Das Bundesarbeitsministerium ruft (verklausuliert) zum Rechtsbruch auf

In der FAZ liest man:

Das Bundesarbeitsministerium appellierte an alle Arbeitgeber, pragmatische Lösungen mit ihren Beschäftigten zu finden. Auf die Schließung von Schulen und Kindergärten könne mit Homeoffice, kreativen Arbeitszeitmodellen, der Nutzung von Urlaub und Arbeitszeitkonten reagiert werden, sagte ein Sprecher.

Wenn von „kreativen“ Lösungen geredet wird, aber nicht gesagt wird, worum es genau geht, sollten bei jedermann die Alarmglocken schrillen:
„Kreativ“ als Beschreibung für Lösungen weist üblicherweise auf Illegalität hin.

Ja, wenn man die Kinder zuhause betreuen muss, kann man möglicherweise die 11 Stunden Pausenzeit zwischen Ende und erneutem Beginn der Arbeit nicht einhalten, die in §5 des Arbeitszeitgesetzes gefordert werden.

Und das nicht nur in Zeiten einer Pandemie. Wenn das auch dem Bundesarbeitsministerium aufgefallen ist, warum wird dann das beschissene Gesetz nicht geändert? Warum fordert das Ministerium statt dessen verklausuliert zum Rechtsbruch auf? Geht’s noch?

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