Archiv für den Monat: Februar 2015

NSA-Skandal, Teil 1000: TTIP-Verhandlungen sofort stoppen!

Nachdem jetzt bekannt ist, dass die USA im IT-Bereich dank Windows, NIST, Dominanz im Hardware-Bereich und Milliarden-Ausgaben für die Geheimdienste eigentlich überall Zugriff haben, und auch alle Mobilkommunikation überwachen und entschlüsseln können, kann man wohl kaum noch davon ausgehen, dass (außer vielleicht Großbrittanien) die Europäer mit den USA auf Augenhöhe verhandeln können.
Es ist davon auszugehen, dass die USA Einblick in alle Verhandlungspositionen der Europäer haben, und in den Netzwerken von EU und Bundesregierung schalten und walten, wie sie wollen, wass sie wollen.
Bevor sich Europa nicht aus dem Würgegriff der totalen IT-Dominanz der USA befreit hat, mittels einer unabhängigen, europäischen, transparenten IT-Infrastruktur, eigenen Netzwerk- und Prozessorherstellern, etc., sollte mit den USA überhaupt nichts verhandelt werden, denn es ist fast sicher, dass die USA in diesen Verhandlungen unfaire Vorteile haben und sie nutzen werden.

Die Verhandlung des TTIP-Vertrags und auch von CETA (mit dem Five-Eyes-Staat Kanada) sind sofort abzubrechen, um nicht von den USA über den Tisch gezogen zu werden.

Auch Spiegel Online interessieren nur Katja Sudings Beine

Neulich schrieb ich über Katja Sudings Beine bzw. die Entschuldigung der Tagesschau in Bezug auf deren Zurschaustellung.

Und heute tut es Spiegel Online, im Artikel Hamburgs FDP-Spitzenkandidatin Suding: Beine ohne Botschaft.

Man muss schon sagen, dass hier der Spiegel-AutorIN Lisa Erdmann eine wahre Glanzleistung des FDP-Bashings und manipulativer Artikelgestaltung gelungen ist.

Also… im Artikel wirft Frau Erdmann Frau Suding vor, außer ihren Beinen keine politische Botschaft zu haben. Denn zu Frau Sudings politischen Aktivitäten sagt die Spiegel-Autorin: Das Dumme ist nur: Öffentlich hat man von ihren „politischen Positionen“ kaum etwas mitbekommen..

Daraus könnte man folgern, dass Frau Erdmann es blöd findet, dass man von Katja Suding nur die Beine kennt. Nun würde man natürlich erwarten, dass Frau Erdmann als Spiegel-Journalistin ihre Möglichkeiten nutzt, um Frau Suding nach ihren Positionen zu fragen. Dass Frau Erdmann Frau Sudings politische Positionen recherchiert, wie man es ggf. auch von politisch interssierten Wählern in Hamburg erwarten würde. Dass Frau Erdmann das Wahlprogramm der FDP Hamburg vorstellt. Dass Frau Erdmann aufführt, welche Anträge Frau Suding auf dem letzten Parteitag der FDP Hamburg unterstützt hat.1 Oder irgendwas mit Bezug auf Katja Sudings politische Positionen.

Aber: Nichts. Frau Erdmann nutzt ihren Artikel ausschließlich, um ihre Geschlechtsgenossin Frau Suding und die FDP zu bashen. Konsequent ignoriert sie Frau Sudings politische Positionen, und füllt ihren Artikel mit missbilligenden Kommentaren über Frau Sudings bisherige PR-Erfolge und den Zustand der FDP im allgemeinen und der FDP Hamburg im Speziellen. Feministinnen würden hier davon sprechen, dass Frau Suding als Politikerin unsichtbar gemacht werden und als überdrehtes, PR- und machtgeiles Püppchen dargestellt werden soll — und ausnahmsweise könnten sie hier mal recht haben.

Denn einen Artikel über eine Politikerin mit „Beine ohne Botschaft“ zu betiteln, in dem man diese Politikerin aktiv runterschreibt, und absichtlich jede politische Position unterschlägt um mit seiner eigenen Behauptung recht zu behalten, ist meiner Meinung nach so ungefähr das Mieseste, was man drei Tage vor einer Wahl als Frau in einem Nachrichtenmagazin über eine Politikerin schreiben kann.

Aber vielleicht ist das gezielte Niedermachen von FDP-Politikerinnen ja dieser Qualitätsjournalismus, den Deutschland so dringend braucht. Und übermorgen heißt es dann wieder, die FDP sei zu männlich dominiert…

  1. Denn niemand wird bei der FDP irgendwas, der tatsächlich keine politische Position hat, auch nicht als Frau, mit Beinen. []