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Ist die Rettung seeuntüchtiger Schlepper-Boote (christlich) moralisch geboten?

Es gibt im Moment Debatten, ob die Rettung von Migranten aus Seenot im Mittelmeer richtig oder falsch sei.

Es gibt die Meinung, die Rettung sei immer moralisch geboten, denn es gehe um Menschenleben, und die Menschen würden sich aus Verzweiflung in die Hände der Schlepper begeben und seien darum nicht dafür verantwortlich zu machen, dass sie in Seenot geraten. Entsprechend hätten sie moralischen einen Anspruch auf Hilfe.

Und es gibt die Meinung, wer sich für Geld von einem Schlepper vorsätzlich in Seenot bringen lasse, habe moralisch seinen Anspruch auf Rettung verwirkt, weil sein egoistisches Ziel sei, durch die Seenot eine Passage nach Europa zu erzwingen. Und wer genug Geld für Schlepper habe, habe auch Alternativen zum Versuch, nach Europa zu gelangen, könne also nicht verzweifelt sein.

In der Bibel gibt es die Geschichte von Sankt Martin, der dem armen Mann in der Kälte die Hälfte seines Mantels gibt.
Es ist eine schöne Geschichte über Nächstenliebe und Hilfe für einen Menschen in der Not; einen Menschen, den wir uns als zufällig schlecht vorbereitet von der Kälte überrascht vorstellen.

Ist ein Sankt Martin vorstellbar, der nach ein paar Ritten durch die Kälte stets Berge von Mänteln mitführt und an Menschen verteilt, die sich absichtlich halbnackt in die Kälte gestellt haben, um von ihm einen halben Mantel zu bekommen? Die sogar noch Geld dafür bezahlen um von Geschäftemachern zu erfahren, auf welcher Route Sankt Martin das nächste Mal durch die Kälte reiten wird? Ein Sankt Martin, der sich auf diese Weise erpressen lässt? Ich denke nicht.

Ich glaube, andere dadurch zu Handlungen zu manipulieren, ja zu diesen Handlungen zu nötigen zu versuchen, dass sie eine Unterlassung dieser Handlungen als unmoralisch empfinden würden, ist selbst unmoralisch.
Auch der Gutmütigste braucht seine Gutmütigkeit nicht ausnutzen zu lassen.
Von daher ist es meiner Meinung nach zumindest nicht moralisch geboten, die Kunden nordafrikanischer Schlepper zu retten, denn das Handeln der Schlepper und auch der Kunden der Schlepper ist selbst unmoralisch.

Da man nun aber damit angefangen hat, Rettungen durchzuführen, wäre es falsch, diese jetzt plötzlich einzustellen und Menschen sterben zu lassen, um „ein Exempel zu statuieren“. Statt dessen sollte weiter gerettet werden, doch die Menschen sollten nach Afrika zurückgebracht werden. So würde das Geschäftsmodell der Schlepper ebenfalls zerstört, und das Problem ertrinkender Menschen im Mittelmeer wäre bald gelöst. Niemand würde Überfahrten kaufen, die dann nicht klappen, es würden keine Überfahrten mehr stattfinden, und folglich würde niemand mehr ertrinken.

Margarete S. fragt: Warum Frauen seltener Universalgenies oder Philosophen werden.

Kolumnistin Margarete S. hat für den Spiegel1 eine weitere wirre Gender-Kolumne geschrieben, in der sie irgendwie Plastikgeschirr und Sexismus in Zusammenhang setzt.

Ich verlinke die hier mal nicht wirklich: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/gender-klischees-warum-gelten-nur-maenner-als-genies-kolumne-a-1210107.html

Frau S. beklagt sich, wie immer, über Sexismus, unter anderem darüber, dass in der Wikipedia keine Frau als Beispiel für ein Universalgenie aufgeführt sei.

Nun, Frau S., wenn Ihnen ein weibliches Universalgenie bekannt sein sollte, dann bearbeiten Sie doch die Wikipedia und fügen eine Frau hinzu. Und hören auf zu jammern.

Damit zu Frau S. Beschwerde darüber, dass in philosophischen Studiengängen nicht gleich viele Philosophinnen wie Philosophen gelesen würden, was sexistisch sei (Mimimi!).
Aber möglicherweise ergibt es ja einen Sinn, wenn man im Studium bedeutende Philosophen liest, und möglicherweise ist es ja weder Zufall, noch Sexismus, dass mehr Männer als Frauen berühmte Philosophen werden.

Möglicherweise machen Frauen, sagen wir mal, zwar öfters auch mal einen Master in Philosophie, arbeiten dann aber lieber als Gender-Kolumnistin für den Spiegel, und Männer schreiben vielleicht nicht nur Kolumnen, sondern ganze Bücher, arbeiten hart, bekommen Stipendien, und werden dann berühmt, einfach weil sie gut sind und sich anstrengen, und nicht aus Sexismus.

Oder ist Richard David Precht möglicherweise nur deshalb bekannter als Frau S., weil er ein Mann ist?
Werden die Kolumnen von Margarethe S. nur aus einem Grund nicht als genau so gut anerkannt wie die Bücher von Richard David Precht, nämlich aus Sexismus? Arbeitet Margarethe S. genau so hart und strukturiert wie Richard David Precht?

Ich habe da eine ganz eigene Theorie: Ich denke, Richard David Precht ist tatsächlich kreativer, fleißiger und intelligenter als Margarete S.. Solange nicht genug Frauen philosophisch arbeiten, und Master-Absolventinnen in Philosophie wie S. nur Gender-Mimimi und Sexismus-Vorwürfe zustande bringen, werden die Curricula in Philosophie weiter von den originellen und leistungsbereiten Menschen dominiert werden. Originalität setzt voraus, nicht im Mainstream mitzuschwimmen und anzuecken, und darum wird eher Svenja Flaßpöhler in den Olymp der Philosophie aufsteigen als Margarete S..

  1. der sie aus irgendeinem Grund weiterhin für ihre mittelmäßigen Schnellschüsse in Sachen Kolumnen bezahlt []

Was mir an der re:publica nicht gefällt

Die re:publica hält sich für eine irgendwie gesellschaftlich relevante „Convention“.
Sie möchte „Filterblasen platzen lassen“.

Da fragt man sich schon, wie das funktionieren soll, wenn Menschen wie der „optische Punk“ Sascha Lobo (als neuerdings Sozialliberaler?) oder der immer gefällige Richard David Precht quasi den rechten Rand des politischen Spektrums der Panelisten bzw. „Speaker_*Innen“ darstellen. Oder hat möglicherweise jemand daran gedacht, tatsächlich ein paar Andersdenkende einzuladen, die Dinge sagen könnten, die niemand hören will? Ich glaube ja eher nicht. Und das ist ein Hauptproblem der re:publica, wo man nicht einmal Bundeswehruniformen ertragen kann.

Widerspruch würde auch nur stören beim schönen „Klassentreffen“ der selbsternannten progressiven Blogger. Und um sicherzustellen, dass wirklich niemand kommt, der möglicherweise angestellt ist oder Kinder hat, die möglicherweise auch noch schulpflichtig sind, um sicherzustellen, dass am besten nur Berliner ohne Verpflichtungen wie z.B. feste Arbeitszeiten kommen, hat man die Konferenz nicht auf ein Wochenende mit Brückentag wie z.B. den Zeitraum vom 28.4.2018 bis 1.5.2018 oder vom 10.5.2018 bis 13.5.2018 gelegt, sondern direkt in eine Arbeitswoche vom 2.5.2018 bis (inklusive Netzfest) 5.5.2018.
Man muss der re:publica fast gratulieren zu dieser vollkommen bescheuerten Terminwahl. Exkludierender hätte man eine angeblich so inklusive Konferenz gar nicht legen können.

Was auch nervt an der re:publica ist die bemüht gestaltete Website, wo anscheinend die Entscheidung zwischen „Sein oder Design“ ganz klar in Richtung Klicki-Bunti auf Bento-Niveau ausgefallen ist, mit dem überdimensionierten und nichts-sagenden Schriftzug „POP“, und in keiner Weise auf der Höhe der Zeit animierten „Seifenblasen“.

Naja, immerhin hat man sehr viele sehr sehr wichtige „Speakers“, die ungefähr zur Hälfte (selbsternannte) Founder, Director, CEO, President, Lead- oder Head-Irgendwas sind. Ungefähr zur Hälfte prekär beschäftigte Selbstausbeuter, zur Hälfte an staatlichen bzw. staatlich mitfinanzierten Einrichtungen beschäftigte Leute, mit ein paar hippen jungen Lobbyisten großer Konzerne darunter. Also eine repräsentative Mischung, die super geeignet ist, dem blöden Volk zu erklären, wie nicht nur das Internet, sondern die Welt funktioniert! Nicht.

Und man hat viele wichtig klingende Kategorien, die nur leider ihre eigentliche Funktion als Kategorie im Sinne einer Einordnung nicht erfüllen; es sei denn, irgendjemand wäre in der Lage eine sinnvolle Aussage zu machen, was von einem Vortrag (nicht) zu erwarten ist, der unter dem Topic „POP“ oder „fe:male“ läuft. Man hat den Eindruck, bei der Erstellung der Kategorien durfte sich jeder etwas wünschen und nachher wurde nicht mehr aussortiert, was möglicherweise keinen Sinn ergibt, weil sonst vielleicht noch jemand angefangen hätte zu weinen im Stuhlkreis.

Ich denke generell nicht, dass es nach der re:publica von irgendwelchen Kontroversen zu berichten geben wird. Ich denke, die angeblich „Filterblasen zerplatzen lassen wollende“ Konferenz wird genau so in ihrem eigenen links-pseudo-progressiven Saft schmoren wie in den Jahren zuvor.

Unangenehme Wahrheiten, wie zum Beispiel, dass es möglicherweise auch bedenklich sein könnte, wenn deutsche Ministerien mittels direkt geförderter Stiftungen oder eigener Programme versuchen, die Meinungsbildung in Deutschland „in die richtige Richtung“ zu lenken, wird niemand aussprechen.
Es wird niemand auftreten, der die Blockchain als Lösung ohne Problem bzw. vollkommen nutzlos bezeichnen wird, und natürlich wird auch niemand einen Vortrag halten, in dem er oder sie die Sinnhaftigkeit einer 50%-Frauenquote in allen Lebensbereichen anzweifelt.

Alle werden selbstzufrieden nach Hause gehen mit dem guten Gefühl, weltanschauungsmäßig nicht herausgefordert, sondern ordentlich gepampert worden zu sein. Darum wird dort auch kein Erkenntnisgewinn stattfinden. Die Ergebnisse stehen eigentlich schon vor der Konferenz fest, denn in der hedonistischen Echokammer der selbsternannten digitalen Avantgarde geht es nicht um Debatte, sondern um Selbstbestätigung. Das ist es, was mir an der re:publica nicht gefällt.

Die Wahl von Andrea Nahles ist kein Neuanfang

Gestern hat die SPD Andrea Nahles zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt.
Geframed wurde diese Wahl im Vorfeld als „Erste Wahl einer Frau zur Vorsitzenden seit der Parteigründung vor 154 Jahren“, also als eine Art Triumph der Frauenbewegung.

Aber im Jahr 2018 ist es wirklich keine besondere Sache mehr, wenn eine Frau in ein Amt gewählt wird. Und besonders im Fall Nahles konnte man das Gefühl haben, dass Nahles nur deshalb zur großen Hoffnung hochgejazzt wurde, weil sonst niemand da war.

Denn Andrea Nahles ist wirklich keine Hoffnungsträgerin. Sie ist ein Apparatschik, der sein Leben mit 20 Semestern Studium, dem Schreiben von Büchern über sich selbst und mit Politik verbracht hat, eine Polit-Karrieristin, die sich vom Kofferträger eines MdB zur Ministerin hochgearbeitet hat, wobei natürlich die Frage ist, wieviel Arbeit so etwas tatsächlich ist, wenn man ein Jahrzehnt lang mit einem Gewerkschaftsfunktionär liiert ist und „als Frau“ auf dem Quotenfrauen-Ticket fährt.

Sie bezeichnet sich selbst als „Metallerin“, anscheinend weil sie Mitglied der IG Metall ist, hat aber sicher noch nie auch nur einen Cent Gehalt nach Metall-Tarifvertrage bekommen oder auch nur ansatzweise in einem „Arbeiter“-Beruf gearbeitet.

Ihr ganzer Habitus erinnert an einen aufgesetzt-hemdsärmligen Gewerkschafts-Agitator der 90er Jahre. Sie ist für mich ein aus der Zeit gefallener Oskar-Lafontaine-Klon.

Ihre Rede gestern hatte nichts von Aufbruch, es war eine 08/15-Rede mit den typischen folkloristischen Elementen einer Sozi-Rede. Nahles mühevolle Anfänge, ihre angebliche Verwurzelung im IG-Metall-Milieu, das feministische Gehabe, die angebliche „gläserne Decke“, die sie persönlich jetzt für alle Zeit durchbreche, die Appelle an die Einheit der Sozialdemokratie, das sozialdemokratische Pathos,… fast hätte man vergessen können, dass die SPD von den letzten 20 Jahren 16 mitregiert hat und Nahles alle Mißstände, die sie in ihrer Rede beklagte oder andeutete, mit zu verantworten hat.

Und natürlich dieses primitive Rumgebrülle, dass wohlmeinende Kommentatoren als „Leidenschaft“ auslegen, das aber natürlich nichts anders ist als Teil der immer gleichen, einstudierten Pseudo-Gewerkschafter-Nummer, außer der Nahles leider rhetorisch nichts drauf hat.

Wir werden sehen, was Andrea Nahles mit der SPD macht. Dass dies eine Erneuerung sein wird kann ich mir beim besten Willen mit dieser Figur an der Spitze nicht vorstellen.

Sibylle Berg bestätigt Jens Jessen

Sibylle Berg ist 52 Jahre alt. Sie gehört also zu den Frauen, die angeblich „unsichtbar“ gemacht werden, zu den Frauen, die in der intrasexuellen Konkurrenz zwischen Frauen nicht mehr uneingeschränkt satifaktionsfähig sind, denen langsam die Macht in ihrem Leben entgleitet, die darum immer frustrierter und verzweifelter gegen ihre nachlassende körperliche und intellektuelle Kraft ankämpfen.

So ungefähr würde ein Artikel über Sibylle Berg möglicherweise anfangen, wenn er von Sibylle Berg in der Absicht geschrieben würde, Sibylle Berg runterzumachen.1

Denn runtermachen, lächerlich machen, das ist die „Methode Berg“, jedenfalls in ihrem neuesten Artikel Endlich richtig wichtig, wo sie wirre küchenpsychologische Theorien entwickelt, warum jetzt auch (angebliche) Intellektuelle gegen Einwanderung und Aufnahme von Flüchtlingen sind.

Man könnte ja überlegen, dass Menschen vielleicht das erste Mal seit langer Zeit Bus fahren, und zu 90% von Ausländern umgeben sind, und sich erinnern, dass das in ihrer Jugend noch umgekehrt war. Vielleicht kommt Ihnen dann der Gedanke, dass Integration mit 90% Ausländern schwierig werden Manche erinnern sich vielleicht auch, dass es vielleicht nicht die beste Idee ist, nach der eher gut gelaufenen Integration der italienischen Gastarbeiter und der eher schleppend verlaufenden Integration der türkischen Gastarbeiter jetzt zu versuchen, massenhaft Menschen zu integrieren, deren Vorstellungen und Werte noch weiter von den Werten des Grundgesetzes entfernt sind als die Werte aller Menschen, die vorher jemals in größerer Zahl in Deutschland aufgenommen wurden.

Ja, vielleicht möchten Sie darum einfach die 2015er-Politik der Kanzlerin nicht fortgesetzt wissen. Sämtliche moralischen, ethischen Argumente, warum Deutschland eine moralische Supermacht sein sollte, und größte Anstrengungen unternehmen müsste, interessieren sie vielleicht einfach nicht wirklich. Sie wollen einfach, dass alles eher so bleibt, wie es einmal war.

Schließlich, und das ist ja das Geile an der Demokratie, darf jeder auch ohne Grund aus dem Bauch heraus politische Forderungen formulieren, und niemand braucht dafür die Zustimmung von irgendwem, auch nicht von selbsternannten GroßintellekuellInnen mit eigener Glosse im Spiegel.

Frau Berg sieht das aber anders. Politisch überhaupt etwas sagen darf man in der Gedankenwelt von Frau Berg nur mit genug moralischem Kapital auf der Gewissensbank.
Wenn man für die Tafel gearbeitet, sich für Juden eingesetzt, Homosexuelle geschützt oder sich feministisch engagiert hat, nur wenn man sozusagen in einer „guten“ Organisation gedient hat, nur dann ist man anscheinend ein vollwertiger, stimmberechtigter Bürger, was eine interessante Parallele zu antiken Demokratie-Vorstellungen in Griechenland darstellt.

Wer aber so ein moralische Kapital nicht hat und dann auch noch anderer Meinung ist als Frau Berg, der stellt die Zusammenhänge böswillig manipulativ da. Oder aber, er (in selten Fällen aus sie, aber Frauen sind ja bessere Menschen!) sieht nach der Midlife-Crisis seine Felle davonschwimmen und glaubt, er habe im Leben nicht genug erreicht.

Wer sich also als „älterer Mensch“ jetzt für weniger Zuwanderung einsetzt, der will wahrscheinlich nur noch seine 15 Minuten Ruhm zu bekommen, oder in vorauseilendem Gehorsam der künftigen Regierung tief in den Hintern zu kriechen. Was auch immer der Grund für das „falsche“ Verhalten ist: Er ist richtig übel, verkommen, charakterlos und dumm.

Gegnern ihrer Position dichtet Frau Berg mindestens mangelnde Intelligenz, eine Charakterschwäche oder Persönlichkeitsstörung an. Sie hat keine Argumente, ihr ganzer Artikel ist eine unspezifische ad-hominen-Attacke gegen irgendwelche „schlechten“ Menschen, vor allem natürlich Männer.

Dieses Vorgehen, nämlich Gegner zu Unpersonen zu erklären, zu frustrierten, gestörten, kriecherischen Wesen, das ist genau das übliche Vorgehen in einem totalitären System. Wer ausschert, der muss sich mit einem Schild um den Hals demütigen lassen, wir als „verrückt“ weggesperrt oder auch „nur“ gesellschaftlich geächtet.

Frau Berg tut genau das, was Jessen schreibt: Unspezifische Massen zusammentreiben und Einsperren in einem Lager der moralisch Minderwertigen.
Danke Frau Berg für die Bestätigung von Jessens These.

  1. Aber zum Glück sind wir hier ja auf einem Blog mit Niveau, wo Damen anständig behandelt werden und wo logisch argumentiert und nicht wirr spekuliert wird. []

Die Allmacht des Patriarchats als Zirkelschluss

Die #Metoo-Debatte und die Artikel von Jessen und anderen haben wieder einmal gezeigt, dass der institutionalisierte Feminismus, wie ich den Komplex aus feministischen Journalistinnen, Funktionärinnen mehr oder weniger unabhängiger NGOs und Politikerinnen gerne nennen würde, eine in sich geschlossene Weltsicht hat, die es unmöglich macht, dass eine darin verfangene Feministin sieht, dass auch Männer sich sexistisch angegangen fühlen können.

Im Prinzip ist es ganz einfach:

1. Weil weiße Männer privilegiert und mächtig sind, ist es unmöglich, dass sie von Sexismus oder Rassismus (wirklich) be- oder getroffen sind.

Und:

2. Weiße Männer sind privilegiert und mächtig, weil sie von Sexismus und Rassismus nicht betroffen sind.

Das ist ein Zirkelschluss. Es ist nach dieser (defekten) Logik nicht möglich, sich Männer als nicht-privilegierte Menschen vorzustellen, die sich tatsächlich emotional beeinträchtig fühlen, „nur“ weil radikale Feministinnen sie mit Hass vollkübeln, also (ironisch!) fabulieren, sie abzuschaffen, zu verdrängen, oder auch alle zu töten, weil sie Männer und weiß sind.

Abgesehen davon, dass ein Zirkelschluss immer ein logischer Fehler ist, hängen beide Aussagen für sich ebenfalls von Annahmen ab, die meiner Meinung nach nicht zutreffen, so dass man den Zirkelschluss gar nicht erst „starten“ kann.

Erstens sind weiße Männer Opfer von Sexismus und Rassismus, denn sie werden von radikalen Feministinnen ständig für alles Übel auf der Welt verantwortlich gemacht und Ihnen wird individuell das Recht abgesprochen, ihre Sichtweise argumentativ zu vertreten, weil Männer seit tausenden von Jahren zuviel redeten und endlich die Klappe halten sollten.
Zweitens sind nicht alle weißen Männer privilegiert und mächtig. Viele sind auch alt, krank, arm, weniger intelligent, schlecht gebildet, prekär beschäftigt, Opfer von Gewalt; von anderen Männern, aber auch von Frauen, wie sogar Studien des BMFSFJ1 bestätigen.
Die angebliche Über- bzw. All-macht der Männer als Gruppe ist daher nicht real. „Das Patriarchat“ ist eine Konstruktion des Feminismus, um Männer in einer anonymen Gruppe zusammenzufassen zu können, mit dem (natürlich nie ausgesprochenen!) Ziel der Entmenschlichung.
Bei „Männern“ soll die gute Feministin[tm] nicht an den abgehetzten Paketboten oder den freundlichen Mann mit dem Laubbläser denken, sondern an irgendeine anonyme Masse, die typischerweise von alten, hässlichen Männern in schlecht sitzenden Anzügen vertreten wird, die den Tag damit verbringen, die Welt ins Unglück zu stürzen und hilflose junge Frauen mit unsäglichen Schickanen zu tyrannisieren und die Nacht damit, zu vergewaltigen.

Es gibt aber keinen geheimen Club der Männer, keine weltweite Verschwörung gegen die Frauen. Jeder Mann ist ein Individuum. Aber jeder Mann fühlt sich als Mann auch der Gruppe der Männer zugehörig und darf sich bei Angriffen auf diese Gruppe beleidigt fühlen, so wie es Frauen angeblich auch negativ beeindruckt und sogar deren Leistung schmälert, wenn man behauptet, Frauen könnten nicht einparken oder seien schlecht in Mathematik.
Das „Patriachat“ ist nichts anderes als eine Variante des Trugschluss der Komposition bzw. des „Gipfelirrtums“, also des Fehlschlusses der entsteht, wenn man nur die Spitze einer Gruppe betrachtet. Der radikale Feminismus z.B. betrachtet immer nur die erfolgreichsten Männer, Wirtschaftsbosse und Wissenschaftler, und folgert aus dem großen Männeranteil in Management und Top-Forschung auf eine Benachteiligung von Frauen. Dass aber Männer auch die große Masse der Obdachlosen und Strafgefangenen stellen, während Frauen insgesamt eher in der Mitte der „Erfolgsverteilung“ rangieren, dass also im Mittel Frauen doch genau so erfolgreich sind wie Männer, ignoriert der Feminismus beharrlich.

Weil Männer nicht wirklich als Gruppe privilegiert sind und es kein Patriarchat gibt, ist nicht jede Unverschämtheit und Gemeinheit des kontemporären Feminismus gegenüber Männern nur „Selbstverteidigung“, denn es tropft nicht alles von jedem Mann wirkungslos ab, weil nicht jeder Mann tatsächlich privilegiert ist.

Und schließlich und endlich hat auch der privilegierteste Mann ebenso ein Recht auf eine respektvolle Behandlung und darauf, dass man ihn anhört, wie die unterprivilegierteste Frau.

Männer sollten daher aktiv(er) gegen den Feminismus vorgehen, der männerfeindlich agitiert.
Jeder Mann ist (mittelbar) betroffen, wenn Feministinnen gegen alte weiße Männer hetzen. Denn wer nicht alt ist, der wird es sicher. Wer nicht weiß ist, der hat vielleicht weiße Freunde. Oder weiß, dass der Feminismus irgendwann die Kampfzone auf alle Männer ausweiten wird.
Es ist zudem nicht notwendig, zu einer angegriffenen Gruppe zu gehören, um diese zu verteidigen, auch wenn das Moderatoren von Radio Eins anscheinend glauben. Nein, es ist moralisch geboten, jede angegriffene Gruppe erstmal in Schutz zu nehmen, wenn der Angeriff ungerechtfertigt erscheint, sogar, wenn man diese Gruppe nicht mag. Das gilt auch für mögliche Feindbilder wie Russland, Syrien, die USA, Israel, die Türkei, Nazis, die Antifa und Feministinnen.

Der radikale Feminismus ist nur deshalb so erfolgreich, weil dieser kleinen und lauten radikalen Gruppe nicht genug Menschen entgegentreten. Das gilt es zu ändern.

  1. Für die es seit 13 Jahren keine Nachfolgestudien gegeben hat – weil „das falsche“ rausgekommen ist? []

Der Multikulturalismus geht unter. Wir müssen die Lücke füllen, bevor es die Rechten tun

Der Multikulturalismus beruht, laut Wikipedia, auf dem Postulat, dass die (Angehörigen der) jeweiligen Ethnien sich gegenseitig Verständnis, Respekt, Toleranz entgegenbringen und einander als gleichberechtigt ansehen können.

Das Problem hier: Ganz offensichtlich mangelt es an Verständnis, Respekt und Toleranz zwischen zahlreichen Ethnien, die sich in Deutschland in nicht geringer Zahl angesiedelt haben und — Multikulturalismus sei dank — sich nicht assimiliert und teilweise auch nur schlecht integriert haben.
Kurden und Türken und Armenier, Serben, Bosnier und Albaner, Sunniten, Schiiten, Wahhabiten, Aleviten, Jesiden und Juden, die Zahl der gesellschaftlichen, religiösen und kulturellen Konfliktlinien, die sich durch die Gesellschaft ziehen, ist fast schon Legion. Respekt und Toleranz hingegen sind eher Mangelware.

Das Postulat des Multikulturalismus hat sich also nicht erfüllt; die Idee der multikulturellen Gesellschaft muss als gescheitert angesehen werden.

Es müsste nun schnellstens ein realistischer Ansatz für die weitere gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland und Europa her, mit einem neuen, griffigen Namen.

Denn der von rechtsextremen propagierte „Ethnopluralismus“ stößt in die Leere vor, die die multikulturelle Gesellschaft als gescheiterte Leitideologie hinterlässt, und kann sich dort — mangels einer glaubhaften Alternative — langsam ausbreiten.

Wo Deutschlands einzige liberale Moschee unter Polizeischutz gestellt werden muss, weil orthodoxe Muslime die Toleranz nicht aufbringen können einen Islam zu ertragen, der mit europäischen Werten kompatibel wäre, da muss Schluss sein mit der Toleranz und Akzeptanz für die Intoleranz und den Dominanz-Anspruch fremder Kulturen.

Überall, wo zum Beispiel in Schwimmbädern ein Damenbadetag für muslimische Frauen eingeführt wird, ist die Toleranz für die andere kulturelle Vorstellungen in Akzeptanz und Übernahme umgeschlagen. Schrittweise wird die in den 70ern entstandene liberale Kultur Europas zurückgedrängt von Gruppen, die kein Verständnis und keinen Respekt für die europäische Art des Badens haben. Hier siegt die Kultur der Geschlechtersegregation über den europäischen Multikulturalismus, indem es eben keine parallele Multi-Badekultur mehr gibt, sondern eine räumliche und zeitliche Exklusivität verschiedener Badekulturen etabliert wird, weil die geschlecher-segregierte z.B. muslimische Badekultur eben nicht mit einer gemischtgeschlechtlichen Badekultur parallel existieren, diese respektieren oder tolerieren kann oder will.

Und eben dies scheint der sogenannte Ethnopluralismus, der von einer Konkurrenz und einem Gegeneinander von Kulturen ausgeht, zutreffend zu beschreiben, egal wie falsch, rechts und böse man das auch finden mag.

Darum brauchen wir dringend ein neues positives Modell, wie Zusammenleben organisiert werden soll, möglicherweise durchaus mal mit einem selbstbewussten Anspruch, dass die Mehrheitskultur und die kulturellen Errungenschaften der deutschen und europäischen Kultur Vorrang haben müssen vor den vielen anderen Kulturen, denen Menschen, die in Deutschland leben, mittlerweile auch anhängen oder entstammen.
Denn wo anderen kulturellen Normen Gleichwertigkeit zugestanden wird und deren Normen räumlich und zeitlich alleinige Gültigkeit eingeräumt wird, ist die liberale Kultur auf dem Rückzug und sind andere Kulturen dabei, die Werte des Liberalismus und der Aufklärung schrittweise zurückzudrängen. Das darf nicht sein. Bekennen wir uns endlich zu den europäischen und deutschen Werten der Aufklärung als den Leitwerten unserer Kultur, und begraben wir den gescheiterten Multikulturalismus, bevor die Rechten mit ihrem Ethnopluralimus die Auseinandersetzung für sich entscheiden können!

Wenn das Patriarchat so mächtig ist, warum zertritt es nicht hin und wieder eine Feministin?

Wenn Du wissen willst, wer dich beherrscht, musst Du nur herausfinden, wen Du nicht kritisieren darfst. (Voltaire)

Diesen Spruch von Voltaire finde ich recht zutreffend. Denn wenn man die Aussage mit der Realität abgleicht ist es tatsächlich so, dass Kritik an autoritären Herrschern wie zum Beispiel Erdogan, Putin, Kim Yong Un weniger gesund ist, und generell Institutionen mit Macht- oder zumindest Meinungsführerschafts-Anspruch wie z.B. auch manche Medien, generell auf Kritik eher biestig reagieren.

So gesehen ist es geradezu absurd, dass radikale Feministinnen immer noch der Verschwörungsideologie von der Existenz einer „Patriarchats“ anhängen und behaupten, die Welt werde von alten, weißen Männern beherrscht. Denn gerade auf diesen darf man ganz offensichtlich herumhacken, ohne irgendwelche Konsequenzen befürchten zu müssen. Es ist also nach Voltaire eher unwahrscheinlich, dass diese Gruppe tatsächlich herrscht, denn sonst würde sie sicher hin und wieder, um ihren Machtanspruch zu untermauern, die eine oder andere Feministin ausschalten, wie das in autoritären Regimen so zu passieren pflegt. Ab und an würde die eine oder andere in der Psychiatrie landen oder im Gefängnis, oder einen Unfall haben.
Dass das alles nicht passiert müsste man eigentlich als klares Indiz dafür sehen, dass „das Patriarchat“ anscheinend nicht (mehr) existiert.

Dass der Feminismus noch nicht darauf gekommen ist kann meiner Meinung nur daran liegen, dass das feministische Lager den Strohmann „Patriarchat“ so lieb gewonnen hat und nicht mehr auf ihn verzichten kann. Wie sollte man weitere Begünstigungen, Stellen und andere Pfründe für verdiente Feministinnen fordern, wenn es nicht angeblich ein Patriarchat gäbe, dass es zu bekämpfen gilt?
Alle Statistiken, wissenschaftliche Erkenntnisse und Fakten sprechen mittlerweile klar dagegen, dass Frauen weniger Rechte hätten oder benachteiligt würden. Doch hunderte Jobs als feministische Kolumnistin, Gleichstellungsbeauftragte, Gender-Wissenschaftlerin etc. hängen davon ab, dass der Behauptung weiter Glauben geschenkt wird, Frauen würden benachteiligt und darum müsse eine Feminismus-Industrie finanziert werden, die dagegen ankämpft. Und darum wird auch die Existenz des Patriarchats weiterhin behauptet. Darum schreiben dutzende Feministinnen wöchentlich die gleiche blödsinnige Gender-Pay-Gap-Kolumne, darum beschimpfen dutzende Feministinnen im Internet jeden, der an der Existenz des Patriarchats zweifelt oder sich gar für Männerrechte einsetzt, als Nazi oder AfD-Anhänger, Frauenfeind und Antifeministen. Ja, während man „das Patriarchat“ beschimpfen und alte, weiße Männer als Deppen und Geschäftsrisiko verunglimpfen kann, muss man mit einem Shitstorm rechnen, wenn man Feministinnen kritisiert, die Männer sexistisch bzw. rassistisch diskriminieren, und das als feministisch verkaufen.
Wenn man dann nochmal auf Voltaire sieht muss man sich fragen, ob das Patriarchat nicht längst durch ein „Feministat“ ersetzt wurde, dass tatsächlich versucht seine Macht einzusetzen, um alle Kritiker zu vernichten.

Die taz, die Linksextremen, die rechten Trolle, das #NetzDG oder: „Ahnden statt zensieren“

Denis Yücel wurde von der Türkei nach einem Jahr Haft ohne Anklage freigelassen.1
Und während sich Yücel nun irgendwo im Ausland erholt, weil „dank“ der super gelungenen Integration in unsere „wehrhafte Demokratie“ in Deutschland einfach zu viele türkisch-nationale Deutsche herumlaufen (Sarkasmus!), als dass Yücel in Deutschland sicher sein könnte2, hat sich die taz mit Hengameh Yaghoobifarah schon eine neue linksradikale Provokateurin ins Haus geholt, die Deutschland und die Deutschen nach Kräften provoziert und wahrscheinlich Johnny Eisenberg beschäftigt hält.

Nun finde ich es im Prinzip nicht schlecht, wenn Linksradikale eine Bühne bekommen, weil so die Grenzen des politischen Spektrums für alle sichtbar abgesteckt werden. Ganz links in der taz irre radikale Antideutsche, ganz rechts bei der compact der nationalistisch-völkische Höcke-Flügel. Beide von Satire für den Normalmenschen teilweise kaum unterscheidbar.

Und auch darum finde ich es schlecht, wenn durch das #NetzDG im Netz linke oder rechte Spinner unsichtbar gemacht werden, denn das nützt meiner Meinung nach niemandem wirklich.
Wenn Rechte wirklich gut gefiltert werden, wird niemand mehr wirklich an die „Gefahr von rechts“ glauben; „Seeing is believing!“.
Das gleiche gilt natürlich auch für die Linksextremen3, deren Aufrufe zur Zerstörung Deutschlands und zu Gewalt gegen Dinge und Menschen aus nichtigen Gründen meiner Meinung nach bei breiterer Veröffentlichung sehr hilfreich dabei wären nicht zu vergessen, dass in Politik umgesetzte linksextreme Utopien erfahrungsgemäß ebenso in Machtmissbrauch, Diktatur, Terror und Gewalt enden wie rechtsextreme, religiöse, oder auf anderen Ideologien basierende.

Ein besseres Mittel als das #NetzDG wäre meiner Meinung nach das Gegenteil, also eine Art Extremismus-Portal, wo die Bundeszentrale für politische Bildung monatlich die jeweils extremsten Äußerungen populärer Rechtsextremisten, Linksextremisten, Islamisten, Rassisten, Maskulinisten, Radikalfeministen, evangelikaler Christen etc. veröffentlichen würde – natürlich immer schön anonymisiert.
Da könnte sich der Normalbürger dann den exotischen Zoo des politischen Extremismus ansehen und sich freuen, dass in der Mitte vergleichsweise vernünftige Menschen unterwegs sind.

Ich denke, das würde die gesellschaftliche Diskussion eher weiterbringen als der Versuch, im Netz eine heile Welt vorzuspiegeln, mittels einer ins Privatrecht verlagerten Zwangs-Nachzensur per Netzwerkdurchsetzungsgesetz.

Es kann meiner Meinung nach generell nicht Aufgabe des Staates sein, eine angeblich „verrohte öffentliche Debatte“ mit fragwürdigen Mitteln zu verhindern. Denn eine „verrohte Debatte“ im Internet ist trotz der Schärfe, mit der sie eventuell geführt wird, rein virtuell und nicht unmittelbar gefährlich. Zudem kann man sich ihr meist recht einfach entziehen.

Letzten Endes brauchen wir keinen Nanny-Staat, der über Regelungen zum präventiven Eingreifen in Kommunikation der Bürger durch Privatunternehmen „Anstand und Moral“ verteidigen lässt. Besser wäre es, wenn der Staat dann, wenn Bürger selbst wegen einer Straftat (z.B. Beleidigung) Anzeige erstatten, tatsächlich handlungsfähig, also in der Lage wäre, diese Straftat auch zu verfolgen und zu ahnden. Also „Ahnden statt zensieren“, analog zu „Löschen statt Sperren“. Dazu bedürfte es nur dem notwendigen politischen Willen, den die Bundesregierung aber nicht hat. Lieber unterdrückt und übertüncht sie unliebsame Effekte ihrer eigenen Politik; fast so, als hätte sich Merkel hier bei der DDR-Führung ein Beispiel genommen.

  1. Damit ist die Türkei im Menschenrechtsranking natürlich noch weit vor den USA zu sehen, die in Guantanamo mittlerweile manche Leute bis zu 17 Jahre lang ohne Anklage festhalten, oder vor China, Rekordhalter beim Vollstrecken von Todesurteilen… []
  2. Wo übrigens auch MdB wie Cem Özdemir Polizeischutz brauchen, wenn sie in München auftreten, weil Erdogans Schlägertrupps dort ebenfalls unterwegs sind []
  3. Durch verharmlosende Bezeichnungen der gewaltbereiten linken Schlägertrupps als „Aktivisten“ oder ggf. „Gegendemonstranten“ wird ja oft genug der Eindruck erweckt, der Linksextremismus in Deutschland wäre eigentlich kein Problem. []

Senioren sollen große Wohnungen gegen kleinere tauschen oder: Die Mietpreisbremse fällt der Politik auf die Füße

Wie z.B. der Stern berichtet, gibt es ein Problem mit Senioren, die in „zu großen“ Wohnungen wohnen. Diese sollen nun zum Tausch dieser Wohnungen gegen kleinere motiviert werden.

„Rechte Trolle[tm]“ behaupten übrigens einen Zusammenhang zwischen dem Familiennachzug und dem plötzlich auffallenden Mangel an größeren Wohnungen. Aber mir geht es hier gar nicht darum, ob die Problematik von „große Wohnungen blockierenden Senioren“ einen Zusammenhang mit der laissez-faire-Migrations-Politik von Kanzlerin Merkel zu tun hat.

Interessant finde ich eher, dass die älteren Menschen anscheinend schon aus ökonomischen Gründen die Wohnungen gar nicht tauschen *können*.

Denn: Ihre riesigen Wohnungen kosten warm weniger Miete als kleinere kalt!

Das, mit Verlaub, kann nur durch eine Mietpreispolitik passiert sein, die die Miete vom realen Ertragspotenzial der Wohnung am Markt völlig abgekoppelt hat. Also irgendwelche „sozialen“ Überlegungen, die Mieten nicht zu erhöhten, möglicherweise eine „Mietpreisbremse“.
Jetzt fällt diese Politik der Abkopplung von Mietpreisen von Marktpreisen den Politikern „vollkommen unerwartet“ auf die Füße, und das Geschrei ist groß.

Hätte man nicht gut gemeinte, aber im Endeffekt sozialistische Mietpreisregulierungen eingeführt, dann hätten wir heute auch kein Problem mit großen Wohnungen, die von Senioren „besetzt gehalten“ werden.

Dann hätten Marktmechanismen dafür gesorgt, dass Senioren nicht in riesigen Wohnungen billiger leben als in kleinen Wohnungen. Dann hätten die Senioren ihre zu großen Wohnungen aus ökonomischen Erwägungen längst geräumt. Dann hätten wir jetzt nicht plötzlich einen riesigen Bedarf an großen Wohnungen, die aber „von Senioren blockiert“ werden.
Das zeigt: Die gut gemeinte linke Wohnungs- und Mietpreispolitik löst keine Probleme, sondern schafft neue. Man merkt es nur immer erst dann, wenn es schon wieder zu spät ist.