Senioren sollen große Wohnungen gegen kleinere tauschen oder: Die Mietpreisbremse fällt der Politik auf die Füße

Wie z.B. der Stern berichtet, gibt es ein Problem mit Senioren, die in „zu großen“ Wohnungen wohnen. Diese sollen nun zum Tausch dieser Wohnungen gegen kleinere motiviert werden.

„Rechte Trolle[tm]“ behaupten übrigens einen Zusammenhang zwischen dem Familiennachzug und dem plötzlich auffallenden Mangel an größeren Wohnungen. Aber mir geht es hier gar nicht darum, ob die Problematik von „große Wohnungen blockierenden Senioren“ einen Zusammenhang mit der laissez-faire-Migrations-Politik von Kanzlerin Merkel zu tun hat.

Interessant finde ich eher, dass die älteren Menschen anscheinend schon aus ökonomischen Gründen die Wohnungen gar nicht tauschen *können*.

Denn: Ihre riesigen Wohnungen kosten warm weniger Miete als kleinere kalt!

Das, mit Verlaub, kann nur durch eine Mietpreispolitik passiert sein, die die Miete vom realen Ertragspotenzial der Wohnung am Markt völlig abgekoppelt hat. Also irgendwelche „sozialen“ Überlegungen, die Mieten nicht zu erhöhten, möglicherweise eine „Mietpreisbremse“.
Jetzt fällt diese Politik der Abkopplung von Mietpreisen von Marktpreisen den Politikern „vollkommen unerwartet“ auf die Füße, und das Geschrei ist groß.

Hätte man nicht gut gemeinte, aber im Endeffekt sozialistische Mietpreisregulierungen eingeführt, dann hätten wir heute auch kein Problem mit großen Wohnungen, die von Senioren „besetzt gehalten“ werden.

Dann hätten Marktmechanismen dafür gesorgt, dass Senioren nicht in riesigen Wohnungen billiger leben als in kleinen Wohnungen. Dann hätten die Senioren ihre zu großen Wohnungen aus ökonomischen Erwägungen längst geräumt. Dann hätten wir jetzt nicht plötzlich einen riesigen Bedarf an großen Wohnungen, die aber „von Senioren blockiert“ werden.
Das zeigt: Die gut gemeinte linke Wohnungs- und Mietpreispolitik löst keine Probleme, sondern schafft neue. Man merkt es nur immer erst dann, wenn es schon wieder zu spät ist.

2 Gedanken zu „Senioren sollen große Wohnungen gegen kleinere tauschen oder: Die Mietpreisbremse fällt der Politik auf die Füße

  1. Gereon

    Es ist das Wesen des Sozialismus, ja, sein erklärtes Ziel, widernatürliche Zustände herzustellen.
    Er hält alles für konstruierbar,
    Da widernatürliche Zustände Symptome zeitigen, die ihrem Mißstand entsprechen, fängt man an, an diesen Symptomen zu flickschustern um die Wirklichkeit so zu verdrehen, wie man sie gerne hätte.

    Deshalb wird aus jedem sozialistischen System nach kurzer Zeit immer eine Flickschusterei an den Symptomen des widernatürlichen, das man durchzusetzen versucht. Immer.

    Im Endstadium ist die Flickschusterei dann wichtiger als ein Menschenleben, ja wichtiger als viele Menschenleben, wie der Sozialismus immer wieder bewiesen hat.

    1. Geronimo

      @Gereon
      Worauf sich dieses lose Gedankenwerk stützt, würde mich wirklich interessieren.

      1. Was sind widernatürliche Zustände? Gleichbedeutend was sind natürliche Zustände? Ist es nicht ein Merkmal des Lebens unter Einsatz von Energie nach homöstatischen Zuständen zu streben? Sprich: „zu flickschustern“ um ein System am Leben zu erhalten. Ihre Zellen würden es Ihnen zumindest danken.
      2. Sie schreiben als seien Sie in Besitz einer besseren Alternative. Ihrer Nachricht folgend, scheint sich für Sie ein alternatives Gesellschaftsystem aufzudrängen, welches derartige Mängel nicht vorweist? Mein Interesse ist geweckt.

      Mit marktwirtschaftlichem Gruß

      Geronimo

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