Trumps 2% oder: Einwanderung via Fremdenlegion

Trump setzt Deutschland unter Druck, endlich 2% des BIP für Verteidigung auszugeben.

Gleichzeitig hat die Bundeswehr Probleme, genug Personal zu finden, und wir haben Probleme, junge Männer aus aller Welt zu integrieren (oder wieder loszuwerden), die ihr Glück in Europa und Deutschland suchen.

Da frage ich mich:
Was spricht eigentlich gegen die Gründung einer Fremdenlegion in Deutschland?
Wer einwandern will, der könnte, bei anderweitig zu geringer Qualifikation, für 15 Jahre bei der deutschen Fremdenlegion unterschreiben. Das wäre eine legale Möglichkeit, einzuwandern.
Deutschland hätte genug Soldaten; es gäbe Jobs für geringqualifizierte Afrikaner; wir könnten so Teile der Integrationskosten zu militärischen Kosten erklären.
Und mit Hilfe unserer einsatzfähigeren Armee könnten wir auch in Afrika den einen oder anderen Krieg gemäß unserer Interessen entscheiden bzw. Demokratien aufbauen, mit denen wir dann Handel treiben und wo wir ggf. Standorte für die Beantragung von Asyl außerhalb Europas einrichten könnten.

Für mich eine Win-Win-Win-Win-Situation. Warum also nicht?

Ein Gedanke zu „Trumps 2% oder: Einwanderung via Fremdenlegion

  1. Christian Löschner

    Hallo,

    eine Fremdenlegion für Deutschland – dass ist ja mal eine interessante These. Sicher ist der provokante Beitrag auch mit einem Augenzwinkern zu betrachten. Dennoch möchte ich dazu kritisch kommentieren, denn was Du vorschlägst, wird nicht funktionieren.

    1.) Deutschland wird auf absehbare Zeit keinen Krieg führen. Auch nicht in Afrika. Die Fremdenlegion wäre also auf Dauer „arbeitslos“.

    2.) Das Zeitalter der Panzergrenadiere oder einfachen Schützen ist vorbei. Mit schlecht ausgebildeten Soldaten kann man modernes Kriegsgerät nicht steuern. Die Absprache mit Verbündeten setzt eine Kommunikation in entsprechenden Sprachen voraus.

    3.) Die von Dir vorgeschlagene Fremdenlegion wäre hochgradig unzuverlässig und nicht motiviert. Wer sich nicht freiwillig zu diesem Dienst meldet, wird den Auftrag entsprechend fahrlässig ausüben. Und glaubst Du ernsthaft, ein geflüchteter Kongolese wird in unserem Auftrag den Staat Kongo angreifen? Die unterschiedlichen Nationalitäten und Religionen der Asylsuchenden würden auch zu einem Problem innerhalb der Legion.

    4.) Wenn die Asylsuchenden für Geld kämpfen wöllten, könnten Sie es doch auch im eigenen Staat. Jeder syrischer Kämpfer, der für Assad gegen die Rebellen in den Krieg zieht, bräuchte ja nicht von dort zu fliehen.

    5.) Möchtest Du es tatsächlich verantworten, eine Gruppe z.B. islamistischer Kämpfer bis an Zähne mit deutscher Kriegstechnik zu bewaffnen? Wie willst Du verhindern, dass diese Technik nicht gegen uns selbst angewendet wird?

    Ich fühle mich von Trump nicht unter Druck gesetzt. Klar kann er die 2% fordern – na und?

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