
  9. Die Organisation einer effektiven Landesverteidigung mit einer einsatzfähigen und gut ausgerüsteten Bundeswehr
  10. Die Probleme im Bildungssystem, ausgelöst durch ideologische Projekte wie „Lesen durch Schreiben“, Lehrermangel und Inklusion1
  11. Der effektive Schutz von Bürgerrechten durch Datenschutz, IT-Sicherheit, Recht auf pseudonyme Internet-Nutzung, Verschlüsselung, auch durch strategische Maßnahnen zur Sicherstellung IT-technischer Autarkie, Unabhängig-machen von durch (US-)Geheimdienste unterwanderten Software- und Hardware-Herstellern
  12. Die Sicherung der Währungsstabilität und Verhinderung einer stillen Enteignung der deutschen Bürger durch Kosten für immer weitere Rettungsschirme und Hilfspakete
  13. Die Sicherstellung von Mobilität und logistischer Versorgung in Zeiten zunehmenden Transitverkehrs und steigender Probleme mit Treibhausgasen und Schadstoffen.

Unsere Kanzlerin ist in den vergangenen 13 Jahren zielsicher von Krise zu Krise gestolpert, und hat oftmals nur mit Steuerzahlergeld und Schulden Löcher zugeschüttet, statt die zugrunde liegenden Probleme wirklich zu lösen.
Die völlige Unfähigkeit der Regierung Merkel, trotz diplomatischem Chor, Geheimdiensten, Ministerien und dort arbeitenden Wissenschaftlern ein paar Monate in die Zukunft zu sehen bzw. internationale Entwicklungen zu prognostizieren und vorausschauend Lösungsstrategien zu entwickeln, hat man fälschlicherweise damit entschuldigt, es könne ja niemand in die Zukunft sehen.
Trägheit und Ratlosigkeit der Kanzlerin haben wohlmeinende Journalisten zum „besonnenen Führungsstil“ umgedeutet, hilf- und zahnloses politisches Taktieren in Zeiten Fakten-schaffender Trumps, Orbans, Putins und Erdogans als kooperativen, weiblichen, natürlich irgendwie überlegenen Ansatz der Problemlösung interpretiert – trotz ausbleibender Erfolge.

Wenn man darauf schaut, wie viele Möglichkeiten Deutschland als eines der wirtschaftlich stärksten Länder der Welt hat, und wie wenig die Regierung Merkel daraus jeweils gemacht hat, kommt man nicht um die Erkenntnis herum, dass Merkel schon seit einiger Zeit das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ aufführt: Mit Hofschranzen, Quoten-Ministerinnen und „Journalisten mit Haltung“ in der Rolle der Schneider und Claquere, und ganz wenigen kritischen Stimmen in der Rolle des kleinen Mädchens, das das Offensichtliche ausspricht: Dass Merkel tatsächlich eine ideenlose alte Frau in schlecht sitzenden bunten Jacken ist, die von der Droge Politik nicht mehr loskommt und darum lieber ein ganzes Land verkommen lässt, als ihren Stuhl zu räumen.
Die keine Probleme löst, sondern den Kardinalfehler macht, diese in den wirtschaftliche guten Zeiten zu verschleppen, so dass sie dann in den wieder kommenden schlechteren Zeiten um so schlimmere Auswirkungen haben werden.
Deren Politikstil tatsächlich nicht pragmatisch-praktisch ist, sondern ein Politikstil des geringsten Widerstands, der taktischen Anpassung an Stimmungen und Mehrheitsverhältnisse, des prinzipienlosen Lavierens, oftmals ohne Sinn und Verstand. Zusammengefasst ein zutiefst populistischer Politikstil, den aber niemand als populistisch kritisieren wollte, solange dieser Populismus auf eine satte, irgendwie sozialdemokratische, leicht zu lenkende und durch die dann immer weiter doch relativ gute wirtschaftliche Lage politisch betäubte Mitte zielte.

Aber langsam wird die Luft dünn für Merkel. Der Wind hat sich gedreht. Sie ist angezählt. Die GroKo ist bereits jetzt am Ende. Niemand glaubt mehr, dass Merkel bis 2021 regieren wird.
Es wäre Zeit, dass eine der Parteien der großen Koalition die Reißleine zieht. Das könnte dieser Partei bei Neuwahlen dann immerhin noch ein paar Sympathie-Punkte bringen. Und vielleicht könnte es nach Neuwahlen für scharz-gelb-grün oder rot-rot-grün reichen – wobei es schön wäre, wenn der Anteil von grün und gelb hier eher hoch wäre. Denn wo man bei schwarz und rot vollkommen die Orientierung verloren zu haben scheint, haben Grüne und FDP zumindest noch irgendwelche Prinzipien.

  1. Inklusion auch von Schülern, die den Lernerfolg ihrer Mitschüler durch ihr störendes Verhalten gefährden und somit langfristig erheblichen volkswirtschaftlichen Schaden anrichten []

Unsere abgewählte Regierung, ihre untätige Exekutive, und das „Es gibt keine einfachen Lösungen“-Argument (gegen AfD/Linke)

Ohne Zweifel gibt es für die Herausforderungen unserer globalisierten Welt oftmals keine einfachen Lösungen.

So gesehen ist das Argument, bestimmte Parteien hätten keine Lösungen für die Probleme Deutschlands, Europas und der Welt, sicher richtig. Aber auch trivial.

Und wenn Parteien wie CDU und SPD, die seit Jahren regieren, dieses Argument bringen, um von der Wahl anderer Parteien abzuhalten, dann ist es (leider) absurd.

Denn CDU und SPD sind seit langer langer Zeit in der Regierung und haben für viele lang bekannte Probleme trotz der enormen Möglichkeiten, die der Regierung zur Verfügung stehen, keine Lösungen gefunden, weder einfache, noch komplizierte.
Angela Merkel hat selbst der „einfachen Lösung“ Dublin III zugestimmt (Die EU-Länder mit Außengrenzen sollten allein alle Asylbewerber aufnehmen, registrieren, und ggf. abschieben), die ihr dann um die Ohren geflogen ist.
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Sexuelle Neigungen und feministische Mythen aus den 70ern

In einem Text „Frauen, hört auf, euch beim Sex zu unterwerfen!“ von Katja Lewina kommt das ganze Elend des aktuellen Feminismus zum Ausdruck. Zitat:

Ich bin weit davon entfernt, die Bettspielchen von anderen zu verurteilen. Dennoch frage ich mich: Wie sehr kann so ein Hang zur Submission individuelle Veranlagung sein, wenn er doch eindeutig geschlechtsspezifisch ist? Das ist so, als würde man behaupten, all die Frauen würden aus einem inneren Drang heraus so wahnsinnig gern in Care-Berufen arbeiten, in denen man kaum was verdient. Dabei ist inzwischen so ziemlich jedem Waldbewohner klar, dass Frauen diese Berufe vor allem deswegen ergreifen, weil sie entsprechend sozialisiert wurden.

Was stimmt an diesem Zitat nicht?
Nun, zuerst mal der erste Satz. Wie kann man behaupten, „die Bettspielchen von anderen nicht zu verurteilen“, wenn man in der Überschrift seines Artikels andere in Befehlsform auffordert, gefälligst ihre Bettspielchen nach dem Gusto der Autorin zu betreiben?

Und dann kommt der Rest, der die alte feministische These reproduziert, Frauen und Männer seien gleich und hätten keine angeborenen geschlechtsspezifisch unterschiedlichen Neigungen. Denn nur dann wäre ja ausgeschlossen, dass Fraue möglicherweise tatsächlich geschlechtsspezifisch häufiger eine individuelle Neigung zur (erotisch-spielerischen!) Unterwerfung verspüren könnten.

Und diese These, dass Frauen und Männer eigentlich gleich seien, sein sollten oder sein müssten, ist das feministische Dogma; das Dogma, an dem der Feminismus langfristig scheitern wird.

Dass Männer und Frauen unterschiedliche Fähigkeiten und Interessen haben, ist wissenschaftlich gesichert. Schon bei Neugeborenen sind Geschlechterunterschiede in der Wahrnehmung nachweisbar. Und dass Frauen empathischer und „sozial intelligenter“ sind, sprachlich gewandter und im Lesen im Allgemeinen besser, wird auch in feministischen Kreisen sehr gerne akzeptiert. Merke: Geschlechterunterschiede zugunsten von Frauen sind feministisch okay.

Wenn es aber darum geht, es könne auch Geschlechterunterschiede geben, die die Auswirkung haben könnten, dass Frauen sich nicht so verhalten, wie Feministinnen das gerne sehen wollen, dann ziehen sich Feministinnen stets wieder auf das Dogma zurück, Frauen und Männer seien komplett gleich und alle Unterschiede müssten vom bösen Patriarchat anerzogen sein.

Tatsächlich ist es aber so, dass Frauen natürlich nicht nur geschlechtsspezifische Stärken haben, sondern auch geschlechtsspezifische Interessen und Vorstellungen. Darum arbeiten Frauen offensichtlich tatsächlich lieber als Männer in Care-Berufen.1

Über 90% aller Frauen fühlen sich von Männern sexuell angezogen. Die Idee, das könne vom Patriarchat so anerzogen worden sein und hätte nichts damit zu tun, dass Menschen Säugetiere sind und möglicherweise schon ausgestorben wären, wenn es anders wäre, ist vollkommen lächerlich.
Entsprechend ist es auch recht einfach vorstellbar, da naheliegend, dass Frauen aufgrund ihres Geschlechtes signifikant andere sexuelle Neigungen und Phantasien haben. Ganz ohne dass „das Patriarchat“ hier eingreift.

Schade, dass das seit den 70ern, wo man sich gerne einbildete, man könne quasi aus „politischen Gründen“ lesbisch sein, nicht bei den Feministinnen angekommen ist.
Und traurig, dass „Jetzt“ bzw. „SZ“ diesem Unsinn heute noch Raum geben.

  1. Und diese werden deshalb schlechter bezahlt, weil sie Personal-intensiv sind. Es gibt keine Produktionssteigerungen, die höhere Gehälter rechtfertigen könnten, wie in vielen „Männer-Berufen“, wo der Einsatz von (immer besseren) Maschinen zu höheren (Export-)Einnahmen führt, die dann teilweise an die Arbeiter weitergegeben werden können. Siehe auch hier. []

Chemnitz und der „Kampf gegen Rechts“

Nachdem in Folge einer Messerstecherei auf einem Stadtfest in Chemnitz eine Person gestorben ist, ist es in Chemnitz zu fremdenfeindlichen Ausschreitungen gekommen.

Und wie stets wird jetzt gefordert, den „Kampf gegen Rechts“ zu intensivieren.

Leider kann das heute meiner Meinung nach niemand mehr ernst nehmen, denn: Solange ich denken und mich erinnern kann, wurde vor „steigendem Antisemitismus“ und „mehr Rechten“ gewarnt. Also seit ca. 30 Jahren. 1

Jetzt wieder einmal noch mehr „Kampf gegen Rechts“ zu fordern ist zwar sicher super-guet gemeint, aber ziemlich lächerlich, denn wenn nach 30 Jahren Intensivierung des „Kampfes gegen Rechts“ Chemnitz herauskommt, dann muss man sich vielleicht doch einmal ehrlich machen und zugeben, dass der „Kampf gegen Rechts“ stets nur in Sonntagsreden geführt wurde und tatsächlich nie wirklich effektiv war.

Vielleicht sind rechte und linke Einstellungen in der Bevölkerung einfach immer zu einem bestimmten Anteil verbreitet, und kommen nur abhängig von der Situation mehr oder weniger radikal zum Vorschein? Mir ist jedenfalls nicht bekannt, dass es irgendeine erprobte und wissenschaftlich bestätigte Möglichkeit gäbe, diese Einstellungen, die statistisch gesehen auch Abhängigkeiten von Geschlecht und Lebensalter zeigen, tatsächlich zu ändern. Weder konnte die „antifaschistische“ DDR tatsächlich rechte Einstellungen in der DDR verhindern, noch konnten die Kommunisten in Polen die Religiösität der Polen großartig vermindern, noch können z.B. die „turbokapitalistischen“ USA linke Bewegungen verhindern.

Was soll also das (Sonntags-)Gerede vom „Kampf gegen Rechts“, das seit 30 Jahren rein gar nichts nützt, jetzt wieder?

Was man ändern kann, sind die Umstände. Solange die GroKo von Krise zu Krise taumelt und sich „Herausforderungen“ stapeln, die die Bevölkerung bitte mal für die Regierung annehmen und bewältigen soll, werden Zukunftsangst und Nervosität Radikalismus fördern.

Wenn die Zukunftsaussichten wieder gefühlt besser würden, würden auch die politischen Verhältnisse wieder entspannter.

2013 hat die Regierung Merkel der europäischen Asyl-Regelung Dulbin-III zugestimmt und sämtliche Verantwortung für Migration auf die Staaten mit EU-Außengrenzen abgeschoben, was vollkommen unfair und unsolidarisch war. Darum ist diese Regelung auch 2015 an der Realität gescheitert.

Frau Merkel und der großen Koalition, das hat sich gezeigt, fehlt jegliches Talent dafür, europäisch und langfristig zu denken. Sie „bewältigt“ vorrangig Krisen, die sie selbst geschaffen hat. Auch die Ausschreitungen in Chemnitz hat sie mittelbar verursacht, indem sie – ohne Parlament oder Bevölkerung zu fragen – 2015 eine Massenmigration in Gang gesetzt hat und vielleicht sogar in Gang setzen musste, um den gigantischen Fehler, den man 2013 mit der Verabschiedung von Dublin III ohne tatsächlich effektive Sicherung der Außengrenzen gemacht hatte, wieder einigermaßen auszubügeln.

Der Rechtsruck in Europa ist vor allem auch ein Effekt dieser von Euro- zu Griechenland- zu Flüchtlings-Krise taumelnden Politik, die den Menschen trotz größtenteils gut laufender Wirtschaft ein Gefühl permanenter Verunsicherung vermittelt.

Die einzige Möglichkeit, einen „Kampf gegen Rechts“ zu führen sehe ich darin, bessere, langfristigere, durchdachtere Politik zu machen, die geordnete Verhältnisse und Sicherheit verspricht. Symbolpoltik und Sonntagsreden und weitere GroKo-Schnellschüsse werden jedenfalls keinen beruhigenden Effekt haben.

  1. Das war immer schon ein Stück weit absurd, denn nach 1945 müsste der Anteil von Rechten und echten Nazis in der Bevölkerung irgendwann auch mal zurückgegangen sein. Und nach der „Sozialdemokratisierung“ der Union und vor dem Aufstieg der AfD waren – parteipolitisch gesehen – auch kaum noch welche übrig. []

Ist die Rettung seeuntüchtiger Schlepper-Boote (christlich) moralisch geboten?

Es gibt im Moment Debatten, ob die Rettung von Migranten aus Seenot im Mittelmeer richtig oder falsch sei.

Es gibt die Meinung, die Rettung sei immer moralisch geboten, denn es gehe um Menschenleben, und die Menschen würden sich aus Verzweiflung in die Hände der Schlepper begeben und seien darum nicht dafür verantwortlich zu machen, dass sie in Seenot geraten. Entsprechend hätten sie moralischen einen Anspruch auf Hilfe.

Und es gibt die Meinung, wer sich für Geld von einem Schlepper vorsätzlich in Seenot bringen lasse, habe moralisch seinen Anspruch auf Rettung verwirkt, weil sein egoistisches Ziel sei, durch die Seenot eine Passage nach Europa zu erzwingen. Und wer genug Geld für Schlepper habe, habe auch Alternativen zum Versuch, nach Europa zu gelangen, könne also nicht verzweifelt sein.

In der Bibel gibt es die Geschichte von Sankt Martin, der dem armen Mann in der Kälte die Hälfte seines Mantels gibt.
Es ist eine schöne Geschichte über Nächstenliebe und Hilfe für einen Menschen in der Not; einen Menschen, den wir uns als zufällig schlecht vorbereitet von der Kälte überrascht vorstellen.

Ist ein Sankt Martin vorstellbar, der nach ein paar Ritten durch die Kälte stets Berge von Mänteln mitführt und an Menschen verteilt, die sich absichtlich halbnackt in die Kälte gestellt haben, um von ihm einen halben Mantel zu bekommen? Die sogar noch Geld dafür bezahlen um von Geschäftemachern zu erfahren, auf welcher Route Sankt Martin das nächste Mal durch die Kälte reiten wird? Ein Sankt Martin, der sich auf diese Weise erpressen lässt? Ich denke nicht.

Ich glaube, andere dadurch zu Handlungen zu manipulieren, ja zu diesen Handlungen zu nötigen zu versuchen, dass sie eine Unterlassung dieser Handlungen als unmoralisch empfinden würden, ist selbst unmoralisch.
Auch der Gutmütigste braucht seine Gutmütigkeit nicht ausnutzen zu lassen.
Von daher ist es meiner Meinung nach zumindest nicht moralisch geboten, die Kunden nordafrikanischer Schlepper zu retten, denn das Handeln der Schlepper und auch der Kunden der Schlepper ist selbst unmoralisch.

Da man nun aber damit angefangen hat, Rettungen durchzuführen, wäre es falsch, diese jetzt plötzlich einzustellen und Menschen sterben zu lassen, um „ein Exempel zu statuieren“. Statt dessen sollte weiter gerettet werden, doch die Menschen sollten nach Afrika zurückgebracht werden. So würde das Geschäftsmodell der Schlepper ebenfalls zerstört, und das Problem ertrinkender Menschen im Mittelmeer wäre bald gelöst. Niemand würde Überfahrten kaufen, die dann nicht klappen, es würden keine Überfahrten mehr stattfinden, und folglich würde niemand mehr ertrinken.

Margarete S. fragt: Warum Frauen seltener Universalgenies oder Philosophen werden.

Kolumnistin Margarete S. hat für den Spiegel1 eine weitere wirre Gender-Kolumne geschrieben, in der sie irgendwie Plastikgeschirr und Sexismus in Zusammenhang setzt.

Ich verlinke die hier mal nicht wirklich: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/gender-klischees-warum-gelten-nur-maenner-als-genies-kolumne-a-1210107.html

Frau S. beklagt sich, wie immer, über Sexismus, unter anderem darüber, dass in der Wikipedia keine Frau als Beispiel für ein Universalgenie aufgeführt sei.

Nun, Frau S., wenn Ihnen ein weibliches Universalgenie bekannt sein sollte, dann bearbeiten Sie doch die Wikipedia und fügen eine Frau hinzu. Und hören auf zu jammern.

Damit zu Frau S. Beschwerde darüber, dass in philosophischen Studiengängen nicht gleich viele Philosophinnen wie Philosophen gelesen würden, was sexistisch sei (Mimimi!).
Aber möglicherweise ergibt es ja einen Sinn, wenn man im Studium bedeutende Philosophen liest, und möglicherweise ist es ja weder Zufall, noch Sexismus, dass mehr Männer als Frauen berühmte Philosophen werden.

Möglicherweise machen Frauen, sagen wir mal, zwar öfters auch mal einen Master in Philosophie, arbeiten dann aber lieber als Gender-Kolumnistin für den Spiegel, und Männer schreiben vielleicht nicht nur Kolumnen, sondern ganze Bücher, arbeiten hart, bekommen Stipendien, und werden dann berühmt, einfach weil sie gut sind und sich anstrengen, und nicht aus Sexismus.

Oder ist Richard David Precht möglicherweise nur deshalb bekannter als Frau S., weil er ein Mann ist?
Werden die Kolumnen von Margarethe S. nur aus einem Grund nicht als genau so gut anerkannt wie die Bücher von Richard David Precht, nämlich aus Sexismus? Arbeitet Margarethe S. genau so hart und strukturiert wie Richard David Precht?

Ich habe da eine ganz eigene Theorie: Ich denke, Richard David Precht ist tatsächlich kreativer, fleißiger und intelligenter als Margarete S.. Solange nicht genug Frauen philosophisch arbeiten, und Master-Absolventinnen in Philosophie wie S. nur Gender-Mimimi und Sexismus-Vorwürfe zustande bringen, werden die Curricula in Philosophie weiter von den originellen und leistungsbereiten Menschen dominiert werden. Originalität setzt voraus, nicht im Mainstream mitzuschwimmen und anzuecken, und darum wird eher Svenja Flaßpöhler in den Olymp der Philosophie aufsteigen als Margarete S..

  1. der sie aus irgendeinem Grund weiterhin für ihre mittelmäßigen Schnellschüsse in Sachen Kolumnen bezahlt []

Was mir an der re:publica nicht gefällt

Die re:publica hält sich für eine irgendwie gesellschaftlich relevante „Convention“.
Sie möchte „Filterblasen platzen lassen“.

Da fragt man sich schon, wie das funktionieren soll, wenn Menschen wie der „optische Punk“ Sascha Lobo (als neuerdings Sozialliberaler?) oder der immer gefällige Richard David Precht quasi den rechten Rand des politischen Spektrums der Panelisten bzw. „Speaker_*Innen“ darstellen. Oder hat möglicherweise jemand daran gedacht, tatsächlich ein paar Andersdenkende einzuladen, die Dinge sagen könnten, die niemand hören will? Ich glaube ja eher nicht. Und das ist ein Hauptproblem der re:publica, wo man nicht einmal Bundeswehruniformen ertragen kann.

Widerspruch würde auch nur stören beim schönen „Klassentreffen“ der selbsternannten progressiven Blogger. Und um sicherzustellen, dass wirklich niemand kommt, der möglicherweise angestellt ist oder Kinder hat, die möglicherweise auch noch schulpflichtig sind, um sicherzustellen, dass am besten nur Berliner ohne Verpflichtungen wie z.B. feste Arbeitszeiten kommen, hat man die Konferenz nicht auf ein Wochenende mit Brückentag wie z.B. den Zeitraum vom 28.4.2018 bis 1.5.2018 oder vom 10.5.2018 bis 13.5.2018 gelegt, sondern direkt in eine Arbeitswoche vom 2.5.2018 bis (inklusive Netzfest) 5.5.2018.
Man muss der re:publica fast gratulieren zu dieser vollkommen bescheuerten Terminwahl. Exkludierender hätte man eine angeblich so inklusive Konferenz gar nicht legen können.

Was auch nervt an der re:publica ist die bemüht gestaltete Website, wo anscheinend die Entscheidung zwischen „Sein oder Design“ ganz klar in Richtung Klicki-Bunti auf Bento-Niveau ausgefallen ist, mit dem überdimensionierten und nichts-sagenden Schriftzug „POP“, und in keiner Weise auf der Höhe der Zeit animierten „Seifenblasen“.

Naja, immerhin hat man sehr viele sehr sehr wichtige „Speakers“, die ungefähr zur Hälfte (selbsternannte) Founder, Director, CEO, President, Lead- oder Head-Irgendwas sind. Ungefähr zur Hälfte prekär beschäftigte Selbstausbeuter, zur Hälfte an staatlichen bzw. staatlich mitfinanzierten Einrichtungen beschäftigte Leute, mit ein paar hippen jungen Lobbyisten großer Konzerne darunter. Also eine repräsentative Mischung, die super geeignet ist, dem blöden Volk zu erklären, wie nicht nur das Internet, sondern die Welt funktioniert! Nicht.

Und man hat viele wichtig klingende Kategorien, die nur leider ihre eigentliche Funktion als Kategorie im Sinne einer Einordnung nicht erfüllen; es sei denn, irgendjemand wäre in der Lage eine sinnvolle Aussage zu machen, was von einem Vortrag (nicht) zu erwarten ist, der unter dem Topic „POP“ oder „fe:male“ läuft. Man hat den Eindruck, bei der Erstellung der Kategorien durfte sich jeder etwas wünschen und nachher wurde nicht mehr aussortiert, was möglicherweise keinen Sinn ergibt, weil sonst vielleicht noch jemand angefangen hätte zu weinen im Stuhlkreis.

Ich denke generell nicht, dass es nach der re:publica von irgendwelchen Kontroversen zu berichten geben wird. Ich denke, die angeblich „Filterblasen zerplatzen lassen wollende“ Konferenz wird genau so in ihrem eigenen links-pseudo-progressiven Saft schmoren wie in den Jahren zuvor.

Unangenehme Wahrheiten, wie zum Beispiel, dass es möglicherweise auch bedenklich sein könnte, wenn deutsche Ministerien mittels direkt geförderter Stiftungen oder eigener Programme versuchen, die Meinungsbildung in Deutschland „in die richtige Richtung“ zu lenken, wird niemand aussprechen.
Es wird niemand auftreten, der die Blockchain als Lösung ohne Problem bzw. vollkommen nutzlos bezeichnen wird, und natürlich wird auch niemand einen Vortrag halten, in dem er oder sie die Sinnhaftigkeit einer 50%-Frauenquote in allen Lebensbereichen anzweifelt.

Alle werden selbstzufrieden nach Hause gehen mit dem guten Gefühl, weltanschauungsmäßig nicht herausgefordert, sondern ordentlich gepampert worden zu sein. Darum wird dort auch kein Erkenntnisgewinn stattfinden. Die Ergebnisse stehen eigentlich schon vor der Konferenz fest, denn in der hedonistischen Echokammer der selbsternannten digitalen Avantgarde geht es nicht um Debatte, sondern um Selbstbestätigung. Das ist es, was mir an der re:publica nicht gefällt.

Die Wahl von Andrea Nahles ist kein Neuanfang

Gestern hat die SPD Andrea Nahles zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt.
Geframed wurde diese Wahl im Vorfeld als „Erste Wahl einer Frau zur Vorsitzenden seit der Parteigründung vor 154 Jahren“, also als eine Art Triumph der Frauenbewegung.

Aber im Jahr 2018 ist es wirklich keine besondere Sache mehr, wenn eine Frau in ein Amt gewählt wird. Und besonders im Fall Nahles konnte man das Gefühl haben, dass Nahles nur deshalb zur großen Hoffnung hochgejazzt wurde, weil sonst niemand da war.

Denn Andrea Nahles ist wirklich keine Hoffnungsträgerin. Sie ist ein Apparatschik, der sein Leben mit 20 Semestern Studium, dem Schreiben von Büchern über sich selbst und mit Politik verbracht hat, eine Polit-Karrieristin, die sich vom Kofferträger eines MdB zur Ministerin hochgearbeitet hat, wobei natürlich die Frage ist, wieviel Arbeit so etwas tatsächlich ist, wenn man ein Jahrzehnt lang mit einem Gewerkschaftsfunktionär liiert ist und „als Frau“ auf dem Quotenfrauen-Ticket fährt.

Sie bezeichnet sich selbst als „Metallerin“, anscheinend weil sie Mitglied der IG Metall ist, hat aber sicher noch nie auch nur einen Cent Gehalt nach Metall-Tarifvertrage bekommen oder auch nur ansatzweise in einem „Arbeiter“-Beruf gearbeitet.

Ihr ganzer Habitus erinnert an einen aufgesetzt-hemdsärmligen Gewerkschafts-Agitator der 90er Jahre. Sie ist für mich ein aus der Zeit gefallener Oskar-Lafontaine-Klon.

Ihre Rede gestern hatte nichts von Aufbruch, es war eine 08/15-Rede mit den typischen folkloristischen Elementen einer Sozi-Rede. Nahles mühevolle Anfänge, ihre angebliche Verwurzelung im IG-Metall-Milieu, das feministische Gehabe, die angebliche „gläserne Decke“, die sie persönlich jetzt für alle Zeit durchbreche, die Appelle an die Einheit der Sozialdemokratie, das sozialdemokratische Pathos,… fast hätte man vergessen können, dass die SPD von den letzten 20 Jahren 16 mitregiert hat und Nahles alle Mißstände, die sie in ihrer Rede beklagte oder andeutete, mit zu verantworten hat.

Und natürlich dieses primitive Rumgebrülle, dass wohlmeinende Kommentatoren als „Leidenschaft“ auslegen, das aber natürlich nichts anders ist als Teil der immer gleichen, einstudierten Pseudo-Gewerkschafter-Nummer, außer der Nahles leider rhetorisch nichts drauf hat.

Wir werden sehen, was Andrea Nahles mit der SPD macht. Dass dies eine Erneuerung sein wird kann ich mir beim besten Willen mit dieser Figur an der Spitze nicht vorstellen.

Sibylle Berg bestätigt Jens Jessen

Sibylle Berg ist 52 Jahre alt. Sie gehört also zu den Frauen, die angeblich „unsichtbar“ gemacht werden, zu den Frauen, die in der intrasexuellen Konkurrenz zwischen Frauen nicht mehr uneingeschränkt satifaktionsfähig sind, denen langsam die Macht in ihrem Leben entgleitet, die darum immer frustrierter und verzweifelter gegen ihre nachlassende körperliche und intellektuelle Kraft ankämpfen.

So ungefähr würde ein Artikel über Sibylle Berg möglicherweise anfangen, wenn er von Sibylle Berg in der Absicht geschrieben würde, Sibylle Berg runterzumachen.1

Denn runtermachen, lächerlich machen, das ist die „Methode Berg“, jedenfalls in ihrem neuesten Artikel Endlich richtig wichtig, wo sie wirre küchenpsychologische Theorien entwickelt, warum jetzt auch (angebliche) Intellektuelle gegen Einwanderung und Aufnahme von Flüchtlingen sind.

Man könnte ja überlegen, dass Menschen vielleicht das erste Mal seit langer Zeit Bus fahren, und zu 90% von Ausländern umgeben sind, und sich erinnern, dass das in ihrer Jugend noch umgekehrt war. Vielleicht kommt Ihnen dann der Gedanke, dass Integration mit 90% Ausländern schwierig werden Manche erinnern sich vielleicht auch, dass es vielleicht nicht die beste Idee ist, nach der eher gut gelaufenen Integration der italienischen Gastarbeiter und der eher schleppend verlaufenden Integration der türkischen Gastarbeiter jetzt zu versuchen, massenhaft Menschen zu integrieren, deren Vorstellungen und Werte noch weiter von den Werten des Grundgesetzes entfernt sind als die Werte aller Menschen, die vorher jemals in größerer Zahl in Deutschland aufgenommen wurden.

Ja, vielleicht möchten Sie darum einfach die 2015er-Politik der Kanzlerin nicht fortgesetzt wissen. Sämtliche moralischen, ethischen Argumente, warum Deutschland eine moralische Supermacht sein sollte, und größte Anstrengungen unternehmen müsste, interessieren sie vielleicht einfach nicht wirklich. Sie wollen einfach, dass alles eher so bleibt, wie es einmal war.

Schließlich, und das ist ja das Geile an der Demokratie, darf jeder auch ohne Grund aus dem Bauch heraus politische Forderungen formulieren, und niemand braucht dafür die Zustimmung von irgendwem, auch nicht von selbsternannten GroßintellekuellInnen mit eigener Glosse im Spiegel.

Frau Berg sieht das aber anders. Politisch überhaupt etwas sagen darf man in der Gedankenwelt von Frau Berg nur mit genug moralischem Kapital auf der Gewissensbank.
Wenn man für die Tafel gearbeitet, sich für Juden eingesetzt, Homosexuelle geschützt oder sich feministisch engagiert hat, nur wenn man sozusagen in einer „guten“ Organisation gedient hat, nur dann ist man anscheinend ein vollwertiger, stimmberechtigter Bürger, was eine interessante Parallele zu antiken Demokratie-Vorstellungen in Griechenland darstellt.

Wer aber so ein moralische Kapital nicht hat und dann auch noch anderer Meinung ist als Frau Berg, der stellt die Zusammenhänge böswillig manipulativ da. Oder aber, er (in selten Fällen aus sie, aber Frauen sind ja bessere Menschen!) sieht nach der Midlife-Crisis seine Felle davonschwimmen und glaubt, er habe im Leben nicht genug erreicht.

Wer sich also als „älterer Mensch“ jetzt für weniger Zuwanderung einsetzt, der will wahrscheinlich nur noch seine 15 Minuten Ruhm zu bekommen, oder in vorauseilendem Gehorsam der künftigen Regierung tief in den Hintern zu kriechen. Was auch immer der Grund für das „falsche“ Verhalten ist: Er ist richtig übel, verkommen, charakterlos und dumm.

Gegnern ihrer Position dichtet Frau Berg mindestens mangelnde Intelligenz, eine Charakterschwäche oder Persönlichkeitsstörung an. Sie hat keine Argumente, ihr ganzer Artikel ist eine unspezifische ad-hominen-Attacke gegen irgendwelche „schlechten“ Menschen, vor allem natürlich Männer.

Dieses Vorgehen, nämlich Gegner zu Unpersonen zu erklären, zu frustrierten, gestörten, kriecherischen Wesen, das ist genau das übliche Vorgehen in einem totalitären System. Wer ausschert, der muss sich mit einem Schild um den Hals demütigen lassen, wir als „verrückt“ weggesperrt oder auch „nur“ gesellschaftlich geächtet.

Frau Berg tut genau das, was Jessen schreibt: Unspezifische Massen zusammentreiben und Einsperren in einem Lager der moralisch Minderwertigen.
Danke Frau Berg für die Bestätigung von Jessens These.

  1. Aber zum Glück sind wir hier ja auf einem Blog mit Niveau, wo Damen anständig behandelt werden und wo logisch argumentiert und nicht wirr spekuliert wird. []

Die Allmacht des Patriarchats als Zirkelschluss

Die #Metoo-Debatte und die Artikel von Jessen und anderen haben wieder einmal gezeigt, dass der institutionalisierte Feminismus, wie ich den Komplex aus feministischen Journalistinnen, Funktionärinnen mehr oder weniger unabhängiger NGOs und Politikerinnen gerne nennen würde, eine in sich geschlossene Weltsicht hat, die es unmöglich macht, dass eine darin verfangene Feministin sieht, dass auch Männer sich sexistisch angegangen fühlen können.

Im Prinzip ist es ganz einfach:

1. Weil weiße Männer privilegiert und mächtig sind, ist es unmöglich, dass sie von Sexismus oder Rassismus (wirklich) be- oder getroffen sind.

Und:

2. Weiße Männer sind privilegiert und mächtig, weil sie von Sexismus und Rassismus nicht betroffen sind.

Das ist ein Zirkelschluss. Es ist nach dieser (defekten) Logik nicht möglich, sich Männer als nicht-privilegierte Menschen vorzustellen, die sich tatsächlich emotional beeinträchtig fühlen, „nur“ weil radikale Feministinnen sie mit Hass vollkübeln, also (ironisch!) fabulieren, sie abzuschaffen, zu verdrängen, oder auch alle zu töten, weil sie Männer und weiß sind.

Abgesehen davon, dass ein Zirkelschluss immer ein logischer Fehler ist, hängen beide Aussagen für sich ebenfalls von Annahmen ab, die meiner Meinung nach nicht zutreffen, so dass man den Zirkelschluss gar nicht erst „starten“ kann.

Erstens sind weiße Männer Opfer von Sexismus und Rassismus, denn sie werden von radikalen Feministinnen ständig für alles Übel auf der Welt verantwortlich gemacht und Ihnen wird individuell das Recht abgesprochen, ihre Sichtweise argumentativ zu vertreten, weil Männer seit tausenden von Jahren zuviel redeten und endlich die Klappe halten sollten.
Zweitens sind nicht alle weißen Männer privilegiert und mächtig. Viele sind auch alt, krank, arm, weniger intelligent, schlecht gebildet, prekär beschäftigt, Opfer von Gewalt; von anderen Männern, aber auch von Frauen, wie sogar Studien des BMFSFJ1 bestätigen.
Die angebliche Über- bzw. All-macht der Männer als Gruppe ist daher nicht real. „Das Patriarchat“ ist eine Konstruktion des Feminismus, um Männer in einer anonymen Gruppe zusammenzufassen zu können, mit dem (natürlich nie ausgesprochenen!) Ziel der Entmenschlichung.
Bei „Männern“ soll die gute Feministin[tm] nicht an den abgehetzten Paketboten oder den freundlichen Mann mit dem Laubbläser denken, sondern an irgendeine anonyme Masse, die typischerweise von alten, hässlichen Männern in schlecht sitzenden Anzügen vertreten wird, die den Tag damit verbringen, die Welt ins Unglück zu stürzen und hilflose junge Frauen mit unsäglichen Schickanen zu tyrannisieren und die Nacht damit, zu vergewaltigen.

Es gibt aber keinen geheimen Club der Männer, keine weltweite Verschwörung gegen die Frauen. Jeder Mann ist ein Individuum. Aber jeder Mann fühlt sich als Mann auch der Gruppe der Männer zugehörig und darf sich bei Angriffen auf diese Gruppe beleidigt fühlen, so wie es Frauen angeblich auch negativ beeindruckt und sogar deren Leistung schmälert, wenn man behauptet, Frauen könnten nicht einparken oder seien schlecht in Mathematik.
Das „Patriachat“ ist nichts anderes als eine Variante des Trugschluss der Komposition bzw. des „Gipfelirrtums“, also des Fehlschlusses der entsteht, wenn man nur die Spitze einer Gruppe betrachtet. Der radikale Feminismus z.B. betrachtet immer nur die erfolgreichsten Männer, Wirtschaftsbosse und Wissenschaftler, und folgert aus dem großen Männeranteil in Management und Top-Forschung auf eine Benachteiligung von Frauen. Dass aber Männer auch die große Masse der Obdachlosen und Strafgefangenen stellen, während Frauen insgesamt eher in der Mitte der „Erfolgsverteilung“ rangieren, dass also im Mittel Frauen doch genau so erfolgreich sind wie Männer, ignoriert der Feminismus beharrlich.

Weil Männer nicht wirklich als Gruppe privilegiert sind und es kein Patriarchat gibt, ist nicht jede Unverschämtheit und Gemeinheit des kontemporären Feminismus gegenüber Männern nur „Selbstverteidigung“, denn es tropft nicht alles von jedem Mann wirkungslos ab, weil nicht jeder Mann tatsächlich privilegiert ist.

Und schließlich und endlich hat auch der privilegierteste Mann ebenso ein Recht auf eine respektvolle Behandlung und darauf, dass man ihn anhört, wie die unterprivilegierteste Frau.

Männer sollten daher aktiv(er) gegen den Feminismus vorgehen, der männerfeindlich agitiert.
Jeder Mann ist (mittelbar) betroffen, wenn Feministinnen gegen alte weiße Männer hetzen. Denn wer nicht alt ist, der wird es sicher. Wer nicht weiß ist, der hat vielleicht weiße Freunde. Oder weiß, dass der Feminismus irgendwann die Kampfzone auf alle Männer ausweiten wird.
Es ist zudem nicht notwendig, zu einer angegriffenen Gruppe zu gehören, um diese zu verteidigen, auch wenn das Moderatoren von Radio Eins anscheinend glauben. Nein, es ist moralisch geboten, jede angegriffene Gruppe erstmal in Schutz zu nehmen, wenn der Angeriff ungerechtfertigt erscheint, sogar, wenn man diese Gruppe nicht mag. Das gilt auch für mögliche Feindbilder wie Russland, Syrien, die USA, Israel, die Türkei, Nazis, die Antifa und Feministinnen.

Der radikale Feminismus ist nur deshalb so erfolgreich, weil dieser kleinen und lauten radikalen Gruppe nicht genug Menschen entgegentreten. Das gilt es zu ändern.

  1. Für die es seit 13 Jahren keine Nachfolgestudien gegeben hat – weil „das falsche“ rausgekommen ist? []