#Omagate / #Umweltsau-Lied – haben „rechte Multiplikatoren“ die Empörung angeheizt?

Der WDR hat einen Kinderchor ein Lied singen lassen, in dem eine Oma allerlei asoziales und umweltschädliches Verhalten an den Tag legte.

Das hat auf Twitter für Empörung gesorgt. Nun ist der Kampf um die Deutungshoheit entbrannt, wie und warum es zu dieser Empörung gekommen ist.
Die These einiger eher linker Journalisten ist dabei, „rechte Multiplikatoren“ hätten die Empörung angeheizt.

Doch kein Multiplikator kann aus dem Nichts Empörung erzeugen; daher ist es in Bezug auf die inhaltliche Beurteilung des „Umweltsau“-Liedes völlig irrelevant, welche Multiplikatoren dazu beigetragen haben, dass das Lied bekannt geworden ist.

Die Frage danach, wer das Lied bekannt gemacht hat, beziehungsweise das Herausstellen, dies seien „rechte Multiplikatoren“ gewesen, ist darum meiner Meinung nach nur ein Versuch, durch Diskreditierung der angeblichen Verbreiter als „Rechte“ davon abzulenken, dass der Inhalt des Liedes anscheinend von vielen Menschen als ebenso grob unzutreffend wie beleidigend wahrgenommen worden ist.

Oft wird davon geredet, das Schmählied auf angeblich umweltzerstörende Alte sei satirisch gemeint gewesen. Doch richtet sich diese angebliche Satire gegen eine Gruppe, die zumeist eher umweltfreundlich unterwegs ist; viel Bus fährt oder zu Fuß geht. Wenig wegwirft. Selten fliegt, selten Weltreisen macht, selten Auto fährt. Somit ist die Darstellung einer überzeichnet umweltfeindlichen Oma eben keine absurde Übertreibung typischen Alten-Verhaltens, sondern eine übertriebene, absurde Falschdarstellung, und damit eher Schmähung als Satire.

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