Onyx konstruiert Widersprüche – Männlichkeitsbild

Bei Alles Evolution gibt es einen Artikel über einen Artikel von Onyx über Widersprüche in der von ihr so genannten „antifeministischen Weltsicht“.

Ich sehe aber im Artikel von Onyx gewisse logische Fehler in den (konstruierten) Widersprüchen.

Sie schreibt im Abschnitt „Männlichkeitsbild“:

Antifeministen beklagen seit Jahren (nicht zu Unrecht), dass der Gewaltopferschutz für Männer in Deutschland bisher eher ein stiefkindliches Dasein fristet und nicht wirklich beachtet wird. Was sie dabei natürlich nicht erkennen, ist die Tatsache, dass sie die Ursachen dafür meist gleich selbst mitliefern.(…)

Was dann noch folgt ist ein Rant darüber, dass Antifeministen „schwache“ Männer verspotten und nicht ernst nehmen würden. Und das soll dann die Ursache dafür sein, dass Gewaltopferschutz für Männer in Deutschland ein stiefkindliches Dasein fristet.

Es ist natürlich richtig, dass manche Maskulinisten „schwache“ Männer verspotten, aber inwiefern können die Gedanken einer vergleichsweise kleinen Gruppe von Männern Ursache dafür sein, dass (auch sonst) niemand Männer als Opfer von Gewalt ernst nimmt?
Und auch wenn alle Männer außer den Opfern von Gewalt selbst Männer als Opfer von Gewalt nicht ernst nähmen, sollte das doch kein Grund für Feministinnen sein, ebenso zu verfahren.

Zudem sind männliche Opfer von Gewalt, MGTOW-Pick-Up-Artist-Maskulinisten und Männerrechtler keine deckungsgleichen Gruppen und bestehen auch nicht notwendigerweise durchgehend aus Antifeministen.

Es müsste also korrekt heißen: „Männerrechtler beklagen seit Jahren (…)“ … und dann müsste davon die Rede sein, dass Maskulinisten männliche Opfer von Gewalt verspotten.

Damit wäre der rhetorische Trick von Onyx aufgedeckt, alle Männer in einen Topf zu werfen um so einen Widerspruch zu konstruieren, wo keiner ist.
Es gibt nämlich keinen, denn Männerrechtler und Maskulinisten sind unterschiedliche Gruppen, die selbstverständlich unterschiedliche Dinge sagen können, die sich widersprechen. Nur indem man diese beiden Gruppen unzulässigerweise zu einer verrührt kann man so tun, als wenn in der selben Gruppe gleichzeitig zwei sich widersprechende Ansichten als wahr betrachtet würden.

Des weiteren ist die These, dass Maskulinisten die Ursache dafür sein sollen, dass sogar Feministinnen Männer als Opfern nicht ernst nehmen, schlicht absurd.

Es handelt sich hier meiner Meinung nach um eine Schutzbehauptung von Onyx, um den „Gender Empathy Gap“ gegenüber Männern zu rechtfertigen und es so darzustellen, als wäre die Gleichgültigkeit des Feminismus gegenüber männlichen Opfern von Gewalt und das Ausblieben jeglicher feministischer Initiativen, auch männliche Opfer von Gewalt zu schützen, nicht etwa eine Folge von mangelnder Empathie oder sogar Antipathie für Männer im Feminismus, sondern die Schuld irgendwelcher Männer, hier eben der Maskulinisten.

Ein Gedanke zu „Onyx konstruiert Widersprüche – Männlichkeitsbild

  1. Cicero

    Ich lese immer Maskulinisten, das muß dann wohl das Gegenteil der Femininisten sein, also eine eher kleine Gruppe mit genau Null Elementen..

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