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Wenn das Patriarchat so mächtig ist, warum zertritt es nicht hin und wieder eine Feministin?

Wenn Du wissen willst, wer dich beherrscht, musst Du nur herausfinden, wen Du nicht kritisieren darfst. (Voltaire)

Diesen Spruch von Voltaire finde ich recht zutreffend. Denn wenn man die Aussage mit der Realität abgleicht ist es tatsächlich so, dass Kritik an autoritären Herrschern wie zum Beispiel Erdogan, Putin, Kim Yong Un weniger gesund ist, und generell Institutionen mit Macht- oder zumindest Meinungsführerschafts-Anspruch wie z.B. auch manche Medien, generell auf Kritik eher biestig reagieren.

So gesehen ist es geradezu absurd, dass radikale Feministinnen immer noch der Verschwörungsideologie von der Existenz einer „Patriarchats“ anhängen und behaupten, die Welt werde von alten, weißen Männern beherrscht. Denn gerade auf diesen darf man ganz offensichtlich herumhacken, ohne irgendwelche Konsequenzen befürchten zu müssen. Es ist also nach Voltaire eher unwahrscheinlich, dass diese Gruppe tatsächlich herrscht, denn sonst würde sie sicher hin und wieder, um ihren Machtanspruch zu untermauern, die eine oder andere Feministin ausschalten, wie das in autoritären Regimen so zu passieren pflegt. Ab und an würde die eine oder andere in der Psychiatrie landen oder im Gefängnis, oder einen Unfall haben.
Dass das alles nicht passiert müsste man eigentlich als klares Indiz dafür sehen, dass „das Patriarchat“ anscheinend nicht (mehr) existiert.

Dass der Feminismus noch nicht darauf gekommen ist kann meiner Meinung nur daran liegen, dass das feministische Lager den Strohmann „Patriarchat“ so lieb gewonnen hat und nicht mehr auf ihn verzichten kann. Wie sollte man weitere Begünstigungen, Stellen und andere Pfründe für verdiente Feministinnen fordern, wenn es nicht angeblich ein Patriarchat gäbe, dass es zu bekämpfen gilt?
Alle Statistiken, wissenschaftliche Erkenntnisse und Fakten sprechen mittlerweile klar dagegen, dass Frauen weniger Rechte hätten oder benachteiligt würden. Doch hunderte Jobs als feministische Kolumnistin, Gleichstellungsbeauftragte, Gender-Wissenschaftlerin etc. hängen davon ab, dass der Behauptung weiter Glauben geschenkt wird, Frauen würden benachteiligt und darum müsse eine Feminismus-Industrie finanziert werden, die dagegen ankämpft. Und darum wird auch die Existenz des Patriarchats weiterhin behauptet. Darum schreiben dutzende Feministinnen wöchentlich die gleiche blödsinnige Gender-Pay-Gap-Kolumne, darum beschimpfen dutzende Feministinnen im Internet jeden, der an der Existenz des Patriarchats zweifelt oder sich gar für Männerrechte einsetzt, als Nazi oder AfD-Anhänger, Frauenfeind und Antifeministen. Ja, während man „das Patriarchat“ beschimpfen und alte, weiße Männer als Deppen und Geschäftsrisiko verunglimpfen kann, muss man mit einem Shitstorm rechnen, wenn man Feministinnen kritisiert, die Männer sexistisch bzw. rassistisch diskriminieren, und das als feministisch verkaufen.
Wenn man dann nochmal auf Voltaire sieht muss man sich fragen, ob das Patriarchat nicht längst durch ein „Feministat“ ersetzt wurde, dass tatsächlich versucht seine Macht einzusetzen, um alle Kritiker zu vernichten.

Die taz, die Linksextremen, die rechten Trolle, das #NetzDG oder: „Ahnden statt zensieren“

Denis Yücel wurde von der Türkei nach einem Jahr Haft ohne Anklage freigelassen.1
Und während sich Yücel nun irgendwo im Ausland erholt, weil „dank“ der super gelungenen Integration in unsere „wehrhafte Demokratie“ in Deutschland einfach zu viele türkisch-nationale Deutsche herumlaufen (Sarkasmus!), als dass Yücel in Deutschland sicher sein könnte2, hat sich die taz mit Hengameh Yaghoobifarah schon eine neue linksradikale Provokateurin ins Haus geholt, die Deutschland und die Deutschen nach Kräften provoziert und wahrscheinlich Johnny Eisenberg beschäftigt hält.

Nun finde ich es im Prinzip nicht schlecht, wenn Linksradikale eine Bühne bekommen, weil so die Grenzen des politischen Spektrums für alle sichtbar abgesteckt werden. Ganz links in der taz irre radikale Antideutsche, ganz rechts bei der compact der nationalistisch-völkische Höcke-Flügel. Beide von Satire für den Normalmenschen teilweise kaum unterscheidbar.

Und auch darum finde ich es schlecht, wenn durch das #NetzDG im Netz linke oder rechte Spinner unsichtbar gemacht werden, denn das nützt meiner Meinung nach niemandem wirklich.
Wenn Rechte wirklich gut gefiltert werden, wird niemand mehr wirklich an die „Gefahr von rechts“ glauben; „Seeing is believing!“.
Das gleiche gilt natürlich auch für die Linksextremen3, deren Aufrufe zur Zerstörung Deutschlands und zu Gewalt gegen Dinge und Menschen aus nichtigen Gründen meiner Meinung nach bei breiterer Veröffentlichung sehr hilfreich dabei wären nicht zu vergessen, dass in Politik umgesetzte linksextreme Utopien erfahrungsgemäß ebenso in Machtmissbrauch, Diktatur, Terror und Gewalt enden wie rechtsextreme, religiöse, oder auf anderen Ideologien basierende.

Ein besseres Mittel als das #NetzDG wäre meiner Meinung nach das Gegenteil, also eine Art Extremismus-Portal, wo die Bundeszentrale für politische Bildung monatlich die jeweils extremsten Äußerungen populärer Rechtsextremisten, Linksextremisten, Islamisten, Rassisten, Maskulinisten, Radikalfeministen, evangelikaler Christen etc. veröffentlichen würde – natürlich immer schön anonymisiert.
Da könnte sich der Normalbürger dann den exotischen Zoo des politischen Extremismus ansehen und sich freuen, dass in der Mitte vergleichsweise vernünftige Menschen unterwegs sind.

Ich denke, das würde die gesellschaftliche Diskussion eher weiterbringen als der Versuch, im Netz eine heile Welt vorzuspiegeln, mittels einer ins Privatrecht verlagerten Zwangs-Nachzensur per Netzwerkdurchsetzungsgesetz.

Es kann meiner Meinung nach generell nicht Aufgabe des Staates sein, eine angeblich „verrohte öffentliche Debatte“ mit fragwürdigen Mitteln zu verhindern. Denn eine „verrohte Debatte“ im Internet ist trotz der Schärfe, mit der sie eventuell geführt wird, rein virtuell und nicht unmittelbar gefährlich. Zudem kann man sich ihr meist recht einfach entziehen.

Letzten Endes brauchen wir keinen Nanny-Staat, der über Regelungen zum präventiven Eingreifen in Kommunikation der Bürger durch Privatunternehmen „Anstand und Moral“ verteidigen lässt. Besser wäre es, wenn der Staat dann, wenn Bürger selbst wegen einer Straftat (z.B. Beleidigung) Anzeige erstatten, tatsächlich handlungsfähig, also in der Lage wäre, diese Straftat auch zu verfolgen und zu ahnden. Also „Ahnden statt zensieren“, analog zu „Löschen statt Sperren“. Dazu bedürfte es nur dem notwendigen politischen Willen, den die Bundesregierung aber nicht hat. Lieber unterdrückt und übertüncht sie unliebsame Effekte ihrer eigenen Politik; fast so, als hätte sich Merkel hier bei der DDR-Führung ein Beispiel genommen.

  1. Damit ist die Türkei im Menschenrechtsranking natürlich noch weit vor den USA zu sehen, die in Guantanamo mittlerweile manche Leute bis zu 17 Jahre lang ohne Anklage festhalten, oder vor China, Rekordhalter beim Vollstrecken von Todesurteilen… []
  2. Wo übrigens auch MdB wie Cem Özdemir Polizeischutz brauchen, wenn sie in München auftreten, weil Erdogans Schlägertrupps dort ebenfalls unterwegs sind []
  3. Durch verharmlosende Bezeichnungen der gewaltbereiten linken Schlägertrupps als „Aktivisten“ oder ggf. „Gegendemonstranten“ wird ja oft genug der Eindruck erweckt, der Linksextremismus in Deutschland wäre eigentlich kein Problem. []

Senioren sollen große Wohnungen gegen kleinere tauschen oder: Die Mietpreisbremse fällt der Politik auf die Füße

Wie z.B. der Stern berichtet, gibt es ein Problem mit Senioren, die in „zu großen“ Wohnungen wohnen. Diese sollen nun zum Tausch dieser Wohnungen gegen kleinere motiviert werden.

„Rechte Trolle[tm]“ behaupten übrigens einen Zusammenhang zwischen dem Familiennachzug und dem plötzlich auffallenden Mangel an größeren Wohnungen. Aber mir geht es hier gar nicht darum, ob die Problematik von „große Wohnungen blockierenden Senioren“ einen Zusammenhang mit der laissez-faire-Migrations-Politik von Kanzlerin Merkel zu tun hat.

Interessant finde ich eher, dass die älteren Menschen anscheinend schon aus ökonomischen Gründen die Wohnungen gar nicht tauschen *können*.

Denn: Ihre riesigen Wohnungen kosten warm weniger Miete als kleinere kalt!

Das, mit Verlaub, kann nur durch eine Mietpreispolitik passiert sein, die die Miete vom realen Ertragspotenzial der Wohnung am Markt völlig abgekoppelt hat. Also irgendwelche „sozialen“ Überlegungen, die Mieten nicht zu erhöhten, möglicherweise eine „Mietpreisbremse“.
Jetzt fällt diese Politik der Abkopplung von Mietpreisen von Marktpreisen den Politikern „vollkommen unerwartet“ auf die Füße, und das Geschrei ist groß.

Hätte man nicht gut gemeinte, aber im Endeffekt sozialistische Mietpreisregulierungen eingeführt, dann hätten wir heute auch kein Problem mit großen Wohnungen, die von Senioren „besetzt gehalten“ werden.

Dann hätten Marktmechanismen dafür gesorgt, dass Senioren nicht in riesigen Wohnungen billiger leben als in kleinen Wohnungen. Dann hätten die Senioren ihre zu großen Wohnungen aus ökonomischen Erwägungen längst geräumt. Dann hätten wir jetzt nicht plötzlich einen riesigen Bedarf an großen Wohnungen, die aber „von Senioren blockiert“ werden.
Das zeigt: Die gut gemeinte linke Wohnungs- und Mietpreispolitik löst keine Probleme, sondern schafft neue. Man merkt es nur immer erst dann, wenn es schon wieder zu spät ist.

Fahrverbote ermöglichen, Hersteller zur Hardware-Nachrüstung zwingen!

Man kann den USA vorwerfen was man will — in Sachen Produkthaftung und Verbraucherschutz haben sie uns immer noch einiges voraus.

In den USA sind VW-Besitzer längst großzügig entschädigt und Diesel, die im Realbetrieb mehr Schadstoff ausstießen als gemäß Zulassung erlaubt war, wurden mit Soft- UND Hardware-Fixes umgerüstet.

Es ist absurd, dass die deutsche Politik die Automobilkonzerne in Europa jetzt ungeschoren davonkommen lassen will. In Zeiten von Rekordgewinnen und Höchstkursen bei den Auto-Aktien gibt es kein Argument dafür, warum man Betrüger aus der Verantwortung für ihre mit Vorsatz und größter Raffinesse geplanten Taten entlassen sollte.

Die Auto-Industrie sollte ein deutliches Signal erhalten, dass Betrug, Täuschung von Verbrauchern und die Gefährdung der Gesundheit der Bevölkerung kein Kavaliersdelikt ist. Es ist lächerlich und mit dem Rechtsverständnis der meisten Menschen nicht zu vereinbaren, dass die Autohersteller durch die anscheinend schlechte Formulierung der Zulassungsvorschriften, die anscheinend tatsächlich nur für den Prüfstand die Einhaltung der Abgas-Grenzwerte verlangen und sonst „Ausnahmen“ zulassen, zumindest in Europa eine Hintertür haben, um sich aus der Verantwortung zu ziehen.

Wenn das Bundesverwaltungsgericht Fahrverbote erlauben und die Politik entsprechende Regeln einführen sollte, dann gäbe es möglicherweise doch noch ausreichend hohen Druck auf die Hersteller, aus (reichlich erzwungener) „Kulanz“ ihre Schummel-Produkte doch noch nachzubessern.

Ich hoffe, das wird passieren, damit ein Zeichen gesetzt wird, dass sich Hersteller auch in Europa nicht dauerhaft ihrer Verantwortung für ihre Produkte entziehen können.

Rapsölverschwörung!!!1!

Angeregt durch irgendwelche (AFAIK bisher nicht reproduzierten) Studien, nach denen Rapsöl bei Mäusen negative Auswirkungen auf die kognitiven Leistungen haben soll, habe ich mir mal angesehen, in welchen Lebensmitteln Rapsöl drin ist, und die Antwort ist: Quasi überall.

Ich finde, das sollte Anlass genug sein, eine „Rapsölverschwörung“ zu erfinden, nach der z.B. die Industrie abgesprochen oder die EU verfügt habe, dass in allen Lebensmitteln Rapsöl zu sein habe.
Weil, mal so als Anregung, die Gedankenkontrollstrahler sonst nicht so gut funktionieren. Oder die Chemtrails. Oder Irgendwas. Und dann SIE / Trump / die Russen / Merkel / die Außerirdischen vielleicht die Kontrolle verlieren.

Ich finde, das ist absolut ausbaufähig…

Jacob Augsteins kognitive Dissonanzen

Jacob Augstein schreibt bei Spiegel Online gegen eine weitere große Koalition an.
Interessant dabei ist, dass er der SPD vorwirft, sie habe sich den Schneid abkaufen lassen. Sie sei bei den Verhandlungen über den Tisch gezogen worden. Sie verliere Glaubwürdigkeit. Darum müsse sie jetzt doch noch wieder einen Rückzieher machen und in die Opposition gehen.

Was hat das jetzt mit kognitiven Dissonanzen zu tun? Nun, er schafft es in diesem Kontext, Christian Lindner, der mit der FDP nach den Jamaika-Sondierungen für seine Partei genau das getan hat, was Augstein nun der SPD empfiehlt, übrigens ohne vorher eine Regierungsbeteiligung auszuschließen, abfällig einen „Polit-Hasardeur“. Fällt ihm nicht auf, wie absurd das ist?
Eigentlich müsste sich Augstein im Namen der deutschen Presse bei der FDP entschuldigen. Die FDP hat alles richtig gemacht, sich nicht von rot/rot/grün zur Aufgabe ihrer meisten Positionen drängen zu lassen. Das müsste jetzt eigentlich auch Augstein und dem Rest der Medien aufgefallen sein. Das es das aber nicht tut, sagt viel aus über den Zustand unserer Medienlandschaft.

Das laute Schweigen des Feminismus zur möglichen sexuellen Ausnutzung von Jugendlichen durch Schein-Minderjährige

In den Nachrichten wurde über einen Fall in Kandel berichtet, wo ein vorgebliche minderjähriger, tatsächlich aber volljähriger Migrant ein 15-jähriges Mädchen getötet hat, weil dieses sich von ihm getrennt hatte.

Und im KiKa (!) kann man jetzt ein Video sehen, wo ein angeblich 17-jähriger, wahrscheinlich aber viel älterer Migrant (How-Old.net schätzt ihn auf 27-31; und haben 17-jährige üblicherweise so viel Brustbehaarung? Hallo?) seiner 15-jährigen Freundin1 Vorschriften macht, was sie anzuziehen hat etc.:

Link

Update: Nachdem KiKa anscheinend gemerkt hat, dass die Minderjährigkeit von Diia nicht hinhaut, hat man ihn schnell 19 Jahre alt gemacht.
Update: Mittlerweile (2018-01-10) ist Diia schon 20.

Mal angenommen, unsere deutschen Bestimmungen über den besonderen Schutz von Jugendlichen seien richtig, und die in arabischen Ländern weit verbreitete Ansicht, ein Mädchen werde mit seiner ersten Periode zur Frau und damit, sagen wir, „verpartnerbar“ sei zivilisatorisch rückschrittlich; wie kann es da sein, dass man von feministischer Seite über die möglichen Probleme, die die fehlende verpflichtende Feststellung des tatsächlichen Alters von angeblich jugendlichen Migranten mit sich bringt, nichts hört?

Sonst lässt man sich doch im feministischen Lager keine Gelegenheit entgehen, auch nur angeblichen Missbrauch anzuprangern; die #metoo-„Kampagne“ läuft weiter; stets behauptet man, Frauen stünden in Abhängigkeitsverhältnissen zu Männern, die ihre Macht durch sexuelle Übergriffe demonstrierten. Erwachsene Schauspielerinnen seien Agenten und Regisseuren quasi hilflos ausgeliefert.

Und da hat man nichts dazu zu sagen, dass aus patriarchalen Gesellschaften stammende Migranten durch falsche Altersangaben möglicherweise den besonderen Schutz von Jugendlichen bei sexuellen Beziehungen mit Älteren nach §182 StGB umgehen?
Es stört niemanden im feministischen Lager, dass sich betrügerische Migranten durch falsche Altersangabe möglicherweise Zugang zu Minderjährigen erschleichen und diese manipulieren und ggf. auch sexuell ausnutzen?

Müssten Feministinnen nicht besorgt sein wegen des möglichen Machtgefälles zwischen jugendlichen Mädchen und schein-jugendlichen, tatsächlich aber erheblich älteren Männern mit kulturell bedingter Neigung, Frauen von oben herab zu behandeln? Müssten sie nicht Sturm laufen für einen besseren Schutz von Mädchen vor Missbrauch durch pseudo-jugendliche Machos? Gegen die mögliche Manipulation von jugendlichen, verliebt schwärmenden Mädchen zu gehirngewaschenen, ergebenen Kopftuchträgerinnen?

Dass der Feminismus hier nichts zu sagen hat, ist bezeichnend. Anscheinend scheut man die Konfrontation mit der Realität.

Männern mit Migrationshintergrund möchte man aus falsch verstandenem Antirassismus, aus falsch verstandener Solidarität mit Migranten, möglicherweise weil Migranten in der intersektionalen Opfer-Hierarchie gesellschaftlich noch unter weißen jugendlichen Mädchen angesiedelt sind, nichts Negatives unterstellen.
Der Migrant als möglicher sexueller Ausbeuter, das kann nicht sein, weil das eine „rechte Erzählung“ und vollkommen falsch sein soll, sein muss.

Die kognitive Dissonanz, die es auslöst, wenn der „edle Flüchtling“ dann vielleicht doch keiner ist, sondern genau so schlecht oder gar noch schlechter als die im feministischen Lager verhassten „alten weißen Männer“, die doch an allem schuld und quasi der Teufel an sich sein sollen, möchte man nicht aushalten, und lieber weiter an seine Dogmen glauben.

Im Zweifel sind den linken Feministinnen ihre Dogmen (weiße Männer böse – alle anderen gut) also wichtiger als die Frauen, die sie eigentlich vertreten sollten. Von falschen Jugendlichen zum Islam-Kopftuch-Frauchen um-erzogene oder zum Sex genötigte Kartoffel-Mädchen stören da nur das geschlossene Weltbild, und können dementsprechend keine Solidarität oder Unterstützung erwarten.

  1. im Film, mittlerweile älter geworden []

#GroKo 3.0 / Kabinett #Merkel 4 oder: Das Totalversagen der #SPD

Wenn die Mitglieder der SPD so dumm sein werden, der Bildung einer Koalition mit der CDU zuzustimmen, dann wird das — hoffentlich — den endgültigen Absturz der SPD in die Bedeutungslosigkeit bedeuten.

Denn egal wie man es dreht und wendet: Eine erneute große Koalition ist sicher das letzte, was „der Wähler“ gewollt hat.
Die Verluste von CDU und SPD sind enorm, man kann das nur als klares Votum gegen eine weitere große Koalition auslegen, und wenn es tatsächlich zu einer weiteren GroKo kommt, dann hat das nichts mit „staatspolitischer Verantwortung“ zu tun, aber viel mit Machtgier und Angst vor Neuwahlen gerade auf Seiten der SPD, wo man erst mit 100% beschlossen hatte, in die Opposition zu gehen.

Was versucht wird, der #FDP anzudichten, das ist in Wahrheit das Problem der SPD: Rückgrat-, Prinzipien- und Orientierungslosigkeit.
Wo die FDP immerhin Gründe hatte, die Sondierungen abzubrechen, hatte die SPD erstmal von Anfang grundlos an jedes Gespräch verweigert. Jetzt verhandelt die SPD plötzlich, nach einer totalen Kehrtwende und Aufgabe ihrer vorherigen Position, über eine weitere Regierungsbildung mit einer Kanzlerin Merkel. Die FDP hingegen hat erneute Verhandlungsbereitschaft nur für eine Regierungsbildung ohne Merkel signalisiert.

Ja, die SPD muss Angst haben vor Neuwahlen, schließlich hat sie sich wieder vier Jahre lang von Angela Merkel vorführen lassen. Die Gesetzesvorhaben der SPD, an die man sich 2018 erinnert, sind das unsägliche und wahrscheinlich verfassungswidrige #NetzDG und das wirkungslose „Entgeldgleichheitsgesetz“, zwei ausgemachte Rohrkrepierer, die die SPD als lächerliche Gurkentruppe erscheinen lassen.

Die Erhöhung des Mindestlohns hingegen ist fast schon wieder vergessen und ist sicher auch, da dieser Lohn weiterhin zu Altersarmut führt, kein gar so großer Wurf.

Woran man sich hingegen erinnert ist, dass die SPD nichts getan hat, um in der Flüchtlingskrise irgendwie dem Kurs von Merkel entgegenzuwirken. Kassandra-Rufer in den eigenen Reihen wie Sarrazin und Buschkoswky hat man ignoriert und hätte man am liebsten aus der Partei geworfen; nun hat man gemeinsam mit der Union die #AfD am Hals, die all jenen eine Heimat oder zumindest Wahloption gibt, die nicht wirlich davon überzeugt sind, dass die massenhafte Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland die Lösung für irgendwas sei; und die vor allem die mit den wirklichen Flüchtlingen einsickernden Wirtschaftsflüchtlinge und Scheinasylanten nicht hier haben und durchfüttern wollen.

Auch bei der Vorratsdatenspeicherung und etlichen anderen Dingen hat sich die SPD nicht mit Ruhm bekleckert; bei der Glyphosat-Entscheidung wurde die Umweltministerin von der CSU übergangen.
Und dennoch hat die SPD-Führung vor, zu Kreuze zu kriechen und sich wieder 4 Jahre lang der Richtlinienkompetenz einer Frau zu unterwerfen, die anscheinend in Zeiten der Trumps, Erdogans, Kurz‘, Putins etc., sozusagen nach dem Ende einer weltweiten Schönwetter-Politik-Phase, nicht mehr die richtige Person ist, Deutschland in die Zukunft zu führen. Das ist verrückt. Man kann nur hoffen, dass die SPD-Partei-Basis vernünftiger ist als die Nahles‘, Scholz‘, Gabriels an der Spitze und das verhindern wird. Sonst drohen Deutschland weitere 4 Jahre Schlafwagen-Politik und der SPD das Abrutschen in die Bedeutungslosigkeit.

Wir brauchen kein #NetzDG, weil früher auch nichts besser war

Sorry Leute, aber ich kann es nicht mehr hören, dass wir etwas gegen „Hate Speech“ machen müssen, weil die Gesellschaft verrohe, und dieses „etwas“ sei eine Art von Filterung oder Zensur im Internet.

Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer. (Sokrates, 469-399 vor Christus)

Tatsache ist: Früher waren die Leute genau so wie heute, es konnte nur nicht jeder Arsch seine Meinung in die Welt hinausposaunen. Man konnte Leserbriefe schreiben, aber die wurden nicht veröffentlicht, wenn sie zu sehr daneben waren. Man konnte in seiner Stammkneipe rummaulen, aber das wurde nicht aufgezeichnet.

Was wir heute durch die sogenannten sozialen Medien erleben ist einfach nur, dass Momentaufnahmen der emotionalen Ausbrüche der Menschen ständig und teilweise dauerhaft aufgezeichnet werden. Ich würde sagen, die Menschen haben sich schon immer aus teilweise nichtigen Gründen beschimpft und ggf. bedroht. Man sollte nicht vergessen, dass Drohen und Schimpfen gerade eben *keine* Gewalt ist:

Derjenige, der zum erstenmal an Stelle eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation. (Sigmund Freud)

Allerdings ist es natürlich ein Problem, wenn im Internet gemobbt und gedroht werden kann, ohne wirksame Möglichkeit, sich dagegen zu wehren, denn im Gegensatz zur dahingesagten Beleidigung oder Drohung bleibt die im Internet oftmals stehen und wirkt so dauerhaft verunsichernd und kann Opfer von Cyber-Mobbing auch krank machen.

Darum bräuchten wir hier eine ausreichend ausgestattete Justiz, die Verfahren wegen Beleidigung etc. im Internet nicht einfach aus Zeit- und Personalmangel einstellt, sondern die solche Dinge auch tatsächlich verfolgt, wenn sie angezeigt werden.
Oder aber, soziale Netzwerke sollten Inhalten von vor ein paar Wochen, wenn sie nicht speziell zur „Archivierung“ gekennzeichnet sind, automatisch unsichtbar machen.

Privatisierte Zensoren, die auf Verdacht auch einfach nur missliebige Dinge löschen, sind in jedem Fall der falsche Weg.

4GenderStudies oder: Wie die Gender-Studies wieder nicht erklären konnten, was und wofür sie gut sind

Gestern hatten sich Gender-Studies-Einrichtungen zum Aktionstag für die Gender-Studies verabredet.

Unter #4genderstudies wollte man ein Zeichen setzen und zeigen, warum Gender-Studies wichtig sind. Und hat

… versagt.

Nirgends findet man einen Beleg dafür, welche Ergebnisse die über 100 Gender-Studies-Lehrstühle allein in Deutschland in den letzten Jahren erarbeitet haben. Und welche davon möglicherweise nützlich sind.
Ich habe mich redlich bemüht, ins Gespräch zu kommen, und wurde auf verschiedene Webseiten mit Übersichten der Forschungsergebnisse verwiesen.

Und war wenig beeindruckt.
Erstens sind die Arbeiten in einer unnötig verschwurbelten Sprache geschrieben, die darauf optimiert zu sein scheint, mittels unnötig langer Relativsatzkonstruktionen und hermetischem Fach-Jargon intellektuellen Anspruch vorzutäuschen.
Zweitens fehlt oftmals das wissenschaftliche Vorgehen oder eine sinnvolle These. Was zum Beispiel untersuchen die Gender-Forscher genau, die 29 Monate lang Frauen dabei wissenschaftlich begleiten (Seite 2, ab „2000“), eine Webseite online zu bringen?
Drittens gibt es häufig arbeiten, die man relativ eindeutig einem anderen Fach zuordnen könnte, die aber aus irgendeinem Grund als „Gender“-Arbeit gelabelt wird. Zum Beispiel dieses Paper zu Operationen an den Geschlechtsorganen von intersexuellen Kindern, das meiner Ansicht nach eigentlich eine medizinisch-statistische Arbeit ist, aber als Arbeit des „Zentrums für transdisziplinäre Geschlechterstudien“ als „Gender-Studes“-Arbeit ausgewiesen wird. Es scheint also so zu sein, dass die Gender-Studies sich mit fremden Federn bzw. den Ergebnissen anderer Disziplinen schmücken und sich über diese Schiene selbst „Wissenschaftlichkeit“ verleihen wollen. Die Hoffnung ist wohl, dass, wenn man genug „interdisziplinären“ Arbeiten den „Gender-Studies“-Stempel aufdrückt, irgendwann genug Menschen glauben würden, auch der Kernbereich der Gender-Studies sei eine Wissenschaft.
Und viertens sind viele Arbeiten weiterhin einfach nur der Versuch, genderfeministische Dogmen (1. Es gibt kein biologisches Geschlecht bzw. es ist irrelevant; 2. Im Leben geht es nur um Macht und das Streben nach Macht allein bestimmt das Handeln; 3. Menschen handeln nicht individuell, sondern als Gruppe, und im besondere unterdrücken die Männer als Gruppe die Gruppe der Frauen) durch ständige Wiederholung wahr erscheinen zu lassen. Diese Arbeiten (Beispiel hier) arbeiten ganz häufig mit folgenden Trick: 1. Genderfeministische Dogmen werden als wahr vorausgesetzt. 2. Es wird gezeigt, dass die Gegenposition im Widerspruch zu den Dogmen steht. 3. Daraus wird gefolgert, dass die Gegenposition falsch ist.
Das hat natürlich mit Wissenschaftlichkeit nichts, mit Ideologie und einem geschlossenen Weltbild hingegen sehr viel zu tun, und mit der Unfähigkeit, einen eigenen, falschen Zirkelschluss als solchen zu erkennen. Und auf diesem Niveau sind leider sehr viele wirkliche Gender-Studies-Arbeiten. Man muss ich nur mal ein paar Bachelor-Arbeiten aus dem Bereich durchlesen…

Während sich die Atomphysik manchmal sogar Mühe gibt zu erläutern, warum genau sie sich mit irgendwelchen unvorstellbaren Teilchen wie Quarks und Bosonen herumschlägt1, verweisen die Gender-Studies immer nur auf ihre schwer verständlichen und zumindest dem Anschein nach trivialen Untersuchungen und Studien, die oftmals ohne falsifizierbare These starten und ohne konkretes Ergebnis enden. Typisch für solche Gender-Studies-Arbeiten ist die Formulierung, es müsse weitere Untersuchungen geben…

Es scheint nicht einmal möglich zu sein, konkret zu definieren, was Gender-Studies sind. Die Übergänge zwischen radikalem Feminismus, politisch motivierter „Gender-Forschung“2, und letztlich überhaupt nicht mit der Soziologie oder „Gender“ (als sozialem Geschlecht) zusammenhängenden Forschungen in anderen Fächern, die lediglich den Aspekt „Geschlecht“3 in diese Fächer einbringen bzw. vielleicht auch einfach nur das Label „Gender“ verpasst bekommen haben um so an Fördermittel zu kommen, sind in den sogenannten „Gender-Studies“ nicht klar. Es scheint einfacher einen Pudding an die Wand zu nageln als zu definieren, wo Gender-Studies anfangen und aufhören, und solange man nicht einmal genau definieren kann, was Gender-Studies sind, kann man diese kaum als Disziplin ernst nehmen.

Die Gender-Studies im eigentlichen Sinne, also die soziologische Disziplin, die das „soziale Geschlecht“ in der Abgrenzung zum genetisch/(neuro-)biologisch/hormonell/physiologisch gegebenen Geschlecht erforscht, scheint jedenfalls in Bezug auf verwertbare, belastbare Ergebnisse angeht, vollkommen blank zu sein bzw. immer noch erfolglos daran zu arbeiten, das radikal-feministische Dogma von der Irrelevanz des biologischen Geschlechts und der prinzipiellen Gleichheit aller Menschen, oder zumindest die Existenz eines sogenannten Patriarchats zu beweisen.

Jedenfalls laufen weiterhin politische Kampagnen, um Frauenquoten in Betätigungsfeldern durchzusetzen, die Frauen anscheinend von ihren im Gruppen-Schnitt typischen Interessen her einfach nicht so interessieren, als dass es dort jemals zu einer 50:50-Quote kommen könnte. Und diese Kampagnen werden von Gender-Feministinnen unterstützt, die sich dabei oftmals auf die Gender-Wissenschaften beziehen.

Möglicherweise handelt es sich hier um ein großes Missverständnis. Möglicherweise sind die Gender-Wissenschaften längst weiter und sind undogmatisch geworden, arbeiten nach wissenschaftlichen Standards und haben beweisbare und auch widerlegbare Thesen, anhand derer sie ihre Forschung vorantreiben. Aber wenn das so sein sollte, dann ist es gestern nicht gelungen, das zu zeigen.

Gestern wurde weder klar, was „Gender Studies“ überhaupt sind und wie sie sich abgrenzen lassen, noch, welchen konkreten Nutzen wir uns von den Gender Studies erwarten können, noch, welchen gesellschaftlichen Fortschritt die Gender-Studies in den letzten Jahrzehnten gebracht haben.

Gesehen hat man nur eine konzertierte Kampagne, die nichts allgemein Verständliches verbreitet hat, die dem Anschein nach eher der Selbstvergewisserung der eigenen Kampagnenfähigkeit gedient hat als der tatsächlichen Information der Öffentlichkeit.

Die About CERN Webseite der europäischen Organisation für Nuklearforschung erklärt besser, was Nuklearforschung ist und was das CERN macht, als die ganze gestrige Kampagne über die so genannte „Gender-Forschung“ zu erklären vermag. Und darum hat diese Kampagne vor allem den Ruf der Gender-Studies bestätigt, unverständlich zu sein und nicht benennen zu können, was die Gender-Forschung überhaupt bringt.

  1. weil es einfach interessant ist zu erfahren, wie die Materie aufgebaut ist, und weil man daraus möglicherweise später Nutzen ziehen kann, so wie man bisher häufig aus den Ergebnissen der physikalischen Grundlagenforschung Nutzen gezogen hat []
  2. mit Unterstützung durch zahlreiche „progressive“ und oftmals parteinahe Stiftungen []
  3. oftmals geht es hier um das biologische Geschlecht, wie z.B. in der angeblichen „Gender-Medizin“ []