Der (ideologisierte) Kampf um den Diesel, und die verschwiegenen Nachrüstmöglichkeiten

Der Diesel-Abgas-Skandal hat etwas gezeigt, was oftmals unter den Tisch gekehrt wird: Wenn die Abgasreinigung vernünftig eingestellt ist und genug Harnstoff genutzt wird, funktioniert sie sehr gut.

Darum verstehe ich die Debatte um Fahrverbote oder Umrüstungen nicht.
Ganz offensichtlich ist es möglich, Diesel so zu bauen, dass sie wenige Stickoxide und Rußpartikel ausstoßen, und sogar einen Euro-5-Diesel kann man für 1.500€ auf Euro-6-Plus aufrüsten. (Siehe auch hier.)

Es wird wieder so getan, als könnte man die alten Autos nicht umrüsten oder als sei das viel zu teuer, und es gäbe nur die Alternative zwischen Nichts-Tun oder Stillegung. Aber das ist offensichtlich alles Bullshit, mit dem die Öffentlichkeit tagtäglich in die Irre geführt wird.

Recherchiert eigentlich noch irgendjemand im Journalismus? Dass es kostengünstige Nachrüstmöglichkeiten für alle alten Diesel gibt, die nicht teuer sind, wurde in den vielen Radio- und Fernsehsendungen, Zeitungsartikeln etc. die ich in den letzten Wochen gehört, gesehen und gelesen habe, nie thematisiert. Was soll das?

Ein Gedanke zu „Der (ideologisierte) Kampf um den Diesel, und die verschwiegenen Nachrüstmöglichkeiten

  1. Thomas Heuving

    Die wichtigsten Gruppen in der Diskussion haben kein Interesse, diese Tatsache bekannt werden zu lassen:
    1. Die Umweltschützer wollen alle Verbrenner verbieten, da wäre die Erkenntnis, dass es sauberere Verbrenner gibt, nur kontraproduktiv.
    2. Die Autoindustrie hat sich bewusst für Betrug entschieden. Der winzig kleine AdBlue-Tank, der in den deutschen Dieselautos eingebaut ist und die trotzdem hohe Reichweite einer Füllung ist nur zu erreichen, wenn man die Abgasreinigung während langer Betriebsphasen ausschaltet. Dies hätte auch jede Zulassungsbehörde mit nur geringem intellektuellem Aufwand erkennen können. Deshalb wird die einfache Alternative, einen größeren Tank einzubauen und die Motorsteuerung so umzustellen, dass die Abgasreinigung immer in Betrieb ist, gar nicht erst in die Diskussion gebracht, denn es wäre bei der Industrie das Eingeständnis, betrogen zu haben und die Zulassungsstellen müssten einräumen, entweder Idioten zu sein oder den Betrug wissend zugelassen zu haben.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.