Die Jungen- und Männerfeindlichkeit im Feminismus

Auf Twitter geht herum, dass Frauen allerhand #imzugpassiert. Schuld an allem sind: Männer.

Bei einem Teil der beklagten Geschehnisse („Mann steigt an gleicher Station ein und aus!!!“) muss man sich fragen, was Verfolgungswahn mit Sexismus und Belästigung zu tun hat.
Bei den ernster klingenden Fällen wiederum sollte man sich fragen, welcher Anteil davon ausgedacht wurde, „für die gute Sache“; denn Falschbeschuldigungen sind (nicht nur) in Sachen sexueller Belästigung anscheinend eher häufig1, und wenn es darum geht, auf Twitter halbanonym Aufmerksamkeit zu erzeugen, ist die Hemmschwelle, Belästigungen zu erfinden, wahrscheinlich noch erheblich geringer.

Aber abgesehen davon ist natürlich wahr, dass die meisten Täter, aber auch Opfer von Gewalt überall auf der Welt Jugendliche und junge Männer sind.

Und natürlich ist dieses Alter, die Adoleszenz, durchaus schwierig, wenn aus Jungen Männer werden (sollen) und diese sich orientieren müssen, wie man sich als Mann in der Gesellschaft verhält. Impulskontrolle und Frustrationstoleranz und gesellschaftlich adäquates Verhalten sind Dinge, die man lernen muss, und das ist natürlich ein Prozess, der gar nicht ganz reibungslos ablaufen kann.

Und weil das so ist, finde ich auch viele dieser #Aufschrei- und #Imzugpassiert und #Ausnahmslos und sonstige Mimimi-Postings auf Twitter so abgrundtief männerfeindlich.

Denn wenn irgendwelche 14-jährigen eine Frau anstarren oder wenn auch noch 19-jährige schlechte Anmachsprüche bringen ist das häufig einfach notwendiger Teil einer männlichen Sozialisation. Grenzen und gesellschaftliche Normen müssen ausgetestet und erfahren werden, und das geht natürlich nicht ohne Missgriffe und „Sparringspartner“, die bei diesen Übungen dann tatsächlich auch weniger schöne Erfahrungen machen werden. Das ist sicher für diejenigen in der konkreten Situation blöd, aber in einer real existierenden menschlichen Gesellschaft eben nicht zu verhindern.

Diese ganzen Dinge, die natürlich teilweise „delinquent“ sind, wie man bei Jugendlichsen sagt, die aber dennoch teilweise passieren müssen, damit eine männliche Sozialisation überhaupt erfolgen kann, zu kriminalsieren, bedeutet, Männlichkeit bzw. den Prozess der Entstehung einer männlichen Identität zu pathologisieren. Und die männliche Sozialisation zu pathologisieren ist pure Männerfeindlichkeit.

Nochmal anders ausgedrückt: Wenn man die (größtenteils) Kleinigkeiten wie „Blicke im Bus“, die verhuschte Feministinnen als schlimm triggernde psychische Gewalt unter netzfeministischen Hashtags posten, tatsächlich verhindern wollte, müsste man faktisch das Aufwachsen von Männern verbieten. Und das ist gruppenbasierte Menschenfeindlichkeit.

In Deutschland wird seit Jahrzehnten mit der Erziehung von Kinder experimentiert, angefangen mit der anti-autoritären Welle in den 70ern bis zur gender-sensiblen Erziehungsarbeit heute.
Da der Gender-Feminismus postuliert, Geschlechterrollen seien nur ein soziales Konstrukt, und das Verhalten sei allein von der Sozialisation abhängig, sollte man glauben, in Deutschland aufgewachsene Männer seien mittlerweile weniger gewalttätig, sexistisch und gefährlich als, zum Beispiel, vor 50 Jahren in Deutschland aufgewachsene Männer oder in Afrika aufgewachsene Männer.
Aber dank #ausnahmslos wissen wir ja jetzt, dass der anti-rassistsiche Netz-Feminismus lieber Teile seiner Dogmen (Verhalten ist alleinige Folge von Sozialisation; es ist möglich, männliche Kinder anders zu erziehen; „richtig“[tm] erzogene Kinder können „feministische Männer“ werden) über Bord wirft oder zumindest kurzzeitig „aussetzt“, als irgendwelchen Gruppen von Männern zuzugestehen, weniger schlimm zu sein als andere Gruppen.
Das bedeutet: Der maßlosen Männerfeindlichkeit des deutschen Gender-Netz-Feminismus können Männer auch dann nicht entkommen, wenn sie versuchen, sich „wohlzuverhalten“. Im Zweifel sind sie doch wieder nur Männer, wrden allein auf ihr biologisches Geschlecht2 reduziert, und Männer sind eine Gefahr für Frauen, und müssen durch weitere männerfeindlich-sexistische Regeln gegängelt werden, bis Jungen und Männern jegliche Handlung, die eine Netzfeministin anstößig finden könnte, nicht mehr möglich ist.

Das scheint der Netz-Gender-Feminismus tatsächlich durchsetzen zu wollen, ohne Rücksicht darauf, dass eine normale psychische Entwicklung in der Adoleszenz gewisse Konflikte mit der Umwelt voraussetzt.
Aber Fakten sind dem Netzfeminismus egal. In ihrer Männerfeindlichkeit sehen die Netzfeministinnen nicht, dass sie immer neue Hetzkampagnen gegen einen Bevölkerungsteil, nämlich den der Jungen und jungen Männer, starten, der es sowieso schon schwer genug hat.

Das ist für mich die Lehre aus diesen ganzen Hashtag-Kampagnen.

  1. Kachelmann, Türck, Dall, Mollath, … []
  2. das es ja eigentlich gar nicht gibt? []

3 Gedanken zu „Die Jungen- und Männerfeindlichkeit im Feminismus

  1. A.Manuel

    Der gynofaschistische Sexismus gegen Männer MUSS ENDLICH enden !!
    Männer aller Länder, VERBÜNDET EUCH !

  2. Pingback: JAWO am Mittwoch – Ostern 2016 - NICHT-Feminist

  3. Gagaga

    Man liegt wohl nicht falsch, wenn man den Gender-Girlies beschränkte Hirnfunktionen unterstellt.

    Wie leicht wäre es doch für sie, einfach den Genderschalter umzulegen und als coole Jungmänner , zurück zu starren und zurück zu grabschen. Wie kann es sein, dass sie sich täglich für die Opferrolle entscheiden, wo doch das ganze nur ein Konstrukt ist? Wie doof muss man sein, dass man sich immer wieder für etwas entscheidet und dann darüber jammert? Ja, sie sind Opfer, Opfer eines Verblödungsprogrammes! Kennt einer eine, die wirklich was Produktives leistet, außer den ganzen Tag Benachteiligungen zu konstruieren? Wenn sie wenigstens im Bett blieben und anderen, die wirklich leisten müssen, nicht immer im Weg rum stünden. Was wäre das für eine gesellschaftliche Entlastung!

    Könnte es sein, dass Genderwesen so verdummt sind, dass sie sich nur noch in Widersprüche verheddern?
    Ich fürchte: Ja!

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